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Mittwoch, 12. Juni 13
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Abenteuer inklusive: Windsurfen begeistert schon Sechsjährige

Thiessow/Weilheim - Bastian hat gerade seinen Grundschein in der Surfschule Mönchgut auf Rügen gemacht.

Surfbretter

Junge Surfer machen sich startklar. Foto: Surf and Sail Rügen/dpa/gms

Jetzt nimmt der Gymnasiast aus Braunschweig mit seinem Freund Jens Abschied vom wild-romantischen Ensemble aus Bastmatten und Bauwagen am Ostseestrand.

„Nach der Schule”, sagt er bestimmt , „gehe ich für ein halbes Jahr zum Surfen nach Hawaii.” Ob es so kommt, wird sich zeigen. Sicher ist laut Sportmediziner Marc Ziegler von der Universität Hamburg aber, dass Natursportarten wie Windsurfing ein hohes „Suchtpotenzial” besitzen. „Bei vielen kommt als erstes Windsurfen und dann lange gar nichts mehr”, sagt der Mediziner, selbst seit fast zwei Jahrzehnten Windsurfer und Kiter.

„Überehrgeizige Eltern können ein Problem sein”, sagt Surflehrer Dennis aus Binz, der fast den ganzen Tag von einer Schar erwartungsvoller Schüler umschwirrt wird. „Aber das Wichtigste ist der Spaß in der Gruppe, wir wollen keine Cracks ausbilden.”

Spaß gibt es für den jüngsten Surfnachwuchs aber nur, wenn die Bedingungen stimmen. „Ich würde davon abraten, Kinder in der Brandung eines Ozeans zu schulen”, sagt Sportmediziner Ziegler. Problematisch seien auch Strömungen und ablandige Winde. Eine Surfschule mit gut gewartetem Motorboot zum Einfangen der „Abtrünnigen” könne das im Einzelfall aber ausgleichen.

Zum Verband deutscher Windsurfing und Wassersportschulen (VDWS) gehören weltweit 447 Standorte, in Deutschland fast 200 Surfschulen. Unterrichten dürfen nur Lehrer, die eine zehntägige Fachsportlehrer-Ausbildung und 100 Stunden Praktikum unter Aufsicht eines Schulleiters absolviert haben, sagt VDWS-Sprecher Claus Baalmann. Nach ähnlichen Prinzipien arbeite der Verband Deutscher Sportbootschulen (VDS) in Bad Dürkheim. Der Deutsche Segler-Verband in Hamburg organisiere seine Angebote zumeist für Vereinsmitglieder.

Ein Qualitätsmerkmal ist laut Baalmann auch, wenn die Schule in ausreichender Anzahl Segel und Neopren-Anzüge speziell für Kinder bereithält. Auch sollte das Wissen spielerisch vermittelt werden und die einzelne Unterrichtseinheit nicht zu lange dauern.

Die Anfängerkurse dauern in der Regel 12 bis 14 Stunden und kosten inklusive Prüfung samt VDWS-Grundschein ab 160 Euro. Die einzelnen Unterrichtseinheiten dauern meist zwei Stunden und werden dann über mehrere Tage verteilt.

„Windsurfen bedeutet eine unglaubliche Schulung der Koordination”, sagt Sportmediziner Ziegler. Auch die Kraft werde trainiert. Davon profitierten auch Kinder mit Haltungsschäden. So werde beim ständigen Aufholen des Segels aus dem Wasser die Schulter-Rückenpartie gestärkt. „Vorausgesetzt die Anleitung stimmt”, fügt Baalmann hinzu.

Kindern unter sechs Jahren fehlt es laut Ziegler allerdings meist an ausreichender Koordination und Kraft. Zudem sollten die Kinder sicher schwimmen können und ein kleines Surfsegel allein tragen können. In der Surfschule Mönchgut haben auch die Trainer ein Auge auf diese Dinge: Als ein Fünfjähriger hoffnungsvoll mit seinem Papa die Treppe des Bauwagens erklimmt, wird er freundlich, aber bestimmt abgewiesen - mit der Bitte, doch etwas Spinat zu essen und in zwei Jahren wiederzukommen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/24/news/t/rzo153054.html
Montag, 23. Mai 2005, 10:20 © RZ-Online (NewsDesk)
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