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Sonntag, 10. April 05

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Online-Rollenspiele entführen in Fantasywelt

München - Rollenspiele sind seit Jahren eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

Rollenspiele im Internet

Eines der beliebtesten: Dark Age of Camelot. (Bild: Mythic Entertainm./dpa/gms)

Doch immer mehr Menschen verbringen ihre Wochenenden nicht mehr als Elfe oder Troll verkleidet im Wald. Sie kreieren in Online-Rollenspielen ihre eigenen Avatare - künstliche Figuren.

Der Spieler kann jede Äußerlichkeit selbst bestimmen. Die inneren Werte und Stärken können zu einem gewissen Teil auch am Computer eingestellt werden, doch zu voller Form läuft die Rolle erst mit dem Spiel auf.

„Kämpfe, Missionen, Eroberungen: Dadurch erlangt man Punkte, mit denen man die Persönlichkeit entwickeln und sich spezialisieren kann”, sagt Achim Kaspers von Burda Online Entertainment in München. Die ersten Aufgaben kann jeder Spieler noch allein lösen, doch sobald die Anforderungen schwieriger und spezialisierter werden, braucht es Teams von Spielern. „Das ist der Zeitpunkt, an dem das Internet ins Spiel kommt”, sagt Valentin Rahmel, Initiator des Internet-Portals mmorpg-planet.de für Online-Rollenspieler.

MMORPG steht für „Massive Multiplayer Online Role-Playing Game”, eine Sammelbezeichnung für die Games. Seit rund acht Jahren breiten sich die Spiele aus. Zu den beliebtesten rund um die Welt gehören die Spiele „Ragnarok” und „World of Warcraft” (WoW). Seit der Veröffentlichung von WoW in Nordamerika, Europa und Südkorea tummeln sich nach Angaben der Entwicklerfirma Blizzard durchschnittlich mehr als 500 000 Spieler gleichzeitig im Netz.

Mehr als 1,5 Millionen Spieler sind kostenpflichtig angemeldet, bei „Ragnarok” sollen es sogar 2,5 Millionen sein. In der Gestalt von Tauren, Nachtelfen oder anderen Wesen streifen die Spieler bei „World of Warcraft” durch die Fantasywelt. Tausende Spieler können gleichzeitig ihre Kämpfe bestehen und Abenteuer erleben. „Unter den Spielern werden Freundschaften entstehen, Allianzen geschmiedet und um Macht und Ehre gerungen”, wirbt der Hersteller Vivendi Universal Interactive mit Sitz in Langen (Hessen).

Ein Live-Team sorgt dafür, dass es immer wieder neue Abenteuer zu bestehen, neue Länder zu erforschen und Monster zu bekämpfen gibt. Diese ständig wechselnden Inhalte halten das Spiel über Monate interessant. Der Spieler darf aus acht Völkern wählen, die in den unterschiedlichen Regionen der mittelalterlich angehauchten Welt von Azeroth siedeln. Durch die Erfüllung der Aufträge und Missionen reift der Spielcharakter zum Helden heran, der sich in immer gefährlichere Gegenden vorwagen kann - dank größerer Stärke, höherer Intelligenz und besserer Ausrüstung mit Chance auf neue Abenteuer.

Die Fangemeinde des Games ist so groß, dass gleich am ersten Verkaufstag in den USA eine Viertelmillion Spiele über die Ladentische gingen. Als die Server stockten, haben die Anbieter ihrerseits aufgerüstet und 80 Server für die Spieler bereitgestellt. In Europa ist das Spiel später, Anfang Februar 2005, für rund 45 Euro auf den Markt gekommen und nicht minder beliebt. Hier wird in deutscher Sprache gespielt, wahlweise kann aber auch über einen der amerikanischen Server und auf Englisch mitgemacht werden.

Ebenfalls äußerst beliebt bei den Online-Rollenspielern, unter denen die Frauenquote nach Angaben der Hersteller je nach Spiel bis zu 30 Prozent beträgt, sind die Titel „EverQuest II” und „Dark Age of Camelot”. „EverQuest II”, das Spiel, das von Sony Online Entertainment entwickelt wurde und das Ubisoft vertreibt, spielt 500 Jahre in der Zukunft von Norrath. Verwüstet ist es dort, die Lebenden sind über den gesamten Planeten verstreut. Die Herrscher sitzen in den beiden Städten Qeynos und Freeport - von dort aus wird versucht, Norrath zu beherrschen.

Aus 16 spielbaren Rassen gilt es auszuwählen: Gute, Böse und Neutrale gibt es dort. Gewisse Fähigkeiten werden zunächst durch die Wahl des Volks bestimmt, andere Fertigkeiten lernen die Charaktere während des Spiels, das rund 45 Euro kostet. Der Spieler muss sich auf seiner Reise durch majestätische Landschaften, Hügelformationen, unfruchtbare Wüsten, dichte Wälder und geschäftige Städte hunderten von verschiedenen Kreaturen stellen.

Tausende Gegenstände, Zaubersprüche und Wagnisse hält die Welt von Norrath bereit. Erweiterungen kommen, wie bei allen der rund 120 weltweit gespielten Rollenspiele, ständig online hinzu. Die Fans loben besonders die exakte, detailgetreue 3-D-Grafik.

Ebenfalls ganz oben auf den Hitlisten der Gamer steht „Dark Age of Camelot”, das ebenfalls 45 Euro kostet. Schon um viele Erweiterungen aufgestockt, ist das Spiel nach Angaben von Experten immer noch einsteigerfreundlich. Komplex bleibt es dennoch, denn „ständig werden neue Spielinhalte und Grafik-Updates aufgespielt, die den Abenteurern neue Möglichkeiten zur Charakterentfaltung bieten”, sagt Valentin Rahmel von mmorpg-planet.de. Angesiedelt ist das Spiel zwischen den Rittern der Tafelrunde und der skandinavischen und keltischen Mythologie.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/04/10/magazin/szene/t/rzo140562.html
Montag, 04. April 2005, 15:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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