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Freitag, 6. Dez. 19

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Apple bringt den Mac OS X Tiger

Hannover - Apple-Chef Steve Jobs ist wenig bescheiden, was die Vorzüge seines neuen Betriebssystems Tiger angeht: „Mit Tiger machen wir den größten Schritt nach vorne seit der Einführung des Macintosh”, sagte Jobs im Vorfeld des Verkaufsstartes.

Mac OS X Tiger

Mit dem Spotlight den eigenen Rechner durchsuchen. (Bild: Apple/dpa/gms)

Erste Tests zeigen, dass Apple mit der fünften Version von Mac OS X erneut ein großer Wurf gelungen ist. Die wichtigste Innovation von Tiger ist die Suchfunktion Spotlight. Als erstes PC-Betriebssystem der Welt erhält das Mac OS X damit eine universelle Systemsuche, die auch in vielen Anwendungsprogrammen zur Verfügung steht - eine Art Google für die eigene Festplatte. Spotlight sucht nicht nur nach Dateinamen, sondern durchleuchtet blitzschnell die Bestände von E-Mails, Office-Dokumenten, Fotos, Songs, Kalender- und Adressbucheinträgen sowie allen möglichen anderen Dateien auf dem Rechner.

„Mit Spotlight gibt Apple Anwendern ein Werkzeug an die Hand, das enorm hilft, den Überblick über die Datenflut zu behalten”, schreibt die in Hannover erscheinende Computerzeitschrift „c't”. „Im Laufe der Zeit werden immer mehr Programme ihre Formate bei Spotlight anmelden, was dessen Nützlichkeit noch weiter steigert.” Und auch Gene Munster, Analyst der Marktforschungsfirma Piper Jaffray & Co., ist angetan: „Spotlight ist wahrscheinlich das erste Suchwerkzeug innerhalb eines Betriebssystems, das wirklich funktioniert.” Microsoft wird eine solche Funktion erst mit dem neuen Windows Longhorn auf den Markt bringen.

Viel Aufmerksamkeit bekam Apple auch für sein virtuelles Armaturenbrett Dashboard. Ein Druck auf eine Funktionstaste lässt kleine Programme auf den Bildschirm fliegen, die Informationen aus dem Netz aufbereiten oder kleine Dienstleistungen anbieten, etwa die neuste Wettervorhersage oder aktuelle Börsenkurse. Apple bringt mit Tiger 14 dieser so genannten Widgets auf den Markt. Inzwischen haben Dritthersteller Dutzende weitere Widgets veröffentlicht, und jeden Tag kommen neue dazu, so dass es künftig für alle denkbaren Zwecke kleine schnelle Helferlein geben wird.

Neben Spotlight und Dashboard verfügt Tiger über weitere Neuerungen: Dazu gehört eine umfassende Kinderschutz-Funktion, die Eltern erlaubt, die Internetnutzung ihrer Kleinen genau zu kontrollieren. So können die Eltern festlegen, mit welchen Personen ihre Kinder E-Mails austauschen oder chatten dürfen. Mit dieser „Whitelist” können die Eltern auch erlaubte Websites und Programme definieren. Außerdem hat Apple in etlichen Teilen sein ohnehin solides Sicherheitssystem weiter verbessert. Dass Apple dies kaum erwähnt, ebenso wenig wie die Tatsache, dass es für Mac OS X im Gegensatz zu Windows keinen Computervirus oder Wurm gibt, hat wohl damit zu tun, dass Apple die Hacker und Cracker nicht herausfordern möchte, das Gegenteil zu beweisen.

Welche Nachteile von Tiger sind den Testern aufgefallen? Walt Mossberg vom „Wall Street Journal” bemerkte, dass Mac OS X Tiger auf älteren Macs manchmal etwas träge sei. Dieses Problem müsse Apple durch Online-Updates beseitigen. Mossbergs Fazit fällt insgesamt jedoch überschwänglich aus: „Tiger ist ein wunderschönes und kraftvolles Betriebssystem, dass das Personal Computing nach vorne bringt. Es stellt einen großen Gewinn für Mac-Anwender dar.”

Richard Jörges, Chefredakteur der in Poing (Bayern) erscheinenden Zeitschrift „MACup” kritisiert, dass Apple seine Kunden mit Tiger zu Updates bei Zusatzprogrammen wie QuickTime Professional zwinge. Und Andreas Beier von der „c't” bemängelt, dass Apple den Update-Zeitraum sehr knapp bemessen habe, denn nur Käufer eines Macs, die ihr Gerät am 12. April oder danach gekauft haben, dürften für eine Servicegebühr von 18 Euro das Mac-OS-X-Update erhalten. Alle anderen würden voll zur Kasse gebeten, darunter auch die frühen Käufer des neuen Mac mini. Doch neben Jörges fällt auch Beier ein positives Gesamturteil: „Es ist die Summe der Verbesserungen, die Tiger vom Vorgänger abhebt”.

Tiger läuft auf allen Macintosh-Computern mit einem G3-, G4- oder G5-Prozessor und einem eingebauten Firewire-Port. Weitere Systemvoraussetzungen: 256 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher, 3 Gigabyte (GB) verfügbarer Speicherplatz auf der Festplatte, 4 GB bei zusätzlicher Installation der Entwicklerwerkzeuge. Tiger kostet 129 Euro.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/computer/t/rzo147869.html
Montag, 02. Mai 2005, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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