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Freitag, 11. März 05

Die feine Art?Mel­bourne - Mit Michael Schu­macher ist man nach dem Crash von Mel­bourne hart ins Gericht gegan­gen. „Er wollte nicht, dass dieser Heid­feld im BMW ihn über­holt.

-Mel­bourne - Red Bull ist schon nach einem Rennen flügge. Mit dem vierten Platz von David Coul­thard und dem siebten Rang von Chris­tian Klien beim Großen Preis von Aus­tra­lien feierte der Renn­stall des Öster­rei­chers…

Mel­bourne - Der Grund­stein für eine span­nende For­mel-1 Saison ist gelegt. Mit dem Ita­lie­ner Gian­carlo Fisi­chella gewann einer der Her­aus­for­derer von Michael Schu­macher den Grand-Prix-Auf­takt in Mel­bourne.

Harsche Kritik an Schumi - Fisichella gefeiert

Melbourne - Mit Michael Schumacher ist man nach dem Crash von Melbourne hart ins Gericht gegangen. „Er wollte nicht, dass dieser Heidfeld im BMW ihn überholt.

Die feine Art?

Michael Schumacher nach seinem Ausfall in Melbourne.

Auf fairem Weg konnte er es aber nicht mehr verhindern, deswegen hat er gefoult”, schrieb der frühere Formel-1-Rennfahrer Hans-Joachim Stuck in der „Bild”.

Christian Danner, 36facher Grand-Prix-Teilnehmer und RTL-Experte, schob dem siebenmaligen Weltmeister ebenfalls die Schuld für den Unfall mit Nick Heidfeld in die Schuhe: „Michael hat Nick auflaufen lassen, ihn eingeengt. Das macht man nicht.”

Der Schweizer Marc Surer, der in 82 Rennen am Steuer eines Formel- 1-Wagens saß und nun für den Fernsehsender „Premiere” das Geschehen auf der Rennstrecke kommentiert, sah es ähnlich: „Michael hat sich nicht ganz korrekt verhalten.” Schumacher selbst schloss sich der Ansicht der Renn-Kommissare („Das war ein normaler Rennunfall”) an. „Das kann man absolut so sehen”, teilte der 36- Jährige am Tag nach seinem unfallbedingten Ausscheiden beim Großen Preis von Australien auf seiner Homepage (www.Michael-Schumacher.de) mit.

Wenigstens von Ex-Weltmeister Niki Lauda gab es etwas Unterstützung für diese Sichtweise: „Schuld daran hat Niemand. Aber vielleicht hat Michael ein bisschen mehr Anteil an der Kollision.” In Großbritannien kommentierte der „Daily Mail” die Schuldfrage so: „Es war Schumachers Fehler, auch wenn er das niemals zugeben würde.”

Im Ferrari-Land wurde Bruchpilot Schumacher dagegen kaum beachtet, die Italiener feierten ihren neuen Helden Fisichella. „Giancarlo verkleidet sich als Schumacher”, schrieb die Zeitung „L'Unita” nach dem Sieg des Renault-Piloten. Die „La Gazzetta dello Sport” dankte Schumachers brasilianischem Teamkollegen: „Barrichello rettet als Zweiter Ferrari.”

Frankreich umjubelte das Sieger-Team. „Renault zeigt den Weg in die neue Saison”, stellte „Libération” fest. „Die Formel-1 gewinnt wieder an Farbe”, meinte „Le Parisien”. In Spanien wurde der dritte Platz von Fernando Alonso im zweiten Renault hinter Fisichella und Barrichello beim ersten Saisonrennen sowie die neue Hackordnung in der Formel 1 begrüßt: „Renault wirft den Italienern den Fehdehandschuh hin”, meinte „El País”. „Nun hat Ferrari in Renault einen echten Herausforderer”, glaubt „ABC”.

„Das Ergebnis hat unsere Voraussage bestätigt, dass es eine sehr, sehr enge Weltmeisterschaft wird”, stellte Ferrari-Generaldirektor Jean Todt fest. Der neue F2005 wird derzeit in Europa getestet. Bei den nächsten Überseerennen in Malaysia (20. März) und Bahrain (3. April) kommt noch einmal das Vorjahresmodell F2004 M zum Einsatz. Frühestens in Imola am 24. April, aber spätestens am 8. Mai in Barcelona soll der F2005 sein Debüt geben. „Das Rubens vom elften auf den zweiten Platz fahren konnte, zeigt, dass unser Vorjahresmodell konkurrenzfähig war. Ich hatte mich auf weniger Konkurrenzfähigkeit unsererseits eingestellt”, bemühte Schumacher das Prinzip Hoffnung, ehe er sich genau wie Heidfeld in den Kurzurlaub verabschiedete. Bruder Ralf testet in dieser Woche seinen Toyota in Jerez.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/11/sport/formel1/t/rzo133365.html
Montag, 07. März 2005, 14:15 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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