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Freitag, 11. März 05

Die feine Art?Mel­bourne - Mit Michael Schu­macher ist man nach dem Crash von Mel­bourne hart ins Gericht gegan­gen. „Er wollte nicht, dass dieser Heid­feld im BMW ihn über­holt.

-Mel­bourne - Red Bull ist schon nach einem Rennen flügge. Mit dem vierten Platz von David Coul­thard und dem siebten Rang von Chris­tian Klien beim Großen Preis von Aus­tra­lien feierte der Renn­stall des Öster­rei­chers…

Mel­bourne - Der Grund­stein für eine span­nende For­mel-1 Saison ist gelegt. Mit dem Ita­lie­ner Gian­carlo Fisi­chella gewann einer der Her­aus­for­derer von Michael Schu­macher den Grand-Prix-Auf­takt in Mel­bourne.

Lustig und schnell: Red Bull ist schon flügge

Melbourne - Red Bull ist schon nach einem Rennen flügge. Mit dem vierten Platz von David Coulthard und dem siebten Rang von Christian Klien beim Großen Preis von Australien feierte der Rennstall des Österreichers Dietrich Mateschitz einen bewerkenswerten Formel-1-Einstand.

Auferstanden aus Ruinen

Vitantonio Liuzzi, David Coulthard und Christian Klien verleihen ihren Rennautos Flügel.

„Es war ein unglaubliches Rennen für das Team. Das gibt uns eine großartige Basis für die Zukunft”, jubelte der englische Teamchef Christian Horner in Melbourne. Für Weltmeister Michael Schumacher war „Red Bull keine Überraschung. Sie waren schon in den Wintertests stark.”

Erst im November hatte Mateschitz den Jaguar-Rennstall für angeblich eine Million Dollar gekauft. In der Formel 1 war er mit seinem Energie-Drink (Werbespruch: „Red Bull verleiht Flügel”) schon seit längerem als Sponsor präsent. Sein Aufstieg zum Multi-Millionär begann der ehemalige Blendax-Manager vor 20 Jahren, als er in Thailand auf ein Getränk stieß, das er in knalligen Dosen abfüllen ließ.

Ein eigener Rennstall passt in die Marketingstrategie des 60- Jährigen. „Nicht nur Energie, Kraft und Ausdauer, sondern auch witzig, geistreich und sympathisch” soll laut Mateschitz das Image von Red Bull sein. 15 Prozent des Umsatzes fließen in Extremsportarten wie Drachenfliegen über den Ärmelkanal, Kunstflug, Wellenreiten und seit Jahren auch in den Motorsport.„Mit Red Bull wird ein Teil Spaß in die Formel 1 zurückkehren. Ich hoffe, das wird den Zuschauern gefallen”, meint Christian Horner, der mit seinen 31 Jahren der jüngste Formel-1-Teamchef ist.

In der Formel 1 führte sich Red Bull mit einer Party ein, „wie sie Melbourne schon lange nicht mehr erlebt hat”, schrieb die australische Zeitung „Herald Sun”. In einer ehemaligen Lagerhalle fand vor dem Grand Prix ein rauschendes Fest statt, das Stars und Sternchen anlockte und angeblich 800 000 Euro gekostet haben soll. Die Popsängerin Pink wurde eingeflogen, sang drei Lieder und war um 300 000 Euro reicher.

Dass die „rasenden Dosen” durchaus ernst zu nehmende Konkurrenten sind, bewiesen sie beim Rennen. Vor allem für den Schotten Coulthard war der vierte Platz eine kleine Genugtuung. Nach seinem Abschied bei McLaren-Mercedes stand der 33-Jährige lange Zeit ohne Team da. Jetzt soll „Onkel David”, wie er von seinen jungen Teamkollegen Klien (22) aus Österreich und Vitantonio Liuzzi (23) aus Italien manchmal genannt wird, dem Rennstall Starthilfe geben. Dem Red-Bull-Image gemäß lief der als Gentleman geltende Pilot mit Drei-Tage-Bart durch das Fahrerlager und verbreitete den Charme eines Rebellen.

Mateschitz, der das Management seines Unternehmens delegiert hat, scheut den großen Auftritt in der von Selbstdarstellern überbevölkerten Formel 1 (Mateschitz: „An der Boxenmauer? Was soll ich dort?”). Er hatte das Rennen fern von Australien im Fernsehen gesehen und seinem Team telefonisch gratuliert.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/11/sport/formel1/t/rzo133332.html
Montag, 07. März 2005, 12:41 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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