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Mittwoch, 12. Juni 13
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Der richtige Schlag ins Wasser: Paddeln und Rudern kann jeder lernen

Duisburg/Kassel - Kajak, Kanu, Kanadier - was ist der Unterschied, fragt sich der Laie.

Bootsfahrt

Mit dem Paddelboot auf Tour. Foto: TASH/dpa/gms

„Kajak und Kanadier sind zwei Disziplinen, Kanu ist nur der Oberbegriff”, erklärt Olaf Winter, Sprecher des Deutschen Kanu-Verbandes in Duisburg.

Der Kanadier kommt ursprünglich aus Nordamerika, wo ihn die Indianer mit einem einfachen Paddel kniend fuhren. Im Kajak wird dagegen gesessen, und der Sportler sticht mit einem doppelseitige Paddel ins Wasser.

Niemand muss sich von Anfang an für eine der Disziplinen entscheiden: „Nach einer generellen Wassergewöhnung schnuppert man in beides rein, dann legt man sich fest”, rät Winter. Einen Kanadier zu fahren ist pauschal nicht schwieriger als einen Kajak. „Schnellere Erfolgserlebnisse haben Anfänger aber in der Regel im Kajak.”

Auch die unterschiedlichen Bauweisen der Boote sind für einige Wassersportler ausschlaggebend: Ein Kajak ist oben geschlossen und hat Sitzluken, die mit Spritzdecken auch für Fahrten auf wilderen Flüssen abgedichtet werden. „Wanderkanadier sind oben offen und eher familientauglich, weil sie gutmütig, breit und sicher sind.”

Gelenkt wird ein Kajak mit den Paddeln oder einem über Tretpedale gesteuerten Ruder. Ein Kanadier kann nur mit den Paddeln gesteuert werden. „Das schreckt viele ab, aber in einer Viertelstunde hat sich ein Anfänger das technische Rüstzeug für ruhige Gewässer angeeignet.”

Für jeden Einsatzzweck gibt es Boote aus unterschiedlichen Materialien. Faltboote bestehen aus einem zusammenlegbaren Gerippe aus Metall oder Holz, das mit einer Haut bespannt wird - sie sind am einfachsten zu transportieren. „Kanus aus Holz sind eher etwas für Liebhaber und sehr pflegeintensiv”, sagt Winter. Seit den siebziger Jahren hat sich Kunststoff durchgesetzt. „Damit können auch steinige Gewässer befahren werden.” Sehr robuste Kanadier sind aus Aluminium.

Der günstigste Einstieg läuft über Vereine. „Die monatlichen Beiträge können stark variieren, liegen aber durchschnittlich zwischen 60 und 80 Euro pro Jahr”, so Winter. „Gebrauchte Boote sind schon für ein paar hundert Euro zu haben, ein neuer Zweier-Wanderkanadier kann dagegen schon mehrere tausend Euro kosten.”

„Eine Schwimmweste sollte unbedingt dabei sein, auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist”, rät Anja Gretzschel, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Kanutouristik in Roth (Hessen). Einen so genannten Wurfsack mit 30 Meter Rettungsseil sollten Paddler in stärker strömenden Gewässern dabei haben.

Ohne Planung geht kein Kanute ins Wasser: „Im Vorfeld sollten sich Sportler bei den Behörden nach eventuellen Befahrungszeiten erkundigen und sich informieren, ob das Kontingent vielleicht schon erschöpft ist”, rät Gretzschel. Dies kann in Naturparks durchaus vorkommen.

Wassersportler, die lieber etwas schneller fahren und dafür darauf verzichten können, die Landschaft von vorne zu sehen, sind beim Rudern richtig. „Das ist eine Frage der Philosphie”, sagt Ulrich Richter, Referent für Wanderrudern beim Hessischen Ruderverband in Kassel. Nach vier bis fünf Anfängerveranstaltungen ist die Rudertechnik erlernt. „In der Regel bilden mindestens drei bis fünf Leute eine Mannschaft - mindestens zwei Ruderer und ein Steuermann.”

Auf gestauten Flüssen wie dem Main erreichen Ruderboote leicht eine Geschwindigkeit von acht bis neun Kilometern in der Stunde. „Auf einem freifließendem Fluss wie dem Rhein kommen noch einmal zehn Stundenkilometer dazu”, erklärt Richter. Gegen die Fließrichtung wird fast nie gefahren, „eigentlich nur bei Wetten.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/24/news/t/rzo153051.html
Montag, 23. Mai 2005, 10:20 © RZ-Online (NewsDesk)
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