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Mittwoch, 21. Aug. 19
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Wie werde ich...? Modist

Wiesbaden/Hamburg - Sie entwerfen und fertigen Hüte, Mützen und Kappen. Früher waren sie als Hutmacher bekannt.

Hutmacher-Laden

Birke Breckwoldt ist Hutmacherin mit eigenem Geschäft. (Bild: Schiere./dpa/gms)

In der neuen, seit 2004 gültigen Ausbildungsverordnung heißen sie nur noch Modist und Modistin.

Sie arbeiten im Fachgeschäft , in handwerklichen Ateliers oder sogar in den Werkstätten von Opernhäusern. Nina Becker hat bei einem Praktikum schnell gemerkt: „Das ist mein Beruf!” Toll fand sie von Anfang an die „Mischung aus Handwerk und künstlerischer Arbeit”. Einen Ausbildungsplatz zu finden, war aber schwierig. „Am besten, man erkundigt sich bei den Handwerkskammern.”

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Bundesweit gibt es im Modistenhandwerk gut 300 Betriebe, aber längst nicht alle bilden aus. Die tarifliche Ausbildungsvergütung beginnt derzeit bei 155 und erreicht im dritten Lehrjahr 205 Euro pro Monat.

Nina Becker hat bei einem kleinen Betrieb in Kiel gelernt und dann später sieben Jahre lang an der Oper in Hannover gearbeitet. Inzwischen ist sie an der Staatsoper in Hamburg angestellt - ein idealer Arbeitsplatz, wenn es ums Hütemachen geht. Schließlich wechseln die Darsteller manchmal während einer Inszenierung dreimal die Kopfbedeckung. „Und es gibt immer wieder Modelle, die ich vorher noch nie gemacht habe”, erzählt Nina Becker.

Birke Breckwoldt macht ebenfalls Hüte, hat aber keine Ausbildung absolviert. „Ich habe in Berlin Mode-Design studiert und anschließend ein Jahr für einen japanischen Designer gearbeitet.” Auf den Hut gekommen ist sie in New York, wo sie die Parsons School of Design besucht hat. Dort gab es auch Kurse im Gestalten von Hüten. In Hamburg hat sie sich bald darauf selbstständig gemacht. „Am Anfang habe ich zu Hause über dem Kochtopf Filz gedämpft”, erzählt sie.

Über dieses Stadium ist die Hutmacherin längst hinaus. In ihrem Geschäft verkauft sie einfache Strickmützen ebenso wie ihre selbst entworfenen Designer-Hüte - oft Auftragsarbeiten: „Manche Kunden haben ganz bestimmte Vorstellungen, andere lassen mir freie Hand.”

Qualitätsbewusste Fachgeschäfte sind auf Modisten angewiesen: „Wir kaufen Hüte auf den großen internationalen Messen ein, die Hälfte aus Deutschland”, erläutert Andreas Voigtländer, Vorsitzender der Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte in Wiesbaden. Als altbacken gelten Hüte und Mützen längst nicht mehr: „Viele junge Leute finden das wieder cool”, sagt Voigtländer. Die Kopfbedeckung sei zu einem Accessoire wie andere auch geworden. „Und die wechseln mit der Mode.”

Hutmacher und Modisten müssen deshalb immer Neues ausprobieren und mit Materialien experimentieren. „Klassisch sind Haarfilz, Schur- und Baumwolle, Kaschmir und Kunstfasern, aber auch Panama-Stroh”, sagt Voigtländer. Hinzu kommen neue Fasern aus Viscose oder zum Beispiel Sinamay, ein Material aus der Bananenstaude.

Grundsätzlich sind der Fantasie also kaum Grenzen gesetzt. Wenn Birke Breckwoldt einen neuen Hut entwirft, steht anfangs noch gar nicht fest, wie er wohl aussehen wird: „Er entsteht erst beim Umgang mit dem Material. Oft guck' ich ihn dann an, und denke, das ist es noch nicht. Und dann wird er eben noch einmal geändert.”

www.bekleidungsindustrie.de

www.textil-online.de

www.parsons.edu

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo140429.html
Montag, 04. April 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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