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Donnerstag, 12. Dez. 19

Berlin - Im Inter­net mehren sich nach Angaben des Ber­liner Lan­des­kri­minal­amtes unse­riöse Job­ange­bote. Die Polizei bestätigte damit Recher­chen des Sat.1-Wis­sens­maga­zins „Pla­neto­pia”.

Bra­tis­lava - Die Slovak Tele­com, eine Tochter der Deut­schen Tele­kom, muss eine Mil­lio­nen­strafe für Miss­brauch einer markt­beherr­schen­den Stel­lung zahlen. Dies teilte das slo­waki­sche Anti­mono­pol­amt (PMU) hat am...

Hamburg - Der ame­rika­nische Com­puter­kon­zern Apple will einem Medien­bericht zufolge juris­tisch gegen den geplan­ten Verkauf eines iPod-ähn­lichen MP3-Players beim Dis­coun­ter Plus vor­gehen.

Verden - Der 18 Jahre alte Ent­wick­ler des Com­puter­wurms „Sas­ser” muss sich vom 5. Juli an vor dem Land­gericht Verden ver­ant­wor­ten.

Stam­ford - Der welt­weite Absatz von Per­sonal Com­putern wird dank höherer Note­book-Umsätze im lau­fen­den Jahr stärker steigen als bisher ange­nom­men. Im nächs­ten Jahr werde der Markt aber wieder abflau­en...

Brüssel - Die Pläne zur EU-wei­ten Spei­che­rung von Ver­bin­dungs­daten bei Telefon und Inter­net stoßen auf breiten Wider­stand im Europa-Par­lament (EP). Die Pläne sehen eine jah­relange Spei­che­rung der Nummern von...

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Auch beim Mailen zählen gute Manieren

Mannheim - Ein Doppelpunkt als Augen, ein Bindestrich ergibt die Nase.

E-Mail

„Emoticons” und Smileys können nett sein. (Jens Schierenbeck/dpa/gms)

Dass man es mit „Emoticons” auch übertreiben kann, hat sich aber noch nicht überall herumgesprochen. Auch andere Standards sind vielen unbekannt - oft ein Ärgernis für die Empfänger.

Vor allem bei geschäftlichen Mails heißt es, auf die Form zu achten und gute Manieren zu beweisen. Ob es sinnvoll sei, in die Betreffzeile einer E-Mail „Hello” oder „Read this!” zu schreiben, ist die rhetorische Frage von Bastian Sick, Autor der sprachkritischen Kolumne „Zwiebelfisch” auf der Spiegel Online-Website. „Die Betreffzeile sollte erstmal überhaupt benutzt werden”, sagt Wilfried Schütte vom Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. „Kriege ich eine Mail ohne Betreffzeile mit unbekanntem Absender, dann habe ich unter Umständen gleich einen Spam-Verdacht.”

Außerdem stellen wenig aussagekräftige oder leere Betreffzeilen Nutzer, die viele Mails bekommen und sie nach Dringlichkeit in einer bestimmten Reihenfolge abarbeiten müssen, vor Organisationsprobleme. „Daher ist es sinnvoll, die kommunikative Absicht zu nennen, zum Beispiel "Frage zu:" und dann das jeweilige Thema”, erklärt Schütte.

Behalten zwei Nutzer bei längeren E-Mail-Wechseln den Betreff bei, entstehen „Re: AW: RE: AW:”-Konstruktionen - unschön zwar, aber nicht verpönt: „Mehrere "Re's" sind durchaus möglich, solange es um ein und dasselbe Thema geht”, sagt Ralf Böhm vom Zentrum für Kommunikation und Informationsverarbeitung der Fachschule Magdeburg-Stendal (FH).

Weniger gern gesehen werden Mails mit „Rattenschwänzen”. Sie entstehen, wenn einfach auf „Antworten” geklickt wird, ohne vorher Geschriebenes zu löschen. „Man sollte nur das stehen lassen, was nach eigener Ansicht für das Verständnis des beschriebenen Sachverhalts notwendig ist”, sagt Böhm.

Viele schreiben in Mails alle Worte klein - in privater Post laut Schütte kein Problem: „Das ist gedeckt durch die Regel: Was der Beschleunigung dient, ist legitim.” Bei Dienst-Mails sollte man aber die „kommunikativen Gepflogenheiten des Adressaten” beachten. Und die umfassen meist auch eine korrekte Rechtschreibung.

Nur bedingt haben „Emoticons” in Dienst-Mails ihren Platz. „Unter guten Geschäftsfreunden kann man das eventuell machen”, sagt Schütte. Auch in Privatpost sollten die Tastenkomibationen, die etwa Ironie ausdrücken sollen, nicht exzessiv genutzt werden: „Für sie gilt, was für alle Gewürze gilt: Sparsamer Gebrauch steigert die Wirkung”, so Gundolf S. Freyermuth im Ratgeber „Kommunikette”.

Große Zurückhaltung ist laut Schütte bei Akronymen angebracht: Ketten aus den ersten Buchstaben einzelner Worte, die ausgeschrieben einen Satz ergeben. Schließlich ist längst nicht jeder Nutzer mit den Bedeutungen vertraut. „SCNR zum Beispiel steht für "Sorry Could Not Resist" - "Tut mir leid, ich konnte es mir nicht verkneifen."”

„E-Mail ist keine Schneckenpost”, so Freyermuth. Elektronische Post ist meist rasch geschrieben und sollte zügig beantwortet werden - „wenn man denn anwesend ist und das Thema eine baldige Antwort erfordert, spätestens am nächsten Tag”, wie Böhm erläutert.

Literatur: Gundolf S. Freyermuth: Kommunikette. E-Mail, Handy & Co. richtig einsetzen, Heise, ISBN 3-88229-191-5, 6,90 Euro.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/computer/t/rzo148410.html
Mittwoch, 04. Mai 2005, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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