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Mittwoch, 12. Juni 13
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Auf zu neuen Ufern: Tauchen für Senioren

Offenbach/Wien - „Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss” - das wusste schon Udo Jürgens, als dieses Alter für ihn noch in weiter Ferne lag.

Taucher

Tauchgruppe nach dem Unterwasserabenteuer. Foto: HST-Grauwale/Hadaisch/dpa/gms

Warum also im Rentenalter nicht etwas Neues ausprobieren und gleich eine neue Welt entdecken:.

Diese kann auch unter Wasser liegen , beim Tauchen?.Denn unter den richtigen Bedingungen ist das scheinbar schwerelose Schweben ein Sport, der nicht nur Jungen vorbehalten ist.

„Das Alter ist kein Ausschlussgrund”, sagt der Sportmediziner Wilhelm Welslau aus Wien, Vizepräsident der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM). Allerdings gebe es altersbedingte Krankheiten wie Diabetes, die die Unterwasserpläne durchkreuzen. Statistisch gesehen gibt es Welslau zufolge für ältere Menschen beim Tauchen auch ein leicht erhöhtes Unfallrisiko.

Bei allgemeiner Leistungsschwäche kann sich das Tauchen laut Welslau verbieten. „Allerdings kommt es auch darauf an, wie und wo man taucht”, sagt der Mediziner. Das Schleppen der schweren Ausrüstung zur Talsperre und auch Tauchgänge bei starker Strömung sind nicht empfehlenswert. Easy diving - leichtes Tauchen vom Boot in ruhigem Wasser, bei dem die Helfer der Tauchbasis die Gerätschaften tragen und ins Wasser reichen - strenge dagegen nicht sehr an.

Doch auch unter optimalen Bedingungen mutet der Mensch beim Tauchen seinem Körper Belastungen zu, für die dieser gar nicht geschaffen wurde. Der hohe Druck unter Wasser wirkt sich auf alle mit Luft gefüllten Hohlräume des Körpers aus: vor allem Ohren und Lunge. Generell sollten sich Tauchanfänger laut Welslau vor Beginn der Ausbildung auf Herz und Nieren prüfen lassen - im Idealfall von einem entsprechend ausgebildeten Taucharzt.

Gibt der Arzt sein Okay, gilt es , einen passenden Verein oder Kurs bei einer Tauchschule zu finden. Eine Sonderbehandlung dürfen die Interessenten aber nicht erwarten: „Seniorengruppen sind bei alten Leuten nicht sehr beliebt”, sagt der Tauchlehrer Karl-Heinz Kerll aus Münster, der selbst 75 und beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) für den Seniorensport zuständig ist. In den Vereinen des VDST werde diese „bewusste Ausgrenzung” der Alten daher vermieden.

Auch bei der internationalen Tauchorgansation PADI gibt es keine Seniorenkurse. „Unsere Kurse sind für alle gleich”, sagt Jean-Claude Monachon, Geschäftsführer von PADI Europe in Hettlingen (Schweiz). Voraussetzung sei einzig die Fitness der Teilnehmer. Er geht aber davon aus, dass sich Lehrer für ältere Schüler mehr Zeit nehmen.

Der Tauchlehrer Rolf Heinrichs aus Gießen ist anderer Meinung: Der Vorsitzende des Vereins „Tauchschule Alpha - Tauchen mit und ohne Behinderung” hat die Erfahrung gemacht, dass ältere Tauchschüler in normalen Kursen mit sechs bis acht Teilnehmern den Umgang mit Flossen und Presslufttauchgerät nur schwer lernen. „Wenn Sie eine Übung vormachen, schaffen das vier von sechs Alten nicht auf Anhieb.” Auf einen Lehrer sollten daher nicht mehr als zwei Schüler kommen.

Mit dem Tauchschein „erobern” viele Alte dann eine neue Welt: „Ich schätze, dass 85 Prozent unserer Schüler beim Tauchen bleiben”, sagt Heinrichs. So extrem wie Leni Riefenstahl werden es aber nur wenige treiben: Die mit 101 Jahren verstorbene umstrittene Filmemacherin und Fotografin lernte mit 71 Jahren tauchen. In ihren letzten drei Lebensjahrzehnten absolvierte sie noch mehr als 2000 Tauchgänge.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/24/news/t/rzo153055.html
Montag, 23. Mai 2005, 10:20 © RZ-Online (NewsDesk)
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