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Mittwoch, 23. März 05

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NenaHamburg - Nach nur einer Woche auf Platz zwei hat Nena mit „Liebe ist” wieder die Spitze der deut­schen Sin­gle-Charts erobert. Sie ver­drängte Sarah Connor mit ihrem Song „From Zero To Hero” auf den zweiten Rang.

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Han­nover - Um 17 Uhr wurden die Fans hek­tisch. Bei der „Bravo Supers­how” in Han­nover hätte zu diesem Zeit­punkt der ame­rika­nische Rap-Star 50 Cent über den roten Teppich vor der Halle laufen sollen…

Superstars bei Mandelas Aids-Benefizkonzert

Fancourt/Johannesburg - Mit einem flammenden Appell hat die frühere Eurythmics-Sängerin Annie Lennox dem Aids-Benefizkonzert „46664 Südafrika” ihren Stempel aufgedrückt.

Aids-Benefizkonzert in Südafrika

Nelson Mandela (l), seine Frau Graca Machel (m) und Will Smith beim Benefizkonzert.

„Wir befinden uns in einem Krieg, doch diese Nation schläft”, kritisierte sie mit Hinweis auf die immer heftiger um sich greifende Aids- Epidemie im Kap-Staat.

Bis zu zwölf Millionen Südafrikaner würden wahrscheinlich den Aids-Virus in sich tragen, ohne es überhaupt zu wissen. Aids sei ein vermeidbarer Völkermord, werde aber von den Verantwortlichen ignoriert. An die Adresse der Politiker setzte sie nach: „Ihr hört nicht zu, ihr tut nichts - ich bin so wütend!”

Die britische Hitparaden-Stürmerin Katie Melua gestand später: „Annie Lennox' Rede war so eindrucksvoll, dass ich Tränen in den Augen hatte.” Melua hatte zuvor mal mit Blues, mal melancholisch die 24 000 Zuhörer auf dem Fancourt-Golfanwesen von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner begeistert. „Das dürfte einer meiner besten Auftritte gewesen sein, seit ich in der Musikbranche bin„, gestand die 20- Jährige, und meinte: „Es gibt meiner Arbeit eine Bedeutung”. Die in Georgien geborene Sängerin mit der wilden Lockenpracht hatte für den Höhepunkt des Abends eigens zwei ihrer Verwandten einfliegen lassen.

Der Höhepunkt bestand aus dem mit Spannung erwarteten Auftritt der Kultgruppe Queen mit ihrem neuen Sänger Paul Rodgers. Er hatte auch zahlreiche Fans aus Übersee die lange Reise an Südafrikas Garten- Route antreten lassen. Ausdrucksstark, stimmgewaltig und mit Charme kam Rodgers als Nachfolger des 1991 an Aids gestorbenen legendären Queen-Mitbegründers Freddy Mercury spürbar an. Mandela widmete die Band ihren Song „It's not true” (Es stimmt nicht) - ein nachdenkliches Lied über die Aids-Problematik, die das Leitmotiv der Veranstaltung war.

Zahlreiche Künstler wie Brad Pitt oder Peter Gabriel riefen in Video-Botschaften zu größerer Eigenverantwortung beim Kampf gegen Aids, aber auch besserer Zugänglichkeit der lebensverlängernden Medikamente in der Dritten Welt auf. Diesen Appell unterstützten auch Musiker wie India Arie oder Publikumsliebling Will Smith. Der Hollywood-Star rappte in einem schwarzen T-Shirt mit Nelson Mandelas einstiger Häftlingsnummer 46664 seinen jüngsten Song „Switch”, bevor er dem Publikum zurief: „Ich bin heute Nacht hier, um einen alten Mann zu unterstützen.” Der „alte Mann” - Südafrikas erster schwarzer Präsident Nelson Mandela - kam nach dem beeindruckenden Zeugnis einer örtlichen Aids-Kranken am Arm seiner Frau Graca auf die Bühne.

Gebrechlich, aber auch vom Alter sichtlich ungebeugt, forderte er dazu auf, Frauen als den von der Aids-Epidemie am meisten betroffenen Opfern zu helfen. „Diese Epidemie trägt das Antlitz der Frau. Heute abend rufe ich dazu auf: Gebt Afrikas Frauen eine Stimme!” Sie müsse gehört werden in Machtzentren und Wohnstuben, auf den Farmen und in Fabriken. Es müsse eine Wende eintreten, bei der jeder mithelfen müsse. Es gelte, die Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau offen und ehrlich zu hinterfragen. „Wir halten die Zukunft unseres Landes in Händen. Lasst uns die universelle Sprache der Musik nutzen, um unsere Botschaft in die Welt auszusenden”, forderte der 86-Jährige, der vor kurzem selbst einen Sohn durch Aids verlor.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/magazin/musik/t/rzo136892.html
Sonntag, 20. März 2005, 12:30 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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