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Freitag, 3. Apr. 20

-Düs­sel­dorf - Schüler und Stu­den­ten sollten vor einem län­geren Aus­lands­auf­ent­halt eine Impfung gegen Hirn­haut­ent­zün­dung in Erwä­gung ziehen. Das emp­fiehlt das Centrum für Rei­seme­dizin (CRM) in Düs­sel­dorf.

-Berlin - Asien-Rei­sen sind mit beson­deren Gefah­ren für die Gesund­heit ver­knüpft. Es sind dabei kei­nes­wegs nur so seltene Kata­stro­phen wie der Tsunami am Zweiten Weih­nachts­tag, die Leib und Leben bedro­hen…

Berlin - Bei Fragen rund um die Gesund­heit am Feri­enort können sich Urlau­ber jetzt an einen neuen Aus­kunfts­dienst wenden. Die „Hot­line Gesun­des Reisen” wurde auf der Inter­natio­nalen Tou­ris­mus-Börse in Berlin…

Erfurt - Zecken und damit von ihnen über­tra­gene Krank­hei­ten breiten sich nach Exper­ten­mei­nung in Europa weiter aus. Das bestätigte der Leiter des Natio­nalen Refe­renz­labors für durch Zecken über­tra­gene Krank­hei­ten…

Hamburg - Das Rei­seme­dizi­nische Zentrum am Ham­bur­ger Tro­pen­insti­tut hat die Mala­ria­war­nung für die Domi­nika­nische Repu­blik zurück­gestuft. In den ver­gan­genen Wochen seien keine wei­teren Mala­riafälle unter Rei­sen­den…

Düs­sel­dorf - Vor dem Start in die Cam­ping­ferien sollten sich Urlau­ber über das Risiko von Zecken­bis­sen infor­mie­ren. Dies teilte das Cen­trums für Rei­seme­dizin (CRM) in Düs­sel­dorf mit.

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Gesundheitsrisiken in Asien oft unterschätzt

Berlin - Asien-Reisen sind mit besonderen Gefahren für die Gesundheit verknüpft.

Asien

Touristen stehen mit ihren Surfbrettern am Strand von Kuta Beach auf Bali.

Es sind dabei keineswegs nur so seltene Katastrophen wie der Tsunami am Zweiten Weihnachtstag, die Leib und Leben bedrohen, sondern oft auch Kleinigkeiten wie Mückenstiche.

An Malaria und Dengue-Fieber denken jedoch viele Menschen nicht, wenn sie den Koffer für eine Fernostreise packen, ist die Erfahrung von Medizinern. Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin riefen Experten deshalb dazu auf, vor jeder Asien-Reise einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt aufzusuchen.

Am besten wäre es, sechs Wochen vor Reisebeginn zur Sprechstunde zu kommen, empfiehlt Tomas Jelinek, stellvertretender Leiter des Instituts für Tropenmedizin in Berlin. „Aber auch eine Woche oder einen Tag vorher kann man noch was tun. Es muss ja nicht immer ein Riesen-Impfprogramm sein.” Vielmehr gehe es oft darum, Informationen über das richtige Verhalten am Urlaubsort zu vermitteln, etwa zum Mückenschutz. Der Rat, einen Reisemediziner zu befragen, gelte auch für asiatische Länder in klimatisch eher gemäßigten Zonen wie Japan: „Dort gibt es die Japanische Enzephalitis, gegen die man sich aber impfen lassen kann. Das macht schon Sinn, wenn man länger dort ist.”

Besonders warnt Jelinek vor dem Dengue-Fieber, von dem allein in Asien jährlich 20 Millionen Menschen befallen werden. Derzeit gebe es etwa in bestimmten Regionen Malaysias einen Ausbruch. Auch die Zahl der nach Deutschland eingeführten Fälle nehme zu, weil sich Touristen anstecken. Weltweit fordere Dengue 250 000 Tote pro Jahr. Übertragen wird das Fieber durch Mücken, vor denen es sich zu schützen gilt.

Asien-Reisenden sind solche Gefahren aber häufig nicht bekannt. Weil viele Regionen dort inzwischen klassische Touristenziele sind, glaubten viele Menschen, das Reisen sei ganz problemlos, sagt Ulrich Klinsing aus Frankfurt/Main vom Deutschen Fachverband Reisemedizin. Das sei zum Beispiel bei Südamerika-Urlaubern oft anders, weil denen in der Regel bewusster sei, in welche Weltregion sie fliegen. Zu den Asien-Touristen gehöre außerdem „eine Klientel, die alles Mögliche sucht, aber nicht die Gesundheit”, beobachtet auch Gunther von Laer, der Leiter des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Doch nicht nur Mücken, Viren und Bakterien, sondern auch andere Risiken lauern in Asien auf Urlauber. In Indien zum Beispiel seien speziell junge Rucksackreisende häufig kulturell völlig überfordert, erzählt Kalyan S. Sachdev, Leiter einer Klinik in Neu-Delhi und Vertrauensarzt des Auswärtigen Amtes. „Bei uns werden jedes Jahr 20 bis 30 deutschsprachige Patienten mit akuten Psychosen eingeliefert.” Nicht selten würden Urlauber aus Europa auch bei Verkehrsunfällen verletzt.

Wenn die Behandlung dann in einem Großstadt-Krankenhaus erfolgen kann, ist das gut - „auf dem Lande ist in Indien medizinisch fast nichts vorhanden”, sagt Sachdev. Doch auch in den Metropolen wollen viele kranke Deutsche nur noch eins: so schnell wie möglich nach Hause. Nicht immer aber ist das medizinisch sinnvoll. Um beidem gerecht zu werden, soll nun ein neues Telemedizin-Angebot helfen.

Organisiert wird das so genannte Temos-Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Wahn. Partner sind unter anderem das Centrum für Reisemedizin (CRM) sowie Kliniken in Russland und Lateinamerika. Auch in Ländern wie Griechenland und der Türkei werden derzeit Krankenhäuser gesucht, die sich verpflichten, eine Möglichkeit zu Videokonferenzen mit deutschen Ärzten zu schaffen. Erste Verträge gibt es bereits, sagt Prof. Rupert Gerzer, der Leiter des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin am DLR. Auch die Klinik von Kalyan S. Sachdev ist beteiligt, weitere Krankenhäuser zum Beispiel in Thailand und auf Sri Lanka sollen noch hinzukommen.

„Über die Videoleitung kann man in Echtzeit Daten besprechen und auch dem Patienten von Deutschland aus konkrete Empfehlungen geben”, erläutert Gerzer das Konzept. Das helfe dann schnell, „den panischen Drang des Betroffenen, nach Deutschland zurück zu wollen, abzubauen”. Das Projekt baut auf Telemedizin-Erfahrungen der Bundeswehr auf und wird zum Teil von der European Space Agency (ESA) finanziert.

„Derzeit kostet das den Betroffenen noch nichts”, sagt Gerzer. Nach Ablauf der ESA-Beteiligung in zwei Jahren soll das Temos-Projekt dann Kosten deckend arbeiten. Zwei Reiseversicherungen hätten für ihre Versicherten schon die Übernahme der Telemedizin-Gebühren nach Prüfung des Einzelfalls angekündigt - nicht nur für Asien-Urlauber.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/service/reise/gesundheit/t/rzo135466.html
Dienstag, 15. März 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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