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Donnerstag, 13. Aug. 20

Hamburg - Ham­burg-Besu­cher können im Gewürz­museum der Han­sestadt vom 9. April bis zum 19. Juni eine Aus­stel­lung rund um den Pfeffer sehen. Das teilt das Gewürz­museum „Spi­cy's” in Hamburg mit.

Bremen - Das 600-jäh­rige Beste­hen des Bremer Rat­hau­ses und seines Rats­kel­lers feiert die Han­sestadt in diesem Jahr mit einem Wein­fest. Das teilt die Bremer Tou­ris­tik-Zen­trale mit.

Marne-la-Vallée - Dis­ney­land Paris nimmt am 9. April seinen umge­bau­ten Wel­traum­bereich in Betrieb. Wie der Frei­zeit­park in Marne-la-Vallée in Frank­reich mit­teilt…

Hamburg - Der Früh­ling macht sich in Europa langsam auch bei den Was­ser­tem­pera­turen bemerk­bar. So stiegen die Werte der europäi­schen Gewäs­ser im Ver­gleich zur Vor­woche jeweils um rund ein Grad…

Kitz­bühel - Kitz­bühel lässt die Win­ter­sai­son musi­kalisch aus­klin­gen. Bis zum 3. April sorgen Musik­grup­pen jeweils sams­tags und sonn­tags von 10.00 bis 15.00 Uhr für zusätz­lichen Schwung auf den Pisten…

Blum­berg - Bahn­lieb­haber können vom 1. Mai an wieder mit der so genann­ten Sauschwänzle-Bahn durch den südöst­lichen Schwarz­wald fahren. Das teilt die Tou­rist-Infor­mation Blum­berg mit. Die 24 Kilo­meter lange…

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Wandern soll schöner werden

Berlin - Der Weg ist das Ziel. Jahrzehntelang war dies eine der zentralen Weisheiten beim Bergwandern.

Wandern

Der Rothaarsteig trägt bereits ein "Wandersiegel". (Bild: Rothaar./Ka./dpa/gms)

Inzwischen aber macht sich die Erkenntnis breit: Der Weg beginnt und endet in Ortschaften, und die können für Bergsportler mehr oder weniger attraktiv sein.

Um den aktuellen Wanderboom langfristig zu sichern, müsse in den Alpen einiges unternommen werden, forderten Experten auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

„Die Orte stürzen sich auf die Wanderwege und merken gar nicht, dass die erste Wanderung eines Touristen bei ihnen durchs Dorf führt”, beklagt Sieghard Preis, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichs Wanderdörfer, zu der 45 Urlaubsregionen zählen. Diese Regionen sollen in den kommenden drei Jahren alle auf den Prüfstand. Analysiert wird, wie attraktiv das jeweilige Dorf mit Hotels und Lokalen für Wanderurlauber ist. Ziel sei es, künftig „Räume zu inszenieren und vernetzte Erlebniswelten zu schaffen”, sagt Preis.

Viele Einzelheiten werden unter die Lupe genommen: Beginnen die Wanderwege im Ort oder muss erst lange Auto gefahren werden? Ist das Dorfbild ansprechend? Stehen „Servicepunkte” wie Toiletten und Jausenstationen für die Gäste zur Verfügung? Wie sind die Wanderkarten gezeichnet? „Wir wissen, dass 70 Prozent der Leute keine normalen Karten lesen können. Deshalb ist es gut, wenn man ihnen "Erlebniskarten" mit einem klaren Höhenprofil mitgibt”, erklärt Preis. Wichtig sei, die Bedürfnisse von „Genusswanderern” und Familien in einem Ort ebenso zu bedienen wie die von ambitionierteren Gästen und „sportlichen Gipfelstürmern”.

