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Freitag, 27. Mai 05

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Kirchentag: Schröder ruft zu Kampf gegen Armut auf

Hannover - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat auf dem Evangelischen Kirchentag zum verstärkten Kampf gegen die weltweite Armut aufgerufen.

Evangelischer Kirchentag

Diskussionsveranstaltung auf dem 30. Evangelischen Kirchentag in Hannover

„Was könnte man mit dem Geld, das für den Irak- Krieg ausgegeben wird, alles tun”, sagte der Kanzler am Freitag in Hannover.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, sagte mit Blick auf die Kapitalismus- Debatte, die Kirche wolle das soziale Profil der Wirtschaftsordnung schärfen. Bei strahlendem Sonnenschein kamen erneut zehntausende Besucher zu den Veranstaltungen des Christentreffens.

Schröder wurde bei dem Kirchentags-Besuch in seiner Heimatstadt mit viel Beifall, aber auch einigen Buh-Rufen empfangen. Fragen zur geplanten vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst beantwortete er nicht. Bei einer Diskussion zum Thema „WeltPartnerschaft” sagte der Kanzler unter Verweis auf den Millenniumsgipfel 2000, Deutschland habe zur Umsetzung der Agenda eine ganze Menge beigetragen. Man könne aber „noch besser” werden: „Das ist Ziel unserer Anstrengungen.”

Auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 in New York hatten sich Staats- und Regierungschefs auf eine globale Partnerschaft unter anderem zur Verringerung der Armut und zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet.

Schröder sagte, die Globalisierung werde häufig als „Bedrohung” angesehen. Viele Menschen sähen Gefahren etwa für die Sicherheit der Arbeitsplätze und die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Globalisierung eröffne aber auch Chancen, zum Beispiel durch den freien Austausch von Waren.

Die Friedensnobelpreisträgerin Prof. Wangari M. Maathai aus Kenia sagte, Frieden und Sicherheit seien die Voraussetzungen, dass die Welt überleben könne. „Wenn Schulden erlassen werden, wenn die Handelsbeziehungen verbessert werden, wenn mehr Kapital verfügbar wird, dann müssen diese neuen Ressourcen auch den Bedürfnissen der Menschen zu Gute kommen.”

Der EKD-Ratsvorsitzende Huber forderte, die Wirtschaft dürfe die soziale Gerechtigkeit nicht aus den Augen verlieren. Er plädierte dafür, „die christlichen Wurzeln, aus denen die soziale Marktwirtschaft entstanden ist, wieder fruchtbar werden zu lassen”. Dies erfordere eine grundlegende Neuausrichtung der Bildungs- und Familienpolitik. Vordringlich sei auch die globale Armutsbekämpfung. Huber warnte zugleich vor einer pauschalen Schelte der deutschen Wirtschaft. Es gebe etliche Mittelständler und Vorstandsvorsitzende, die sich ihrer Verantwortung bewusst seien. Vor allem für große Unternehmen sei es schwer, sich den globalen Zwängen zu entziehen.

Huber kündigte an, die EKD werde weder allein, noch gemeinsam mit der katholischen Kirche eine Erklärung zum bevorstehenden Bundestagswahlkampf veröffentlichen. „Sie können aber darauf bauen, dass wir bestimmte Fragestellungen profilieren werden.”

Tausende Kirchentagsbesucher nahmen an einer Ökumene-Veranstaltung teil. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, bekräftigte dabei unter Applaus die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Abendmahl von Katholiken und Protestanten. Derzeit werde allerdings längst nicht einmal das gemacht, was möglich sei, sagte Lehmann. „Ökumenische Gottesdienste sind immer noch etwas Besonderes.”

Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover mit mehr als 105 000 Dauerteilnehmern geht am Sonntag zu Ende.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/news/t/rzo153796.html
Freitag, 27. Mai 2005, 17:26 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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