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Dienstag, 24. Mai 05

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Norwegen: Neue Namen braucht das Land

Oslo - Während in Deutschland Vornamen wie „Pumuckl” heftige Entrüstung auslösen, ärgern sich manche Norweger über völlig neue Nachnamen wie „Batman” oder „Filibom-Bom-Bom”. Die Liberalisierung des Namensrechtes hat sie möglich gemacht.

Batman

Batgirl (Alicia Silverstone), Batman (George Clooney) und Robin (Chris O'Donnell) (l-r) aus "Batman und Robin" (1997).

Neben eingefügten Mittelnamen dürfen die Norweger seit 2003 auch wieder altertümlich klingende Nachnamen von Vorfahren annehmen. So wurde aus Irene Larsen nun Irene Instenes. Diesen Nachnamen trug einst ihr Urgroßvater. Antragsteller müssen nur beweisen, dass es den Namen in der Familie irgendwann einmal gegeben hat. Die Schreibweise können sich die Umbenennungswilligen unter Norwegens 4,5 Millionen Einwohnern weitestgehend selbst aussuchen.

Die nostalgische Welle erfasste 2003 mehr als 6000 Norweger, die ihren Namen änderten, drei Mal so viel wie 2002 nach altem Recht. Vereinzelt kam es dabei zu kreativen Wortschöpfungen, die jetzt Sprachwissenschaftler auf die Palme bringen. So konnte der Medizinstudent Anders Mjelle (22) aus Tromsø die Behörden überzeugen, dass er das frühere „Båtman” (Bootsmann) seiner Familie annehmen, aber lieber als „Batman” schreiben möchte. Gegenüber der Zeitung „Dagbladet” gab er zu, dass die Geschichte „nicht ganz wahr” sei, er aber schließlich irgendeine Begründung finden musste: „Ich bin seit Kindesbeinen Batman-Fan”. Für ihn als angehenden Kinderarzt sei es ja außerdem ein nützlicher Name.

Für Stirnrunzeln bei Sprachwissenschaftlern sorgte Aleksander Gamme (29), der ein „Filibom-Bom-Bom” als Mittelnamen zwischen Vor- und Nachnamen führt. Radio-Moderator Espen Thoresen ist bekannt durch seine Sendung „Thoresen, værsågod!” („Thoresen, bitte sehr!”). Den Titel als persönliches Markenzeichen hat der Radiomann nun als Namen Espen Thoresen Hvaersaagod auch im Pass stehen. Die für Internet- und Mailadressen untauglichen norwegischen Umlaute wurden geopfert.

Gulbrand Alhaug, Professor für Nordische Sprachwissenschaft an der Uni Tromsø, meint in der Zeitung „Nordlys”, das neue Recht sei zu liberal. „Wenn die Leute aus Jux darauf wetten, wie kräftig sich das Gesetz ausnutzen lässt, ist das wohl nicht die natürliche Entwicklung, von der die Gesetzesinitiatoren reden.”

Doch für eine neuerliche Verschärfung des Namensrechtes sieht das Justizministerium keinen Anlass. „Die meisten Rückmeldungen waren positiv”, sagte Sprecherin Brita Mellin-Olsen. „Nach einer gewissen Zeit werden wir natürlich die Namensänderungen auswerten.” Vielleicht sind die schlimmsten Befürchtungen von Professor Alhaug dann schon wahr geworden: „Namen wie Zug sind ja schon durchgegangen. Werden die nächsten dann vielleicht Straßenbahn, Flugzeug oder Schiff lauten?” hf/tb xx sm

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/24/magazin/t/rzo153481.html
Dienstag, 24. Mai 2005, 14:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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