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Dienstag, 10. Dez. 19
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Team-ArbeiterSchles­wig - Schnelle Jets, schicke Uni­for­men: Kaum ein Beruf ist mit so vielen Kli­schees über­häuft wie die Arbeit von Jet­pilo­ten. Mit Hol­lywood-Fil­men à la „Top Gun” hat der Arbeits­tag von Tor­nado-Pilo­ten wie...

-Düs­sel­dor­f/Dort­mund - Gerd-Peter Kop­petsch ist Schlos­ser, Mecha­niker, Werk­stoff­tech­niker, Dreher, Psy­cho­loge und The­rapeut in einem. „Mit jedem neuen Kunden stehen wir vor einer neuen Her­aus­for­derung”, sagt er.

Ham­bur­g/Wei­mar - Wenn im Kon­zert­saal eine Sym­pho­nie die Zuhörer in ihren Bann schlägt, denkt kaum jemand daran, wie hart die Musiker des „Klang­kör­pers” seit Jahren für solche Auf­tritte haben arbei­ten müssen.

Bonn/Gre­ven - Wer indi­vidu­ellen Geschmack in seine Wohnung bringen möchte und dabei nicht auf den Euro schauen muss, kann auf die Unter­stüt­zung eines Spe­zia­lis­ten zurück­grei­fen: des Rau­maus­stat­ters.

Tutt­lin­gen/Mün­chen - Einst genüg­ten dem Chir­urgen ein­fache Werk­zeuge wie Skal­pelle und Zangen. Mit dem Fort­schritt der Medizin kommen heute Prä­zisi­ons­instru­mente zum Ein­satz...

Wies­baden - Oft genug muss Gabriele Kyritz während ihrer Arbeits­zeit nur eines - warten! „Da ist viel Geduld und Hart­näckig­keit gefor­der­t”, sagt die 36-jäh­rige Inha­berin einer Detek­tei in Wies­baden.

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Wie werde ich...? Pilot bei der Luftwaffe

Schleswig - Schnelle Jets, schicke Uniformen: Kaum ein Beruf ist mit so vielen Klischees überhäuft wie die Arbeit von Jetpiloten.

Team-Arbeiter

Kein Job für eigensinnige Draufgänger. (Bild: Heiko Stolzke/dpa/gms)

Mit Hollywood-Filmen à la „Top Gun” hat der Arbeitstag von Tornado-Piloten wie Alexander Richter allerdings wenig gemeinsam.

Dafür sorgt alleine das wenig kalifornische Wetter im norddeutschen Schleswig. Dort ist sein Verband, das Aufklärungsgeschwader 51 stationiert.

„Die Faszination war schon früh da, dann kam schnell der Segelflugschein”, schildert der Jetpilot den Ursprung seiner fliegerischen Begeisterung. Auf dem gleichen Weg kam auch sein Kollege Dirk Lontke vom Lufttransportgeschwader 63 aus Rendsburg ins Cockpit des Transportflugzeuges Transall. Die zweimotorige Turboprop versorgt die Soldaten der Bundeswehr bei ihren Einsätzen zum Beispiel mit Lebensmitteln und Ersatzteilen.

Ob ein Pilot bei der Luftwaffe Jets , Transporter oder Hubschrauber steuert, hängt von vielen Faktoren ab. Zunächst stehen medizinische und psychische Tests auf dem Programm. Dabei wird klar, ob ein Kandidat überhaupt den körperlichen Belastungen gewachsen ist.

Das ist aber nicht alles. „Ich habe zunächst Luft- und Raumfahrttechnik studiert”, beschreibt Lontke die Studienmöglichkeiten bei der Bundeswehr. Erst nach mehreren Jahren in Hörsaal und Bibliothek ging es auf die fliegerische Schulbank.

Ein Studium ist nicht immer in die fliegerische Ausbildung integriert, bietet aber nach den 12 bis 15 Dienstjahren bei der Luftwaffe die Chance, in den entsprechenden Zivilberuf zu wechseln. „Da könnte ich zum Beispiel als Testpilot arbeiten”, sagt Lontke.

Der Zugang zum Cockpit steht aber auch für Bewerber offen, die nicht im Rahmen ihrer Dienstzeit studieren wollen. Nach Angaben der Bundeswehr ist eine Verpflichtungszeit von 15 Jahren die Regel für Offiziere im Fliegerischen Dienst. Außerdem müssen Bewerber die deutsche Staatsangehörigkeit haben und zwischen 17 und 25 Jahre alt sein. Abitur, Fachhochschulreife oder Realschulabschluss sollten mögliche Nachwuchspiloten ebenfalls mitbringen. Angesichts der vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten und internen Qualifikationsmöglichkeiten sollten sich Bewerber rechtzeitig informieren. Über die Internetseite www.bundeswehr.de oder die Kreiswehrersatzämter können dafür Ansprechpartner gesucht werden.

Die Bezahlung der Piloten richtet sich nach zahlreichen individuellen Faktoren. Dazu zählen Grundgehalt, Familienzuschläge sowie weitere Vergütungen und Zulagen. Nach Angaben der Bundeswehr bekommt zum Beispiel ein 25 Jahre alter Oberleutnant und Strahlflugzeugpilot rund 3000 Euro netto ausbezahlt, wenn er verheiratet und Vater eines Kindes ist.

Die fliegerische Grundausbildung ähnelt in vielen Punkten der Schulung von zivilen Piloten. Die aerodynamischen Gesetze gelten für Zivil- und Militärflugzeuge gleichermaßen. Außerdem müssen auch die angehenden Militärpiloten lernen, wie der Luftraum in Deutschland aufgebaut ist. Luftkämpfe und Tiefflug dürfen nur in speziellen Sperrgebieten und nicht in der Nähe von großen Flughäfen geübt werden.

Für die praktische Ausbildung packen die Luftwaffenpiloten die Koffer: Das Training wird in den Vereinigten Staaten absolviert. Dort sind die Übungsgebiete wesentlich größer und nicht so dicht besiedelt. Auslandseinsätze stehen auch während der Dienstzeit auf dem Plan.

Während die Flüge der Tornados in Deutschland meist Übungen oder manchmal auch Hilfsflüge bei der Suche nach Vermissten sind, kann es bei Auslandseinsätzen auch zu echten Gefechten kommen. So flogen Tornado-Jets der Luftwaffe in einer multinationalen Friedenstruppe im Jahr 1999 Angriffe im Kosovo.

Im Cockpit sitzen die Tornado-Piloten zwar allein am Steuerknüppel - ohne Team-Arbeit kommt aber kein Flugzeugführer in die Luft oder ans Einsatzziel. Das beginnt bei der Planung. Gemeinsam mit dem Waffensystemoffizier, der im Tornado hinter dem Piloten sitzt, startet die Flugplanung. Dazu kommen Absprachen mit anderen Piloten, wenn mehrere Jets eine Mission fliegen.

Ohne Hilfe der Techniker rollt das Flugzeug nicht einmal aus dem Hangar. Hochleistungsflugzeuge wie Tornado oder Eurofighter müssen sehr gründlich geprüft werden - schon ein vergessener Kugelschreiber kann sich bei engen Kurven und anderen Manövern zum Geschoss entwickeln und die Besatzung gefährden.

Die Spielregeln im Luftraum über Deutschland sind aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen genau festgelegt. Wer sich als Jetpilot mit einem spektakulären Überflug beim Grillfest im Heimatdorf hervortun will, ist seine Fluglizenz los und kann auf das Fahrrad umsteigen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo147862.html
Freitag, 27. Mai 2005, 16:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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