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Donnerstag, 22. Aug. 19
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-Düs­sel­dor­f/Dort­mund - Gerd-Peter Kop­petsch ist Schlos­ser, Mecha­niker, Werk­stoff­tech­niker, Dreher, Psy­cho­loge und The­rapeut in einem. „Mit jedem neuen Kunden stehen wir vor einer neuen Her­aus­for­derung”, sagt er.

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Wie werde ich...? Orthopädie-Techniker

Düsseldorf/Dortmund - Gerd-Peter Koppetsch ist Schlosser, Mechaniker, Werkstofftechniker, Dreher, Psychologe und Therapeut in einem.

Orthopädie-Techniker

Auch handwerkliches Geschick ist gefragt. (Bild: BIV Orth.-Tech../dpa/gms)

„Mit jedem neuen Kunden stehen wir vor einer neuen Herausforderung”, sagt er. Koppetsch ist Orthopädie-Techniker-Meister.

Er sorgt mit seinen 30 Mitarbeitern an der Düsseldorfer Universitätsklinik dafür, dass Patienten die passenden Prothesen, Sitzschalen oder Rollstühle bekommen.

„Es ist ein sehr vielseitiger Beruf”, erklärt Jens Franke von der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik in Dortmund. Deswegen dauere die Ausbildung in der Regel auch dreieinhalb Jahre, je nach Schulabschluss sind Verkürzungen möglich. „Die Aufgaben des Orthopädie-Technikers umfassen drei Bereiche: die Prothetik, die Orthetik und die Rehatechnik”, erläutert Franke.

Die Prothetik erstellt Prothesen etwa für Beine, Arme und Finger. Unter Orthetik fallen jegliche Hilfsmittel wie Korsette, Schienen oder Einlagen, die Körperteile stützen oder Fehlhaltungen und -stellungen korrigieren. Extraanfertigungen von Rollstühlen sowie spezieller Sitzschalen gehören zur Rehatechnik.

All diese Aufgaben erfordern handwerkliches Geschick und einen gekonnten Umgang mit Leder, Kunststoffen, Stoffen und Holz. Doch das ist nicht alles. „Wir müssen nicht nur auf die körperlichen Gebrechen eingehen, sondern auch auf die psychischen”, erklärt Koppetsch. Denn der seelische Knacks sei in manchen Fällen größer als der physische.

Wichtiger als formale Voraussetzungen - grundsätzlich ist kein bestimmter Schulabschluss für den Lehrbeginn vorgeschrieben - ist ein Stück Kreativität. „Der Orthopädie-Techniker muss für jeden Patienten das Beste herausholen und individuelle, manchmal auch ungewöhnliche Lösungen finden”, erläutert Klaus Becker vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik in Dortmund.

Potenzielle Arbeitgeber für Orthopädie-Techniker sind neben Krankenhäusern und Reha-Kliniken auch Orthopädie-Werkstätten, Sanitätshäuser, Hersteller von orthopädischen Geräten und Bandagen sowie der Groß- und Einzelhandel.

Am Ende der Ausbildung steht die Gesellenprüfung. „Nach einem Jahr Praxis kann man dann entweder in Vollzeit oder in Abend- und Wochenendkursen seinen Meister machen”, erklärt Jens Franke von der Bundesfachschule. Zudem gibt es an Fachhochschulen wie in Gießen und in Münster Studiengänge zum Diplom-Ingenieur für Orthopädie- und Reha-Technik.

Der Bedarf an Orthopädie-Technikern stagniert allerdings. „Auch unsere Branche hat unter der Gesundheitsreform zu leiden”, sagt Klaus Becker vom Bundesinnungsverband. Dennoch gibt er sich optimistisch: „Die Arbeit geht uns nie aus.” Dafür sorgt auch der demografische Wandel. Oft seien es die älteren Menschen, die die Stützschienen, Rollstühle und Prothesen brauchen. Zudem gehe es der Orthopädie-Technik nicht schlechter als anderen Branchen. „Und unser Beruf ist so abwechslungsreich und vielseitig einsetzbar, dass sich die Ausbildung immer noch lohnt”, ist Becker überzeugt.

Informationen: Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik, Reinoldistraße 7-9; 44135 Dortmund (Tel.: 0231/557 05 00, Fax: 0231/55 70 50 40).

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http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo153072.html
Montag, 23. Mai 2005, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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