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Mittwoch, 23. März 05

Fit?Frank­fur­t/Main - Schwe­ren Herzens mussten Sebas­tian Deisler und 12 weitere WM-Kan­dida­ten die Koffer packen, denn nach Ende des Fit­ness-Tests gewährt Jürgen Klins­mann nur 19 Spie­lern eine letzte Bewährungs­chan­ce…

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Frank­fur­t/Main - Das Sport­gericht des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des (DFB) hat wegen der äußerst pro­ble­mati­schen Sach­lage die vorerst letzte Ent­schei­dung im Zuge des Wetts­kan­dals auf den 29. März ver­tagt.

Fitness-Test und Prämien-Poker beendet

Frankfurt/Main - Schweren Herzens mussten Sebastian Deisler und 12 weitere WM-Kandidaten die Koffer packen, denn nach Ende des Fitness-Tests gewährt Jürgen Klinsmann nur 19 Spielern eine letzte Bewährungschance für den Confederations Cup.

Fit?

Michael Ballack macht unter Anleitung von Trainer Mark Verstegen Liegestütze.

Zudem fiel die Entscheidung im Prämien-Poker: Nachdem Deisler und Co. das DFB-Quartier in Frankfurt/Main verlassen hatten, einigten sich Kapitän Michael Ballack und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in einem 75-minütigen Gespräch auf die Summe von 300 000 Euro, die der WM-Titel 2006 jedem deutschen Akteur bringen würde.

„Es war unser Wunsch, dass es zu einer so frühen Einigung kommt”, erklärte Teammanager Oliver Bierhoff, der neben Mayer-Vorfelder, Ballack, dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Generalsekretär Horst R. Schmidt mit am Verhandlungstisch saß. Bei der WM 2006 verzichten die 23 Spieler erstmals auf eine Prämie für das Achtelfinale, würden dafür für Viertelfinale 50 000 Euro, für Halbfinale 100 000 Euro und für die Finalteilnahme 150 000 Euro kassieren. Schon der Gewinn des Confederations Cups im Juni dieses Jahres würde jedem Akteur 60 000 Euro einbringen. Dazu erhalten die Spieler für jedes Freundschaftsspiel seit dem Amtsantritt von Klinsmann 7500 Euro.

Indes richtete der Bundestrainer alle Konzentration auf das Länderspiel in Slowenien. „Nach vorn gerichtet, agierend, auf Tempo basierend”, so will Klinsmann sein Team auch im neunten Länderspiel unter seiner Regie sehen. „Wir haben nicht mehr so viel Zeit, deswegen müssen wir versuchen, in jedem Länderspiel Fortschritte zu machen. In unserer Spielweise, in unserer Art, wie wir das Spiel bestimmen”, ergänzte Bierhoff zur Bedeutung der Partie in Celje.

Mit der Länderspiel-Premiere gegen Slowenien, immerhin WM-Teilnehmer von 2002, sieht Klinsmanns Assistent Joachim Löw die zweite Phase der WM-Vorbereitung eröffnet. „Dabei wollen wir die Mannschaft als Titelanwärter positionieren. Es zählt jeder Tag für uns.” Von Frankfurt aus fliegen die Nationalspieler nach Maribor.

Während den Stammkräften Christian Wörns und Fabian Ernst eine Pause gewährt wird, soll Deisler noch Sicherheit beim FC Bayern finden. Auch der angeschlagene Schalker Gerald Asamoah fehlt in Slowenien. Dafür sollen der Bremer Frank Baumann im zentralen defensiven Mittelfeld und Werder-Kollege Christian Schulz auf der linken Defensiv-Seite im „Petrol Arena” von Beginn an die Gelegenheit bekommen, sich für ein Mitwirken beim Confederations Cup im Juni zu empfehlen. Zudem warten Tim Borowski (Bremen), der Kölner Lukas Podolski sowie der Gladbacher Rückkehrer Oliver Neuville auf eine letzte Chance. „Wir werden aber nicht zu viele Rotationen vornehmen, wir wollen gewinnen”, sagte Löw.

Aus den ersten Ergebnissen des zweitägigen Fitness-Checks, die mit neun speziellen Übungen zur Beweglichkeit und Koordination in der Leichtathletik-Halle von Calbach zu Ende gingen, sah sich die sportliche Leitung in ihrem Kurs bestätigt. Selbst beim ungeliebten Laktattest seien „fast alle Spieler” durchgelaufen, berichtete Löw. „Sie sind bis ans absolute Limit gegangen. Wir haben den Eindruck, dass da schon Verbesserungen erzielt worden sind.”

Auch US-Experte Mark Verstegen, der die Übungen am zweiten Tag leitete, bescheinigte den 31 Akteuren eine positive Entwicklung: „Die Spieler haben Fortschritte gezeigt. Man hat auch einen Unterschied gesehen zwischen den neuen Spielern und denjenigen, die schon im vergangenen September dabei waren.” Der Chef von „Athletes Performance”, der die DFB-Elf auch bei der WM 2006 mit betreuen will, warb nochmals ausdrücklich für seine Methoden: „Der professionelle Athlet ist wie ein Formel-1-Auto. Nach 100 000 km kann der Motor nach einer weiteren Meile kaputt sein oder er fährt nochmals 100 000.”

Am Nachmittag bekamen die 19 Slowenien-Fahrer von Klinsmann frei. Erst bei einer öffentlichen Trainingseinheit im Frankfurter Waldstadion und bei der abschließenden Übungseinheit in Celje stimmt sich das Team auf den Gegner Slowenien ein, der mit drei deutschen Gastarbeitern antritt.

„Nach den Fitness-Tests werden wir am Samstag um so heißer auf den Ball sein”, erklärte Baumann, der unter Klinsmann bisher nur fünf Minuten beim 3:1 gegen Österreich zum Zuge kam. Damit ist er Schlusslicht unter bisher 30 eingesetzten Spielern in der Ära Klinsmann. Der 29-Jährige sieht sich nach der Zusammenkunft aller WM- Kandidaten in Frankfurt zusätzlich angestachelt: „Da wird einem bewusster, dass man noch eine Schippe drauf legen muss.”

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/03/23/sport/t/rzo137754.html
Mittwoch, 23. März 2005, 20:44 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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