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Samstag, 23. Nov. 19

Han­nover - Das Inter­net wird den herkömm­lichen Tele­fon­anschluss ablö­sen. Auf das Tele­fonie­ren muss deshalb niemand ver­zich­ten: Man weicht schlicht­weg auf den Breit­band­anschluss für das Inter­net aus.

CeBITHan­nover - Die CeBIT hält, was sie ver­sprach: Die Her­stel­ler über­bie­ten sich mit neuen Pro­duk­ten für die digi­tale Unter­hal­tung und locken wieder zehn­tau­sende Besu­cher nach Han­nover.

Berlin - Die 34 Mil­lio­nen deut­schen Inter­net-Nut­zer müssen nach Ansicht des Bun­des­ver­ban­des der Ver­brau­cher­zen­tra­len (vzbv) besser vor Betrü­gereien und Miss­brauch geschützt werden.

Han­nover - Die welt­weit größte Com­puter- und Tech­nik­messe CeBIT (noch bis 16. März) ist keine bierernste Ver­kaufs­ver­anstal­tung. Sie bietet den Besu­cher reich­lich Gele­gen­heit zum Staunen und zum Schmun­zeln.

Kiel - Deutsch­lands oberste Daten­schüt­zer haben bei der von der Bun­des­regie­rung geplan­ten elek­tro­nischen Gesund­heits­karte enge Grenzen für die Nutzung von Pati­enten­daten gefor­dert.

Santa Clara - Der welt­größte Chi­pher­stel­ler Intel Cor­pora­tion hat seine Umsatz­pro­gnose für das lau­fende erste Quartal 2005 ange­sichts einer stär­keren Nach­frage nach oben kor­rigiert .

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Telefonanschluss nicht länger nötig - VoIP vor dem Durchbruch

Hannover - Das Internet wird den herkömmlichen Telefonanschluss ablösen.

Auf das Telefonieren muss deshalb niemand verzichten: Man weicht schlichtweg auf den Breitbandanschluss für das Internet aus.

Dabei macht es für den Nutzer letztlich keinen Unterschied, ob er über das gute alte Telefonnetz oder sozusagen online telefoniert - außer dass er Geld spart. Mit Hilfe von Adaptern lassen sich auch „normale” Telefone für Voice over IP (VoIP) - so heißt das Fernsprechen via Internet - verwenden. Die Neuheiten bei der CeBIT (noch bis 16. März) zeigen: VoIP erlebt gerade seinen Durchbruch.

Angeboten wird VoIP zum Beispiel von den Internetportalen Web.de und freenet.de sowie von den VoIP-Unternehmen sipgate und nikotel. Letztere haben vor kurzem ihre Netze zusammengeschaltet. Dadurch können etwa Kunden von Web.de kostenlos nicht nur mit anderen Web.de-Teilnehmern über VoIP telefonieren, sondern auch mit den Kunden von freenet.de oder nikotel. Allerdings nutzen VoIP-Anwender das Internet-Telefon keineswegs nur, um andere VoIPler anzurufen: „Rund 75 Prozent der Telefonate gehen ins Festnetz”, erklärt Oliver Schwartz, Marketing-Manager bei Web.de in Karlsruhe.

Der Reiz von VoIP liegt in den niedrigen Kosten: Bei Web.de zum Beispiel kostet eine Minute ins Festnetz ab 1 Cent. Das verleitet offenbar zum Vieltelefonieren, denn laut Schwartz dauert ein VoIP-Telefonat überdurchschnittlich lang - mehr als drei Minuten im Schnitt. Bisher war es bei VoIP üblich, dass der Kunde im Voraus ein Guthaben bei seinem Anbieter kaufen muss. Web.de gab auf der CeBIT bekannt, die Online-Telefonate künftig mit der Rechnung für den DSL-Anschluss abrechnen zu wollen.

„Allerdings kann man über Call-by-Call im Festnetz ähnlich billig telefonieren wie mit VoIP”, sagt Gerhard Wenderoth, Geschäftsführer von toplink-plannet in Karlsruhe. Das Unternehmen stellt Infrastruktur für VoIP-Anbieter zur Verfügung. Daran, dass sich VoIP durchsetzen und das herkömmliche Telefonnetz ersetzen wird, hat Wenderoth keinen Zweifel. Am Ende werde das Telefonieren durch den harten Wettbewerb tatsächlich günstiger sein als bisher.

Dafür, dass der Anwender sein vorhandenes Festnetztelefon auch für VoIP verwenden kann, ohne einen PC nutzen zu müssen, sorgen Adapter. Netgear zum Beispiel zeigt in Hannover mit dem Gerät TA612V eine Kombination aus Internet-Telefonadapter und Router. Der kleine Kasten besitzt unter anderem zwei so genannte RJ11-Buchsen für den Anschluss eines herkömmlichen Telefons. Ähnliche Lösungen präsentieren auch andere Hersteller auf der CeBIT: AVM mit der Fritz!Box Fon zum Beispiel oder Siemens in Form des Gigaset SX541 WLAN dsl.

Damit sich VoIP durchsetzen kann, ist es wichtig, dass potenzielle Anwender verstehen, dass VoIP nicht nur etwas für „Freaks” ist oder etwas, das nur von Computerexperten genutzt werden kann, so Schwartz von Web.de. Noch wichtiger ist eine Trennung von DSL- und Festnetz-Telefonanschluss: Solange die VoIP-Nutzer auch noch die Grundgebühr für einen Festnetzanschluss zahlen müssen, den sie eigentlich nicht mehr benötigen, ist der Anreiz für die meisten zu gering, um auf VoIP umzusteigen.

Experten wie Wenderoth gehen jedoch davon aus, dass die Regulierungsbehörde eine Entscheidung zugunsten von VoIP treffen wird. Wann dies genau der Fall sein wird, lasse sich aber noch nicht sagen. Die Deutsche Telekom nimmt die Konkurrenz ernst: Die Telekom-Tochter T-Online präsentiert auf der CeBIT bereits ein eigenes VoIP-Angebot.

Geht es nach freenet.de und E-Plus, benötigt der Verbraucher gar kein stationäres Telefon mehr: Das Online-Portal und der Mobilfunkanbieter bieten gemeinsam ein Paket an. Mit dem Handy von E-Plus telefoniert der Kunde auswärts zu Mobilfunk-Tarifen, daheim über freenet.de beziehungsweise über VoIP.

Die Technologie wird nicht auf das Telefonieren zu Hause beschränkt sein: „VoIP wird es überall geben”, sagt Werner Pawelczyk von Siemens mobile. Denn überall dort, wo es einen Online-Zugang gibt - also auch in der Reichweite von WLAN-Spots - ist theoretisch auch VoIP möglich - dann eben mit Hilfe des Notebooks. WLAN-Handys gibt es ebenfalls schon. Mit einem VoIP-Anschluss wäre man quasi überall zu erreichen. „Das kann auch im Flugzeug sein”, so Pawelczyk.

VoIP werde das bisherige Netz ersetzen, ist sich Gerhard Wenderoth sicher. Und er geht davon aus, dass die Verbraucher in zwei oder drei Jahren gar nicht mehr über VoIP nachdenken werden, weil es dann die übliche Art und Weise des Fernsprechens sei. „Wir sprechen dann wieder einfach nur vom Telefonieren.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/11/service/computer/t/rzo134653.html
Freitag, 11. März 2005, 17:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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