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Donnerstag, 17. Okt. 19
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Wie werde ich...? Sattler

Rockenberg/Osnabrück - Sattler üben eines der ältesten Handwerke aus - und sind auch künftig nicht chancenlos.

Sattler

Arbeit mit der Nadel. Quelle: Zentralverband Raum und Ausstattung/dpa/gms

Von den Pferdestärken sind die sie trotz der Abkehr vom Pferd als Arbeitstier nicht abgewichen.

Allerdings widmen sie ihr Können immer öfter nicht Vierbeinern, sondern Autos, Booten oder gar Flugzeugen. Das Bespannen eines Cabrio-Verdecks gehört ebenso zu ihrer Arbeit wie das von Sitzen in Auto-Prototypen oder die Erneuerung von Bootsausstattungen.

Reitsattler fertigen zum Beispiel Sättel, Zaumzeug, Geschirre und Zügel. Auf den Freizeitbereich sind die Sportartikelsattler spezialisiert. Sie fertigen und reparieren Sportbekleidungen und Ausrüstungen aus Leder und Segeltüchern. Feintäschner stellen aus Leder Koffer, Handtaschen, Werkzeug- und Spezialtaschen oder Trachtenkleidung her. „Deutschlands Hochburg der Feintäschnerei liegt im Raum Offenbach”, sagt Wilhelm Weil, Bundesvorsitzender des Sattler- und Feintäschnerhandwerks.

Den Großteil der deutschen Sattlerunternehmen stellten aber die Fahrzeugsattlereien, sagt Weil. Mehr als 600 Betriebe gehören dem Bundesverband an. Das Sattlerhandwerk deckt ein breites Spektrum ab, die meisten Betriebe sind jedoch auf einen Bereich spezialisiert. „Als Reitsportsattler muss man Pferde mögen, als Sattler für Autos sich für die Technik da drin interessieren”, betont Weil, der in Rockenberg bei Bad Nauheim eine Sattlerei für Oldtimer besitzt.

Auch der Sattlermeister Andreas Wendt aus Satow schätzt die immer wieder neuen Herausforderungen seines Berufes. Ein großer Teil seiner Kunden sind Autonarren, die auch die Innenausstattung ihres Autos tunen. „Ich habe schon Kofferräume, eingebaute Fernseher und Navigationssysteme mit Leder verkleidet”, sagt Wendt.

Anders als viele andere Handwerksberufe können sich die Sattler nicht über mangelndes weibliches Interesse beklagen. Im Reitsport sind 80 Prozent der Sattler Frauen, bei den Fahrzeugsattlern rund 40 Prozent. Voraussetzung für eine Sattlerausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im ersten Jahr gibt es zurzeit 307, im zweiten 383 und im dritten 460 Euro.

Die Lehrlinge lernen, Materialien wie Leder, Textilien und Kunststoffe zu verarbeiten. Auch das Schärfen von Lederkanten oder das Nähen mit der Hand und der Maschine gehören zum Ausbildungsprogramm. Ein Großteil der Azubis ist bei den großen Fahrzeugherstellern und Bootsbauern beschäftigt. „Die gehen dann meist in die Entwicklung oder in die Fertigung von Sonderserien. Für die Montage wird kein Sattler mehr gebraucht”, sagt Weil. „Das Sattlerhandwerk hat Zukunft. Wer sich in seiner Ausbildungszeit als Lehrling bewährt hat, hat auch gute Chancen, übernommen zu werden.”

„Der lukrativste Bereich mit den größten Aufstiegschancen ist zweifellos die Fahrzeugsattlerei”, sagt Weil. Immer wieder würden in diesem Bereich gut bezahlte Experten für Neuentwicklungen oder den Bezug eines Cabrios gesucht. Bei Autozulieferern übernehmen häufig Fahrzeuginnenausstatter die Entwicklung und Produktion neuer Verdecke und Bezüge. Kreativität und selbstständiges Arbeiten seien auch hier wichtige Voraussetzungen, sagt Erik Hofmeyer, Ausbilder beim Autozulieferer Karmann in Osnabrück.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo137087.html
Montag, 21. März 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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