Ein Ziel der Aktion sei auch eine weitere Standardisierung der Angebote, sagt Eckart Mandler, Geschäftsführer der Firma Alpines Wandermanagement. Der Gast müsse sich in jedem Ort, den er besucht, neu einfinden. Ein Problem sei dabei, dass Wandermöglichkeiten ganz unterschiedlich dargestellt und beschildert werden - das müsse sich ändern. Auch Thomas Urban, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Alpenvereins (DAV), sieht in dieser Frage Handlungsbedarf: „Da läuft etwas aus dem Ruder. Es kann nicht sein, dass ein "schwarzer" Weg in einem Ort leicht und im anderen schwer zu begehen ist.” Hier sei vor allem eine bessere Abstimmung zwischen Alpenvereinen und Tourismusämtern nötig.

Die Orte Ramsau und Mühlen in der Steiermark sowie der Millstätter See in Kärnten haben die Überprüfung schon hinter sich. Vielen Hotels sei gar nicht bewusst gewesen, welche Aufgabe sie als Ausgangspunkt für Wanderungen haben, nennt Sieghard Preis ein Ergebnis.

In Sachen Übernachtungsmöglichkeiten soll sich auch nördlich der österreichischen Grenze einiges tun. Bayern Tourismus, der Deutsche Wanderverband und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband haben das Projekt „Wanderbares Bayern” ins Leben gerufen, das besonders wanderfreundliche Unterkünfte mit einem Qualitätssiegel auszeichnen soll. Erhalten sollen es Betriebe, die zum Beispiel Räume zum Trocknen von Wanderkleidung, gutes Kartenmaterial und spezielle Wanderermahlzeiten bereithalten. Auch Ortskenntnisse der Mitarbeiter werden bewertet.

„Wir haben bereits 50 Anträge, im April soll das Siegel erstmals verliehen werden”, sagt Anna-Maria Muck von Bayern Marketing. Bis zum Jahresende 2005 soll „Wanderbares Bayern” rund 250 Partner haben. Das Projekt gilt als Vorbild für ganz Deutschland.

Auch der Trend zum Nordic Walking trägt dazu bei, dass das Wandern wieder so populär ist. In Bayern etwa „schießen Nordic-Walking-Parks wie Schwammerl aus dem Boden”, sagt Muck. Laut einer Übersicht der Zeitschrift „Nordic Fitness” gibt es in ganz Deutschland schon 102 solcher Einrichtungen.

Doch auch im Hochgebirge ist der Wanderboom nicht zu übersehen. Der Deutsche Alpenverein zählte in seinen 332 Hütten in den Ostalpen im Jahr 2004 rund 900 000 Übernachtungsgäste. Das seien zwar weniger als im „Supersommer” 2003 gewesen, aber rund 100 000 mehr als in den normalen Jahren davor. „Der Trend geht eindeutig auch zu Wanderungen von Hütte zu Hütte und zu Touren mit besonders schönen Aussichten auf die Bergwelt”, beobachtet DAV-Breitensport-Experte Wolfgang Wagner.

Der DAV weist gerne auf die Qualitätsverbesserungen in den Hütten hin. Zugleich macht sich der Verein aber auch langsam Sorgen um die Qualität der Bergpfade. Der Verein selbst investiere pro Jahr zwei Millionen Euro in das vom DAV betreute 40 000 Kilometer lange Wegenetz. Öffentliche Zuschüsse dafür gebe es zum Beispiel in Bayern keine mehr, klagt Thomas Urban. Es stelle sich die Frage, ob ein Teil der DAV-Wegeunterhaltung in den Ostalpen aufgegeben werden müsse.

Und so ist doch auch der Weg selbst immer noch ein wichtiges Thema. Auch laut Sieghard Preis von Österreichs Wanderdörfern bleibt hier eine Menge zu tun: Neben der Frage, ob Aussichts- und andere Erlebnispunkte unterwegs richtig platziert sind, gehe es darum, so genannte Themenwanderwege in den Bergen nicht um ihrer selbst willen anzulegen. „Jeder eröffnet im Moment solche Themenwege. Aber das macht nur Sinn, wenn es keine Allerweltsthemen sind. Sie sollten die Geschichte der Region erzählen, kurz und für Familien geeignet sein.” Das aber sei nicht immer der Fall: „Die Orte stellen einfach nur die Schilder auf und glauben dann, das reiche”, bemängelt der Experte.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/service/reise/t/rzo135457.html
Dienstag, 15. März 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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