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Donnerstag, 12. Dez. 19
RZ-Akademie

Nürn­berg - Frauen ver­die­nen in Deutsch­land immer noch weniger als Männer. Bei glei­cher Aus­bil­dung, glei­chem Alter und Beruf sowie im glei­chen Betrieb lag das Gehalt von Frauen in den alten Bun­des­län­dern in…

AnzugDüs­sel­dorf - Um bei Geschäfts­tref­fen Fett­näpf­chen zu ver­mei­den, sollten Arbeit­neh­mer welt­weite Unter­schiede beim Busi­ness-Dress­code beach­ten. Darauf weist die Zeit­schrift „Kar­rie­re” hin.

Wies­baden - Immer mehr Deut­sche machen das Abitur oder schließen ein Erst­stu­dium erfolg­reich ab. So stieg die Zahl der Schul­absol­ven­ten mit Hoch­schul- bezie­hungs­weise Fach­hoch­schul­reife von 1999 bis 2003 um…

Han­nover­/Ber­lin - Im Reigen der Alters­vor­sor­gepro­dukte ist die „Rürup-Ren­te” ein Neuling - und sie ist bislang weit­gehend unbe­kannt. Rund 80 Prozent der Bun­des­bür­ger haben laut einer Allens­bach-Umfrage von der…

Ber­lin/Düs­sel­dorf - Seit 2002 fördert der Staat den Aufbau der pri­vaten Zusatz­rente - benannt nach dem frühe­ren Bun­des­arbeits­minis­ter Walter Riester (SPD) - mit Zulagen und steu­erli­chen Vor­tei­len.

Berlin - Mehr als ein Drittel aller zwei Mil­lio­nen Stu­den­ten in Deutsch­land ist drin­gend auf Neben­jobs ange­wie­sen, um über­haupt stu­die­ren zu können.

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Wie der Jobeinstieg nach der Uni klappt

Berlin/München - Tim Brand aus Berlin schuftete häufig bis tief in die Nacht hinein und übernahm alle Aufgaben eines fest angestellten Mitarbeiters. Trotzdem wurde dem Politikwissenschaftler keine feste Stelle angeboten.

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Auch Nebenjobs bringen Erfahrung und Geld. (Bild: Jens Schierenbeck/dpa/gms)

Aus der Suche nach Arbeitskontakten wurde eine Odyssee von Praktika durch verschiedene Unternehmen in seinem gewünschten Berufsfeld, der PR- und Öffentlichkeitsarbeit. „Viele Unternehmen wollen nur billige Arbeitskräfte haben, die bestens ausgebildet sind und die neuesten Sachen drauf haben”, sagt der 32-jährige Brand, der schon während seines Studiums in Bayern mehrere Praktika absolviert hatte. „Dann pressen sie einen wie eine Zitrone aus und schmeißen sie weg.” So wie Brand geht es vielen Akademikern nach dem Studium.

Laut Bernhard Hohn von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Bonn ist aus der Beratung in den Arbeitsagenturen bekannt, dass heute immer häufiger Praktikanten Arbeiten erledigen, für die vor wenigen Jahren noch feste Arbeitsplätze vorgehalten wurden. Verantwortlich sei ein gestiegener Kosten- und Konkurrenzdruck. Harro Honolka vom Institut Student und Arbeitsmarkt der Universität München rät Absolventen daher, die Entscheidung für ein Praktikum gut abzuwägen.

Schon während des Studiums hätten die meisten bereits Praktika absolviert, „im Schnitt mehr als drei”, sagt Honolka. Der Experte weist außerdem darauf hin, dass es bei Arbeitgebern auf Unverständnis stößt, wenn zu viele Praktika im Lebenslauf stehen. Dennoch machen viele Absolventen den Fehler, sich von einem Praktikum zum anderen zu hangeln, „etwa aus Angst vor Lücken im Lebenslauf”, sagt Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie in Berlin, „weil ihnen noch Qualifikationen für eine Festanstellung fehlen”.

Gemessen an der Qualifikation der Absolventen sind viele Praktika laut Hesse sehr schlecht bezahlt. In der Regel erhielten die Praktikanten zwischen 400 und 600 Euro für eine 40-Stunden-Woche. Meistens werde aber gar keine Vergütung geboten, ist die Erfahrung von Tim Brand. Gerade Absolventen der Geisteswissenschaften müssten ihren Berufseinstieg über das Ableisten von Praktika organisieren, sagt Kolja Briedis vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover. Der Arbeitsmarktforscher warnt Hochschulabsolventen davor, sich vorschnell auf einen Berufseinstieg über Praktika einzulassen.

Ein Aufbaustudiengang kann oft mehr helfen als vier Praktika. „Ich muss das sammeln, was mir noch fehlt. Ein Kurs in Wirtschaftslehre kann mir mehr nutzen als noch ein Praktikum”, sagt Briedies. Ebenso kommen fachnahe Tätigkeiten mit Jobcharakter in Frage. Dazu gehören niedriger qualifizierte Halbzeitstellen oder Nebenjobs.

Der Vorteil dieser Tätigkeiten: „Ich werde bezahlt, es ist eine Arbeit, die der gewünschten Beschäftigung ähnelt, und ich bin stärker in den Arbeitsalltag des Unternehmens eingebunden. Das sieht auch im Lebenslauf gleich ganz anders aus”, so Briedis. Laut Harro Honolka kommen auch Tätigkeiten über Zeitarbeitsfirmen in Frage. Solche Jobs böten Arbeitserfahrung und würden gleichzeitig angemessen bezahlt.

Bei der Auswahl des Arbeitgebers empfehlen die Experten kleine und mittelgroße Unternehmen. „Die stellen nur Praktikanten ein, wenn sie wirklich jemanden brauchen”, sagt Honolka. Firmenprofil und -kultur sollten zu dem passen, was der Bewerber sucht. Beim Bewerbungsgespräch ist Offenheit erlaubt. „Sagen Sie ganz klar, dass Sie einen beruflichen Einstieg suchen”, sagt Honolka.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/11/service/berufbildung/t/rzo129518.html
Montag, 21. Februar 2005, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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