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Donnerstag, 17. Okt. 19
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-Düs­sel­dor­f/Dort­mund - Gerd-Peter Kop­petsch ist Schlos­ser, Mecha­niker, Werk­stoff­tech­niker, Dreher, Psy­cho­loge und The­rapeut in einem. „Mit jedem neuen Kunden stehen wir vor einer neuen Her­aus­for­derung”, sagt er.

Ham­bur­g/Wei­mar - Wenn im Kon­zert­saal eine Sym­pho­nie die Zuhörer in ihren Bann schlägt, denkt kaum jemand daran, wie hart die Musiker des „Klang­kör­pers” seit Jahren für solche Auf­tritte haben arbei­ten müssen.

Bonn/Gre­ven - Wer indi­vidu­ellen Geschmack in seine Wohnung bringen möchte und dabei nicht auf den Euro schauen muss, kann auf die Unter­stüt­zung eines Spe­zia­lis­ten zurück­grei­fen: des Rau­maus­stat­ters.

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Wies­baden - Oft genug muss Gabriele Kyritz während ihrer Arbeits­zeit nur eines - warten! „Da ist viel Geduld und Hart­näckig­keit gefor­der­t”, sagt die 36-jäh­rige Inha­berin einer Detek­tei in Wies­baden.

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Wie werde ich...? Korbflechter

Hamburg/Augsburg - Das Geflecht der alten Thonet-Stühle bedurfte dringend einer Erneuerung.

Korbmacher Josef Zimmer

Handwerkliche Geschicklichkeit ist gefragt. (Bild: Jens Schierenbeck/dpa/gms)

Ein Fachmann fand sich nach kurzem Suchen. Der Korbflechter Josef Zimmer in Hamburg hat sich auf hochwertige Reparaturen spezialisiert.

Er ist einer von einigen Hundert Menschen, die in Deutschland diesem alten Gewerbe nachgehen. Zu ihnen gehört auch die 32 Jahre alte Anja van Kempen in Augsburg. „Es ist kein Beruf, bei dem man reich wird, er macht aber sehr viel Spaß”, sagt sie. Van Kempen hat die Staatliche Berufsfachschule für Korbflechterei in Lichtenfels besucht und dort ihre Gesellenprüfung gemacht.

Anfänger, die in einem Betrieb die Praxis erlernen und im Schulunterricht die theoretischen Grundlagen für ihren Beruf erfahren, gibt es heute kaum noch. „Das duale System wurde in der Korbflechterei praktisch durch die Fachschule abgelöst”, erklärt Schulleiter Gerhard Krug. „Unser Institut ist das einzige in Deutschland.” Wer den Beruf erlernen will, muss sich für drei Jahre im fränkischen Lichtenfels niederlassen, das mit seinen Flechtwaren schon im 19. Jahrhundert Handelsbeziehungen nach Amerika pflegte.

Nach der neuen Ausbildungsordnung gehört Korbflechterei zu den Berufen, die keine mehrjährige Gesellenpraxis in einem Betrieb oder den Meisterbrief erfordern, wenn man sich selbstständig machen will. Der Meisterbrief gilt allerdings nach wie vor als Qualitätssiegel.

Jungen Leuten möchte Josef Zimmer nicht raten, diesen Beruf zu ergreifen: „Es gibt zu wenig Aufträge.” Anja van Kempen findet ihren Beruf aber „immer noch klasse”: „Man kann ihm überall nachgehen, man arbeitet mit ökologischem Material.” Die 32-Jährige hat nach dem Abitur „etwas Handwerkliches” gesucht. Nach der Ausbildung machte sie ihren Meisterbrief mit Auszeichnung. „Ich mache heute Einzelanfertigungen nach Maß und auch Reparaturen.”

Der Geschäftsführer des bundesweiten Industrieverbandes für Korbwaren im bayerischen Neustadt, Wolfram Salzer, kennt die Gründe für die Sorgen in diesem Gewerbe: „Statt zu heimischer Handarbeit greifen die Kunden zu den Importwaren vor allem aus Indonesien und den Philippinen.”

Wer sich für die Ausbildung zum Korbmacher - so die offizielle Berufsbezeichnung - entscheidet, sollte neben einem Hauptschulabschluss eine große handwerkliche Geschicklichkeit mitbringen. Gefragt sind ferner Ausdauer, Formensinn und gestalterische Begabung. Es besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung, beispielsweise für die Bereiche Innenarchitektur oder Produktgestaltung.

Weide, Stroh, Binsen, Rattan, Bast , Schilf, Palmblätter und sogar Kunststoff dienen als Arbeitsmaterial. „Geschnittene Weidenruten müssen eingeweicht werden, um für eine Bearbeitung geschmeidig zu sein, und durch Erhitzen wird ein Brechen des Materials verhindert”, zitiert Krug aus dem kleinen Einmaleins der Ausbildung. Der Korbmacher fertigt von der Vorbereitung des Materials bis zum fertigen Stück alles selbst in Handarbeit.

Berufsfachschule für Korbmacherei: www.bs-lif.de , www.korbflechterin.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo138935.html
Dienstag, 29. März 2005, 14:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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