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Donnerstag, 27. Feb. 20

Hamburg - Ham­burg-Besu­cher können im Gewürz­museum der Han­sestadt vom 9. April bis zum 19. Juni eine Aus­stel­lung rund um den Pfeffer sehen. Das teilt das Gewürz­museum „Spi­cy's” in Hamburg mit.

Bremen - Das 600-jäh­rige Beste­hen des Bremer Rat­hau­ses und seines Rats­kel­lers feiert die Han­sestadt in diesem Jahr mit einem Wein­fest. Das teilt die Bremer Tou­ris­tik-Zen­trale mit.

Marne-la-Vallée - Dis­ney­land Paris nimmt am 9. April seinen umge­bau­ten Wel­traum­bereich in Betrieb. Wie der Frei­zeit­park in Marne-la-Vallée in Frank­reich mit­teilt…

Hamburg - Der Früh­ling macht sich in Europa langsam auch bei den Was­ser­tem­pera­turen bemerk­bar. So stiegen die Werte der europäi­schen Gewäs­ser im Ver­gleich zur Vor­woche jeweils um rund ein Grad…

Kitz­bühel - Kitz­bühel lässt die Win­ter­sai­son musi­kalisch aus­klin­gen. Bis zum 3. April sorgen Musik­grup­pen jeweils sams­tags und sonn­tags von 10.00 bis 15.00 Uhr für zusätz­lichen Schwung auf den Pisten…

Blum­berg - Bahn­lieb­haber können vom 1. Mai an wieder mit der so genann­ten Sauschwänzle-Bahn durch den südöst­lichen Schwarz­wald fahren. Das teilt die Tou­rist-Infor­mation Blum­berg mit. Die 24 Kilo­meter lange…

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In Deutschland boomt der Städtetourismus

Berlin - Tourismusforschung erinnert an das berühmte Lesen im Kaffeesatz. Sie erkennt Trends und gesellschaftliche Strömungen, wo es dem einzelnen nur um ein paar schöne Tage fern des Alltags geht.

Berlin

Treffpunkt Prenzlberg: Beliebteste Reiseziel war Berlin. (Bild: BTI.de/dpa/gms)

Doch eine Entwicklung der vergangenen Jahre zeichnet sich zu deutlich ab, um ernsthaft in Zweifel gezogen zu werden: der Boom der Städtereisen. Er hat 2004 noch deutlich an Fahrt gewonnen, wie sich auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin zeigte.

„Deutsche Großstädte präsentieren sich als Impulsgeber für den Inlandstourismus”, verkündet zum Beispiel die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) unter Hinweis auf weit überdurchschnittliche Zuwachsraten. Nach der aktuellen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R) denken 31 Prozent der Deutschen daran, in den nächsten drei Jahren eine Städtereise zu unternehmen. Im Jahr zuvor lag der Wert noch drei Prozentpunkte niedriger.

Damit zeigt sich, dass die Urlaubsform der Städtereise unter der wirtschaftlichen Krisenstimmung im Land nicht leidet - ganz im Gegenteil: „Der kleine Kultururlaub in der Stadt inspiriert und befreit von negativen Gedanken”, erklärt Kai Geiger von der Marketing-Organisation Art Cities in Europe.

Das beliebteste Reiseziel unter den deutschen Städten war 2004 nach Zahlen der Statistischen Landesämter Berlin mit rund 13,26 Millionen Übernachtungen, gefolgt von München mit 7,69 Millionen und Hamburg mit 5,94 Millionen. Dahinter kommen Frankfurt, Köln, Dresden und Düsseldorf.

Der derzeitige Hype um die deutsche Hauptstadt ist nicht nur ein nationales Phänomen. Während die Zahl der deutschen Besucher im Rekordjahr 2004 um 15,8 Prozent stieg, gab es bei den Ausländern sogar ein Plus von 27,7 Prozent. Nach Angaben der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) gilt der Berlin-Besuch inzwischen über die Grenzen Deutschlands hinaus als „Must”. Ganz vorne in der Statistik liegen die Briten, gefolgt von Amerikanern, Italienern, Niederländern, Schweizern und Dänen.

Doch Berlin ist auch zu einer Steigerung des Ausländeranteils verdammt, der derzeit mit knapp 32 Prozent deutlich niedriger liegt als in anderen Metropolen wie Paris oder London. „Die Zahl der internationalen Gäste muss sich auch künftig kontinuierlich erhöhen, damit die betrieblich notwendigen Zimmerpreise und Auslastungsquoten erzielt werden können”, sagt BTM-Chef Hanns Peter Nerger.

Während das Geld bei den Inländern derzeit alles andere als locker sitzt, stellt sich Berlin vielen Ausländern als Discount-Metropole dar. Ein Zimmer in der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie kostet im Schnitt 130 Euro gegenüber 300 Euro in London. Da bedankt sich ein ausländischer Gast an der Rezeption schon einmal für einen Rabatt, den er gar nicht bekommen hat.

Deutlich höher als in Berlin liegt der Anteil ausländischer Gäste mit rund 43 Prozent in München. Vorn rangieren die Amerikaner. Die höchsten Zuwachsraten bei der Zahl der Übernachtungen erzielten 2004 aber Chinesen mit 36,2 Prozent sowie Australier und Russen mit jeweils knapp unter 30 Prozent. „Wir haben rundum Zuwächse, auch bei den Inländern”, freut sich Astrid Ganssen vom Münchner Fremdenverkehrsamt. Eine Konkurrenz zwischen München und Berlin sieht sie nicht, da beide Städte ein unterschiedliches Publikum ansprächen. „Nach München kommt man wegen der volkstümlichen Atmosphäre, der Biergärten und der hochwertigen Kultur.”

Hamburg, zweitgrößte Stadt Deutschlands, belegt im touristischen Ranking nur den dritten Platz. Das hängt vor allem mit dem geringen Ausländeranteil von rund 20 Prozent zusammen. Bei den Inländern liegt Hamburg vor München. Andererseits führte die Konzentration auf einheimische Besucher dazu, dass die Hansestadt unter den Folgen des 11. September 2001 kaum zu leiden hatte. „Zwischen 2001 und 2003 waren wir mit einem Plus von 13,4 Prozent die Besten”, sagt Guido Neumann von der Hamburg Tourismus GmbH. Auch wenn sich der Abstand zur Spitze wieder vergrößert hat, war 2004 immerhin das erfolgreichste Tourismusjahr der Hamburger Geschichte.

Während Hamburg viele einheimische Besucher mit Musicals und dem Hafen anlockt, fehlt eine Sehenswürdigkeit mit internationaler Ausstrahlung. „Wir nun einmal haben keinen Eiffelturm”, räumt Neumann ein. Abhilfe könnte die entstehende Hafen City mit ihren kulturellen und touristischen Attraktionen schaffen. „Mittelfristig wollen wir an München heran und unter die Top Ten der europäischen Städte”, umreißt Neumann ehrgeizige Ziele. Derzeit liegt Hamburg auf Platz 13.

Doch im Windschatten der großen profitieren auch die etwas kleineren Städte vom Boom der Städtereisen. Mit einem Plus von 8,4 Prozent zählt Bremen zu den großen Gewinnern des abgelaufenen Jahres. Dafür könnte der 600. Geburtstag des Rolands verantwortlich sein. Doch Martina Ziesing von der Bremer Touristik-Zentrale hat noch eine andere Erklärung: „Die Fußballmeisterschaft von Werder Bremen hat uns ein gutes Image beschert, und ein gutes Image bringt Tourismus.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/service/reise/t/rzo135458.html
Dienstag, 15. März 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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