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Mittwoch, 12. Juni 13
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„Übernachten unterm Förderturm” in Essen

Essen - Natürlich gibt es in Essen Hotels, so wie überall.

Zollverein

Das Fördergerüst der ehemaligen Zeche in Essen.

Aber es gibt auch eine ungewöhnliche Alternative, für alle, die keine Lust auf anonyme Einzelzimmer haben. Das erklärt Heike Sander von Zollverein Touristik.

„2002 haben wir das Projekt "Übernachten unterm Förderturm" gestartet. Wir haben in der Nähe des Zollverein-Geländes im Essener Norden Vermieter gesucht, die Zimmer anbieten.” Erst waren nicht viele Feuer und Flamme. „Die haben gedacht, wer soll denn bei uns übernachten wollen?”, erzählt Sander.

Seit das Zollverein-Gelände mit der ehemaligen Zeche und der Kokerei zum Weltkulturerbe gehört, ist Essens Bedeutung auf der touristischen Landkarte aber sprunghaft gewachsen. Und so mancher, der in die Stadt kommt, würde gerne privat übernachten. Zollverein Touristik hilft bei der Suche. Unter dem Motto „Auf jeden Pott passt ein Deckel” erhält der Gast die Unterkunft, die seinen Vorstellungen am nächsten kommt.

Mehr als 30 Vermieter sind inzwischen mit dabei. „Vergangenes Jahr hatten wir mehr als 1800 Übernachtungen”, sagt Heike Sander. Zur Auswahl stehen Ferienwohnungen und Einzelzimmer, auch ein Hotel in unmittelbarer Nähe vom Zollverein-Gelände und sogar ein Vierspänner genanntes Bergmann-Haus aus dem Jahr 1899 - originalgetreu eingerichtet mit zwei Schlafzimmern.

Gerade wer ein Zimmer mit Frühstück bucht, bekommt mehr als einfach nur „Bed & Breakfast”: Die Vermieter wohnen meist seit vielen Jahren im Essener Norden und können den Gästen auch viel über das Leben im Revier erzählen. Ilse Rautenberg gehört dazu. „Als mein Mann gestorben ist, ist mir die Decke auf den Kopf gefallen”, sagt die 75-Jährige. Dann kam die Anfrage von Zollverein Touristik: „Höh' ma Ilse, hasse nich'n Zimmer?” Lange überlegt hat Ilse nicht.

Ein Doppelzimmer und ein Einzelzimmer vermietet sie inzwischen - mit Frühstück, und zwar einem, das sich sehen lassen kann. „Heute kommt noch ein Ehepaar aus Thüringen”, erzählt die Vermieterin. „Ich hab' aber auch schon Gäste aus Holland, Spanien, Schweden und der Schweiz gehabt.” Damit die Verständigung besser klappt, hat Zollverein Touristik extra einen Englisch-Kurs für die Vermieter - häufig ältere Damen, deren Schulzeit lange zurück liegt - organisiert.

Auch Ingegret Josefs hat daran teilgenommen. „Kaum war ich in dem Kurs, kam schon ein Ehepaar aus Wales”, erzählt sie. „Das macht einfach Spaß.” Die beiden älteren Damen kümmern sich stets höchstpersönlich um die Gäste - und das endet nicht beim Betten beziehen: „Wenn wir uns sympathisch sind, sitzen wir abends schon mal zusammen und quatschen bis um elf”, sagt Ilse Rautenberg.

Informationen: Zollverein Touristik, Kokerei Zollverein, Arendahls Wiese, Tor 3, 45141 Essen (Tel.: 0201/860 59 40)

Zollverein Touristik: www.zollverein-touristik.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/20/magazin/t/rzo150704.html
Freitag, 13. Mai 2005, 10:20 © RZ-Online (NewsDesk)
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