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Wie werde ich...? Raumausstatter

Bonn/Greven - Wer individuellen Geschmack in seine Wohnung bringen möchte und dabei nicht auf den Euro schauen muss, kann auf die Unterstützung eines Spezialisten zurückgreifen: des Raumausstatters.

Raumausstatter

Raumausstatter bereiten eine Ausstellung im Palais im Dresdner Volkspark vor.

„Manche kommen einfach zu uns, weil sie sich beim Anbringen der Gardinen nicht das Genick brechen wollen”, sagt Erich Petersen vom Zentralverband Raum und Ausstattung (ZVR) in Bonn. Raumausstatter sind aber nicht nur für den handwerklichen Part zuständig. Mit Musterbüchern kommen sie in Wohnungen oder Geschäftsräume, nehmen bauliche Besonderheiten, Licht und Einrichtung in Augenschein und entwickeln daraus mit dem Kunden Ideen für die Raumgestaltung.

Der Berufsstand des Raumausstatters hat seinen Ursprung im französischen „Tapissier”, abgeleitet von den Wandteppichen, die 800 Jahre lang das wichtigste dekorative Raumelement der Königshöfe bildeten. 1965 wurde offiziell die Berufsbezeichnung Raumausstatter eingeführt. So richtig glücklich ist die Branche damit aber nicht geworden. „Die Leute können mit der Bezeichnung nicht viel anfangen”, klagt Alfons Brack, Raumausstatter aus Greven in Westfalen und oberster Sachverständiger des Handwerks.

Etwas anderes kommt hinzu: Das Handwerk hat ein etwas angestaubtes Image und wird eher mit dem barocken Geschmack der guten alten Zeit als mit aktuellen Designtrends in Verbindung gebracht. „Viele junge Leute bevorzugen einen kühlen Einrichtungsstil mit glatten Wänden, Laminatfußboden und Ledersofa”, so Brack. Diesem Klientel haben die Raumausstatter wenig zu bieten, denn sie arbeiten viel mit Textilien.

Viele Raumausstatter haben die Zeichen der Zeit erkannt und modische Stoffe ins Sortiment aufgenommen. Wer ein kreatives Händchen hat, kann zum „Lagerfeld des Wohnzimmers” werden. So sagt Marlies Westphäling vom Wohngestalter Büning in Hamburg mit Stolz: „Wir haben fast die Klasse von Innenarchitekten und genügend jüngere Kunden.”

Das Raumausstatter-Handwerk wird während einer dreijährigen Ausbildung in Betrieb und in Berufsschule erlernt. Im dritten Jahr spezialisieren sich angehende Raumausstatter auf einen von vier Schwerpunkten: Wandbekleidung, Bodenlegen, Polstern oder Dekoration. Pro Jahr treten deutschlandweit rund 1100 Auszubildende neu an.

An die Bewerber werden wegen der vielschichtigen Aufgaben des Raumausstatters hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen handwerkliches Geschick haben, gewandt mit den Kunden reden und geschmackssicher sein. „Dementsprechend wird auf die Noten in Mathematik, Deutsch und Kunst besonders geachtet”, sagt Erich Petersen, der beim ZVR für die Berufsbildung zuständig ist. Raumausstatter verdienen monatlich laut ZVR zwischen 1800 und 3500 Euro. Deutlich mehr wird es, wenn man der Lehre eine zweijährige Weiterbildung zum Restaurator oder ein Studium der Innenarchitektur anhängt. Aller Ehrgeiz, den Angehörige des Berufsstands entfalten, wird aber an einem nichts ändern. Der berühmteste Raumausstatter bleibt einer, der längst keiner mehr ist: Lothar Matthäus.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo145993.html
Montag, 25. April 2005, 10:15 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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