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Mittwoch, 23. März 05

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NenaHamburg - Nach nur einer Woche auf Platz zwei hat Nena mit „Liebe ist” wieder die Spitze der deut­schen Sin­gle-Charts erobert. Sie ver­drängte Sarah Connor mit ihrem Song „From Zero To Hero” auf den zweiten Rang.

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Rio de Janeiro - Pop-Star Lenny Kravitz hat mit einer Show am Strand von Copa­cabana in Bra­silien trotz Regens 150 000 Men­schen begeis­tert. „Der US-Sän­ger brachte die Menge zwei Stunden lang ins Tau­meln”…

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Han­nover - Um 17 Uhr wurden die Fans hek­tisch. Bei der „Bravo Supers­how” in Han­nover hätte zu diesem Zeit­punkt der ame­rika­nische Rap-Star 50 Cent über den roten Teppich vor der Halle laufen sollen…

Pop und Politik von Allround-Musiker Moby

Berlin - Rock, Pop, Techno und auch Politik: Vor 550 Fans hat der US-Sänger Moby sein neues Album „Hotel” präsentiert und zwischendurch den amerikanischen Präsidenten aufs Korn genommen.

US-Popstar Moby

Der US-amerikanische Sänger und Musiker Richard Hall alias Moby.

Musikalisch zeigte er sich vielseitig: Der 39-Jährige wechselte auf der Bühne der Berliner „Universal Hall” zwischen den Stilen. Während die neuen Songs zur Kategorie „eingängige Popmusik” zählen, erinnerte der New Yorker mit älteren Stücken an seine Wurzeln als Techno-DJ: Während die Bässe wummerten, hüpfte der sonst eher ruhig und schüchtern agierende Sänger auf der Bühne und hob immer wieder die Hände in die Höhe.

Unauffällige Jeans, ein schwarzes Schlabber-T-Shirt, eine Gitarre, aber ohne die überdimensionale Brille vom Cover seines neuen Albums - so kommt der Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist auf die Bühne in Berlin, und so verlässt er sie nach 90 Minuten wieder. Auf ein hippes Outfit oder Show-Effekte verzichtet Moby. Stattdessen überrascht er das Publikum mit kleinen deutschen Ansagen - „Wie geht's?”, „Einen Moment bitte” und „Ich bin ein Veganer”. Den meisten Beifall des Abends erhält Moby, als er bekennt: „95 Prozent der New Yorker haben John Kerry gewählt und nicht Bush!”

Unter anderem mit REM und Bruce Springsteen hatte sich der Künstler im US-Präsidentschaftswahlkampf für den Demokraten Kerry eingesetzt. „Bush reduziert komplizierte Weltpolitik auf simples Gut und Böse - und Millionen applaudieren”, argumentiert er. Seit Jahren mischt sich der Musiker immer wieder politisch ein: Mit den Rappern von Public Enemy sang er gegen den Irak-Krieg, in seinem aktuellen Chartstürmer „Lift me up” wettert er gegen den Fundamentalismus. Auch seine Landsleute bekommen ihr Fett weg: „Amerikaner sind leider sehr dumm”, sagte der 39-Jährige unlängst der Zeitschrift „Brigitte Young Miss”. „Sie sind fette Comicfiguren, die Fast Food essen, idiotische Fernsehserien sehen und Waffen tragen.”

Im Gegensatz zu diesen harten Worten stehen die seichten, poppigen und teils ätherischen Klänge auf dem Album „Hotel”. Der Sample-Meister singt durchgängig selbst, oder er gibt der souligen Stimme seiner Sängerin Laura Dawn Raum. Die neuen Songs des Plattenmillionärs, der seit 14 Jahren auf der Bühne steht, erinnern an die späten 70er und frühen 80er Jahre. Als Jugendlicher sei er besessen gewesen von der Musik von New Order, Joy Division und David Bowie, erzählt er.

Auch zu einem weltbekannten Literaten hat der Popstar eine enge Beziehung: Hermann Melville, Autor des Abenteuerromans „Moby Dick”, war sein Ur-Ur-Großonkel. So bekam er bereits als Kind den Spitznamen Moby verpasst.

Sein neuntes Album hat der New Yorker bereits in London, Glasgow, Paris und jetzt in Berlin vorgestellt. Im Mai wird er auf Deutschland-Tour sein. Dann muss sich der Sänger wieder mit deutschen Kopfkissen in den Hotels quälen. „Ich bin gern in Deutschland, ein progressives Land, aber Eure Kopfkissen sind zu dünn”, beklagte er vor Journalisten in Berlin.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/magazin/musik/t/rzo136735.html
Samstag, 19. März 2005, 16:12 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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