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| Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages |
Archiviert am
Freitag, 04. März 05 |
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Ex-Nationalspieler als TuS-Manager vorgestellt Kuntz will Sasics Wünsche erfüllen Koblenz - Seit Donnerstagabend um 18.24 Uhr ist es offiziell: Stefan Kuntz wird ab sofort als Manager die Geschicke beim Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz lenken. Der Ex-Nationalspieler unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2007, der ihm weit reichende Kompetenzen einräumt. Da saß er nun im feinen Anzug und perfekt gebundener Krawatte. Wortgewandt und offenbar schon bestens informiert, wie es um den Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz bestellt ist, erzählte Stefan Kuntz von einem "positiven Bauchgefühl", und den vielen langwierigen Gesprächen, die ihn letztlich zu einem neuen Abschnitt in seinem Leben bewogen haben: Der einstige Torschützenkönig und "Fußballer des Jahres" will sich nach einer durchwachsenen Trainerkarriere künftig als Manager profilieren und hat sich dabei gleich ein großes Ziel gesteckt: "Unser Ziel wird sein, TuS Koblenz mittelfristig nach oben zu bringen." Neuer starker Mann Und weil es Kuntz ebenso wie der TuS-Vorstand mit diesem Vorhaben ernst meinen, wurde es gleich als Präambel in dem Kontrakt verewigt, der Kuntz de facto als den neuen starken Mann beim Regionalliga-Aufsteiger ausweist. "Herr Kuntz übernimmt die Funktion eines Managers, der für die sportlichen, kaufmännischen und verwaltungstechnischen Aufgaben zuständig ist, die mittelfristig in dem Ziel münden, den Verein in die 2. Liga zu führen", zitierte der Vorsitzende Bruno Gauggel aus dem Vertrag, den er und Walter Degen als 2. Vorsitzender für den TuS-Vorstand unterschrieben. "Berechtigter Wunsch nach mehr Professionalität" Ein bedeutender Moment, der vor sechs Wochen noch undenkbar schien. "Es gab auf der Mitgliederversammlung den berechtigten Wunsch nach mehr Professionalität", so Gauggel, dem nach seinen Worten bei der Suche nach dem richtigen Mann auch der Zufall zur Seite stand. Über dieTuS-Mitarbeiterin Katja Reifert-Zimmermann und den Ex-TuS-Spieler Dietmar Fritsche, der mit Stefan Kuntz befreundet ist, habe man Kontakt geknüpft und Verhandlungen aufgenommen, die von einigen Sponsoren nachhaltig unterstützt wurden, erzählte Gauggel weiter. Letztlich waren es dann wohl auch diverse Förderer des Vereins, die die finanziellen Rahmenbedingungen für den Coup geschaffen haben. "Die Gespräche mit den Sponsoren haben mir gezeigt, wieviel Herzblut hier investiert wird", spielte Kuntz artig den Ball zurück, "für einen Regionalligisten hat TuS Koblenz doch ein paar Standbeine, die eine tolle Grundlage für die Zukunft darstellen." Den Worten sollen Tagen folgen Den Worten sollen nun freilich auch Taten folgen, "schließlich müssen wir den Etat nahezu verdoppeln, um die sportlichen Ziele zu erreichen", so Kuntz. Natürlich habe er sich bereits mit Trainer Milan Sasic zusammengesetzt (Kuntz: "Unsere Ansichten sind zu 99,5 Prozent deckungsgleich") und wolle das auch in den nächsten Wochen tun, so der Ex-Trainer, der sich aber nicht in die unmittelbaren sportlichen Belange einmischen will, "denn da wird ja hervorragende Arbeit geleistet." Ein Satz, den Sasic ebenso gerne gehört haben wird wie die Ankündigung, "dass ich in erster Linie versuchen will, die Wünsche des Trainers zu erfüllen." Was letztlich auch eine Zusammenarbeit mit Sportwart Peter Simon beinhalten dürfte, der bei den Vertragsgesprächen außen vor geblieben war. "Ich begrüße die Verpflichtung von Kuntz als Marketing- Manager", sagte Simon, der am Abend nicht anwesend sein konnte, der gleichwohl aber anklingen ließ, dass er die bisherige (sportliche) Arbeitsverteilung beibehalten möchte: "Unser Erfolg basiert auch darauf, dass wir kurze Entscheidungswege haben." Zunächst hinter den Kulissen aktiv Ohnehin, so scheint es, will sich der neue Manager zunächst hinter den Kulissen betätigen, denn, so Kuntz, "es gibt Strukturen zu schaffen, es wird noch ein paar Wochen dauern, bis ich in alle Geheimnisse eingeweiht bin und die ersten Dinge sichtbar werden." An Euphorie für die neue Aufgabe mangelt es ihm jedenfalls nicht, eine quasi konzertierte Aktion der gesamten Region soll letztlich der TuS zu neuen Ufern verhelfen: "Wir müssen es schaffen, dass ein Ruck durch die Leute geht - dass man erkennt, dass hier ein bedeutender Ort entstehen kann." Zumindest bei den Sponsoren sind seine Worte bereits auf offene Ohren gestoßen. Fast schon symbolisch durfte Kuntz mit einer Phaeton-Nobelkarosse des Volkswagenzentrums Koblenz davondüsen, nachdem er zuvor noch in einem privaten Golf vorgefahren war. Nach der Absage des Regionalligaspiels bei den Amateuren des FC Bayern München bestreitet die TuS am Freitag um 14 Uhr in Niederhochstadt ein Testspiel gegen den Hessen-Oberligisten 1. FC Eschborn. Sven Sabock - Foto: Thomas Frey
http://rhein-zeitung.de/on/05/03/04/sport/r/tus-1.html |
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