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Samstag, 20. Apr. 19
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Sprachen sind im Beruf immer wichtiger

Hamburg/Düsseldorf - Die meisten Bundesbürger wären zufrieden, beherrschten sie neben der Muttersprache Deutsch wenigstens ein weiteres weltweit akzeptiertes Idiom.

Sprachen im Beruf

In vielen Stellenanzeigen sind Englischkenntnisse gefragt. (Bild: Schi./dpa/gms)

In beruflicher Hinsicht wird Sprachenkompetenz immer wichtiger, bestätigen Bildungsforscher.

„Der Trend zum Englischen ist dabei ungebrochen”, sagt Prof. Heiner Barz vom Erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Düsseldorf. An dieser Dominanz werde sich im „überschaubaren Zeitraum” nichts ändern, selbst wenn manchmal behauptet wird, Spanisch oder Chinesisch seien die nächsten Weltsprachen. „Im Geschäftsverkehr nutzen jedoch auch Spanischsprechende oder Chinesen in der Regel immer noch Englisch.”

Sozialwissenschaftler Barz hat sich innerhalb eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes der Universitäten Düsseldorf und München zu Fragen des Weiterbildungsmarketings mit dem Sprachenlernen für Erwachsene beschäftigt. Der Bedarf an Sprachkursen für diese Zielgruppe ist gewachsen. „Früher hielt im Beruf meist nur das obere Management internationale Kontakte, inzwischen wirkt sich die so genannte Globalisierung bis auf die Ebene der Sachbearbeitung aus.” Das bedeutet, dass auch die Mitarbeiter in der Buchhaltung oder im Einkauf einer Firma immer öfter mit Kunden und Lieferanten kommunizieren müssen, die kein Deutsch sprechen.

„Werfen Sie einen Blick in die Stellenanzeigen der Tageszeitungen”, ergänzt Heiner Tamchina von der Abteilung Sprachen der Hamburger Volkshochschule (VHS). Englisch und oft eine weitere Fremdsprache gehörten fast immer zu den geforderten Qualifikationen. Das hat sich auf die Motivation der VHS-Absolventen ausgewirkt. Waren ehemals Reisen oder der Wille, beim Italiener um die Ecke mit einschlägigen Kenntnissen zu glänzen, der Grund des wöchentlichen Volkshochschulbesuchs, geht es heute ebenfalls um die berufliche Wettbewerbsfähigkeit.

Englisch ist unter den 26 an der Hamburger VHS angebotenen Fremdsprachen am beliebtesten: Rund 8300 Kursteilnehmer bemühten sich 2004 um die Feinheiten der englischen Grammatik und Aussprache. Es folgte Spanisch mit 5600 und Französisch mit 2500 Teilnehmern. Das Altersprofil reichte vom Abiturienten bis zum 80-Jährigen, mit Schwerpunkt auf den 30- bis 45-Jährigen.

Beim privaten Sprachschul-Pionier Berlitz, 1878 gegründet, sind ebenfalls „vor allem Englisch und dann ungefähr gleich auf Französisch und Spanisch” am meisten gefragt, sagt Ursula Marinos, Distriktdirektorin Rheinland in Düsseldorf. Stark im Kommen seien wegen der EU-Osterweiterung die mittel- und osteuropäischen Sprachen.

Der Wille zum Lernen, sogar von ungewöhnlichen Sprachen, wenn es Beruf oder Neigung verlangen, ist unter vielen Erwachsenen also gegeben. Aber wie leicht fällt es ihnen? Tamchina rät zunächst einmal zu Geduld und zeitlicher Planung: „Eine Sprache kann man nicht "Just-in-time" lernen, das ist ein langwieriger Prozess.” Wer glaubt, für einen anstehenden Kongress in Singapur binnen drei Monaten neben dem Job sein seit Schulzeiten verschüttetes Englisch in präsentable Form bringen zu können, sei im Irrtum.

Bei wöchentlichen Kursen und regelmäßiger Vor- und Nachbereitung zu Hause geht man bei der VHS von mindestens drei Jahren aus, bis sich der Schüler in einer neuen Sprache halbwegs sicher und wohl fühlt. Schneller erreichen lässt sich das Ziel, wenn mehr Zeit - und auch mehr Geld - investiert wird. So sind bei Berlitz laut Ursula Marinos der Normalfall Kurse mit zwei Sitzungen je drei Unterrichtseinheiten pro Woche - also wöchentlich zweimal zweieinviertel Zeitstunden Schule.

Marinos schätzt, dass dann nach ungefähr einem Jahr der Wohlfühlzustand erreicht ist und man problemlos Unterhaltungen führt. Wobei aber noch nicht von „Verhandlungssicherheit” in der Fremdsprache geredet werden kann. Wer es noch schneller will, dem bleiben nur Crash-Kurse, Sprachreisen mit Intensivunterricht oder gar täglicher Einzelunterricht.

Egal wie viel Zeit und Geld man einzusetzen bereit ist, Prof. Barz glaubt nicht, dass es Erwachsenen grundsätzlich schwerer als jungen Leuten fällt, eine Sprache zu erlernen: „Es gibt sogar Forscher, die das Gegenteil behaupten.” Jugendliche könnten zwar besser die Aussprache imitieren und hätten weniger Hemmungen, sich „die Zunge zu verrenken”. Ältere „haben dafür aber oft Vorteile in punkto systematisches Lernen, Grammatikverständnis und - ganz wichtig - Motivation.” Es müsse sich keiner scheuen, sich auch im fortgeschrittenen Alter noch eine Sprache anzueignen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/t/rzo146040.html
Montag, 25. April 2005, 11:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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