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Archiviert am
Freitag, 04. März 05 |
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„American Song”: Andy Beys später Erfolg Hamburg - Noch ein amerikanisches Songbook. Dieses Mal ist es der 65-jährige Amerikaner Andy Bey, der sich nach fast fünf Jahrzehnten im Musikgeschäft mit „American Song” an Legendäres und Vergessenes wagt.
Der in Newark im US-Bundesstaat New Jersey aufgewachsene farbige Musiker kennt die Höhen und Tiefen des Business, und findet daher nun seinen ganz eigenen musikalischen Blick auf das Oeuvre. Mit Erfolg: Das Album ist als „Best Jazz Vocal Album” für den Grammy nominiert. Jahrelang war Andy Bey immer „nur” dabei und hatte Auftritte im Schatten von Sarah Vaughan oder Chet Baker, als Sänger der Bands von Max Roach, Horace Silver oder Gary Bartz. Doch nun mehren sich Einladungen und Auftrittsmöglichkeiten, rühmende Zitate und anerkennende Auszeichnungen, was auch seine jüngste CD deutlich pushen dürfte. In „American Song” greift Bey zehn handverlesene Standards auf, die er in Klassischer Begleitung durch Bläser, Percussion und Piano mit eigenem Timbre interpretiert. Das Album ist aber auch eine Hommage an Größen wie Duke Ellington („Caravan”, „Prelude To A Kiss”), Billy Strayhorn („Satin Doll”) oder Leonard Bernstein („Lonely Town”). Als Sahnehäubchen griff Bey gemeinsam mit Beth Nielsen Chapman selbst zur Feder, und so entstand der Bonustrack „Look” - eines der Lieder, für die es ähnlich eines guten Whiskys Zeit braucht. Als Bey in den 1960er Jahren in das Zentrum der Black- Power-Bewegung geraten war und dies einen Karrierestopp bedeutete, sagte er: „Das Musikbusiness wollte meine Musik nicht, und ich wollte keine Kompromisse machen." Jetzt ist seine Zeit endlich gekommen. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/03/04/magazin/musik/t/rzo132785.html |
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