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Freitag, 04. März 05

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Lahti - Als Ronny Acker­mann mit einem Spagat den dritten Platz bei der Welt­pre­miere des Hur­rican-Sprints ret­tete, jubelte Hannu Man­ninen bereits über seinen zweiten Sieg im Gesamt-Welt­cup der Nor­dischen…

Manninen gewinnt zum zweiten Mal Gesamt-Weltcup

Lahti - Als Ronny Ackermann mit einem Spagat den dritten Platz bei der Weltpremiere des Hurrican-Sprints rettete, jubelte Hannu Manninen bereits über seinen zweiten Sieg im Gesamt-Weltcup der Nordischen Kombinierer.

Auf dem Podest

Sieger Manninen (M) eingerahmt von Kircheisen (l) und Ackermann.

Der Finne feierte in Lahti vor Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) seinen neunten Saisonerfolg und holte sich wie im Vorjahr die große Kristallkugel. Bei 356 Punkten Vorsprung auf Ackermann ist Manninen in den letzten drei Rennen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. „Er war der Chef im Weltcup, daher gönne ich ihm diesen Erfolg. Bei mir überwiegt die Freude über meine Erfolge bei der WM”, sagte Ackermann, der bei den Titelkämpfen in Oberstdorf mit zwei Gold- und einer Silbermedaille zum erfolgreichsten Starter avanciert war.

Der zweite Weltcup-Gewinn nach 2004 dürfte für Manninen nur ein Trostpflaster für die entgangene WM-Medaille sein. Beim Saison-Höhepunkt war der 26-jährige Student seiner Favoritenrolle nicht gerecht geworden und in allen drei Wettbewerben leer ausgegangen. „Ich bin dennoch sehr entspannt in das Rennen gegangen”, sagte Manninen, der seinen Erfolg erst auf der Zielgeraden mit einem furiosen Spurt gegen Kircheisen (+ 2,5 Sekunden) perfekt machte.

„Ich habe ganz gut dagegen gehalten, obwohl es heute schwer ging”, stellte Kircheisen nach seinem besten Weltcup-Resultat in dieser Saison fest. Die Premiere des Hurrican-Starts, vor dem die Rückstände in Meter umgerechnet wurden und alle Athleten mit diesen Abständen zugleich in die Loipe gingen, bezeichnete der Sachse als gelungen. „Mir hat es Spaß gemacht.”

Ackermann war direkt hinter Kircheisen ins Rennen gegangen, konnte seinem Teamkollegen und dem schnell an die Spitze stürmenden Manninen aber nicht Paroli bieten. Nur 118 m beim Springen waren zu wenig, um die beiden laufstärksten Athleten auf Distanz zu halten. „Ich war nach der WM nur eineinhalb Tage zu Hause und bin noch gar nicht dazu gekommen, die Erlebnisse von Oberstdorf zu verarbeiten”, sagte Ackermann.

Im Sprint gegen den Norweger Magnus Moan hatte der 27 Jahre alte Thüringer das bessere Ende für sich und stürzte mit einem Rückstand von 22,3 Sekunden als Dritter ins Ziel. „Das war ein brutal schweres Rennen. Ich habe versucht, mit Hannu mitzugehen, aber er war zu schnell”, sagte Ackermann. Immerhin konnte sich der WM-Held mit Freibier trösten. „Er hatte eine Wette mit Sebastian Haseney laufen, dass der beim Springen nicht auf 98 m kommt”, berichtete Bundestrainer Hermann Weinbuch. Haseney sprang nur 96 m und trat wie Georg Hettich nicht mehr zum Lauf an.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/03/04/sport/t/rzo132768.html
Freitag, 04. März 2005, 19:03 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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