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Sonntag, 15. Dez. 19
RZ-Akademie

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Hamburg - Eine Schwarze Liste mit den Namen von mehr als 90 unse­riö­sen Anbie­tern von Neben­ver­diens­ten hat die Ver­brau­cher­zen­trale Hamburg online unter www.vz­hh.de bereit­gestellt.

Bie­lefeld - Über den deutsch­land­wei­ten „Girls' Day” am 28. April können sich Mädchen jetzt im Inter­net unter www.­girls-day.de infor­mie­ren.

Leipzig - Best­sel­ler schrei­ben ist ein erlern­bares Hand­werk. Davon ist Josef Has­lin­ger, Direk­tor des Deut­schen Lite­ratur­insti­tutes und „Opern­ball”-Autor, über­zeugt.

Hamburg - Das Siech­tum alter und kranker Men­schen setzt Alten­pfle­gerin­nen am meisten unter Stress. Das erläu­tert die Berufs­genos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW) in Ham­burg. Für 91…

Köln - Trotz erschwer­ter Bedin­gun­gen hält das Inter­esse an der Grün­dung von Ich-AGs an. Allein im Januar dieses Jahres gingen mehr als 29 000 Arbeits­lose den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit mit staat­licher…

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Lernen im modernen Dienstleistungsbetrieb

Offenbach - Bewegung, Musik und Kunst stehen ganz oben auf den Stundenplänen.

Schwache und begabte Schüler werden unterschiedlich gefördert und die Schulleitung fungiert als Vorstand eines selbstständigen Dienstleistungsunternehmens.

So möchte sich die Offenbacher Leibnizschule in fünf Jahren präsentieren können. Denn nur dann darf sie sich Club-of-Rome-Schule (CoR-Schule) nennen.

Das Gymnasium mit seinen 1220 Schülern und 83 Lehrern ist eine von vier Schulen in Hessen, die an dem Pilotprojekt des Club of Rome Deutschland teilnehmen. Bundesweit hat der Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Wirtschaftsführern, Politikern und Kulturschaffenden 20 Schulen in sein Programm aufgenommen.

„Der Club of Rome orientiert sich an dem, was international erfolgreiche Schulen auszeichnet”, sagt der stellvertretende Schulleiter der Leibnizschule, Claus Wirth. Deshalb hat sich die Schule bei dem Projekt vor rund einem Jahr beworben. „Weiterentwickeln müssen wir uns ohnehin. Jetzt haben wir zusätzliche Hilfe durch kompetente Ideengeber.”

Im Konzept des Club of Rome heißt es: „Schule sollte sich als Schule in der Region und als Schule in der Welt zugleich begreifen.” In diesem Punkt hat die Leibnizschule bereits einiges an Vorarbeit geleistet, wie Wirth betont. „Unsere Schüler konnten im Februar erstmals europäisch anerkannte Sprachzertifikate in Englisch und Französisch erwerben.” Fast die Hälfte der Schüler der Jahrgangsstufe 11, die Französisch als zweite Fremdsprache lernen, hätten das neue Angebot wahr genommen. Die Englischprüfung habe mehr als jeder dritte Schüler der Klassen 10 mit Englisch als erster Fremdsprache abgelegt.

Als Schule in der Region präsentiert sich das Gymnasium unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen wie Siemens. Bisher konnten interessierte Mädchen und Jungen bei Siemens ein vierwöchiges Praktikum in den Sommerferien absolvieren. In Zukunft sind für Wirth einjährige Praktika in verschiedenen Unternehmen denkbar. „Die Schüler könnten für einen Tag in der Woche ins Unternehmen gehen und den Arbeitsalltag kennen lernen.”

Auch für die Lehrer soll sich nach dem Konzept des Club of Rome einiges ändern: „Wir wollen mehr Mitbestimmung bei der Auswahl unseres Personals.” Bisher seien die Lehrer in erster Linie nach Examensnoten eingestellt worden. „Das sind aber nicht unbedingt die Menschen, die am besten zu unserer Schule passen.” Selbstständigkeit strebt die Leibnizschule außerdem in Hinblick auf ihr Budget an. „Wir wissen am besten, in welchen Bereichen Geld benötigt wird”, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Wie sich die Schule in den nächsten fünf Jahren genau entwickelt, entscheidet aber weder die Schulleitung noch der Club of Rome. „Wir sind gerade mit der Einrichtung einer Steuergruppe beschäftigt”, erläutert Wirth. Diese soll sich aus Schülern, Lehrern und Eltern zusammensetzen. „Dort werden dann alle Ideen kreiert.” Ein Betreuer des Club of Rome steht beratend zur Seite. „Natürlich stehen wir nach wie vor unter der Kontrolle des hessischen Kultusministeriums.” Deshalb müssten alle Entwicklungen, die von der gängigen Praxis in Hessen abweichten, als Schulversuch angemeldet werden. „Das Ministerium entscheidet dann darüber.”

Wirth sieht zuversichtlich in die Zukunft: Es gebe viele Überschneidungen zwischen dem von der Landesregierung geplanten achtjährigen Gymnasium und einer Club-of-Rome-Schule. Bestes Beispiel dafür sei das Konzept der Ganztagsschule. „Das wollen wir in den nächsten fünf Jahren unbedingt umsetzen.”

Über ihre zukünftige Entwicklung wollen sich die vier hessischen CoR-Schulen aus Kassel, Wiesbaden, Fulda und Offenbach in dieser Woche bei einem Treffen in Kassel austauschen. Eines ist für Wirth jetzt schon klar: „Die Schulen werden nach fünf Jahren auf keinen Fall wie Zwillinge aussehen.” Die Leibnizschule werde immer eine Schule in der Region Offenbach bleiben.

www.clubofrome.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/11/service/berufbildung/t/rzo133566.html
Dienstag, 08. März 2005, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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