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Freitag, 6. Dez. 19

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Fibromyalgie ist eine kaum bekannte Krankheit

Mannheim/Stuttgart - Die Risikofaktoren heißen „weiblich” und „genetische Veranlagung”.

Fibromyalgie

Die Ursachen für Fibromyalgie sind ungewiss. (Bild: DAK Rickers/dpa/gms)

Fibromyalgie ist die häufigste weichteilrheumatische Erkrankung und betrifft vor allem Frauen ab dem 30. Lebensjahr.

Starke Schmerzen am ganzen Körper machen das Leben zur Qual. Die Ursachen sind ungewiss, übliche ärztliche Untersuchungen liefern keine Hinweise auf die Krankheit. Doch es gibt Erfolg versprechende Therapiekonzepte.

„Fibromyalgie bedeutet wörtlich "Faser-Muskel-Schmerz" und ist eine Umschreibung des Hauptsymptoms”, sagt Thomas Weiss, Facharzt für Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Psychotherapie, Umweltmedizin, Naturheilverfahren und Psychoanalyse aus Mannheim. Die Krankheit beginnt meist mit Rücken- oder Extremitätenschmerzen. Im Laufe der Jahre breitet sie sich aus zum Ganzkörper-Schmerz-Syndrom.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bei der Fibromyalgie eine Störung der zentralen Schmerzverarbeitung im Gehirn vorliegt. Eine Schwierigkeit besteht laut Weiss darin, dass bei der Untersuchung objektive Befunde fehlen. Hoch ist daher der Leidensdruck der Betroffenen, die mit ihren scheinbar unerklärlichen Beschwerden häufig auf Unverständnis treffen.

Die Diagnose stützt sich auf Angaben der Patienten und eine Untersuchung der schmerzempfindlichen Fibromyalgie-Druckpunkte. „Wichtig ist, auch den sozialen und psychologischen Hintergrund zu erfahren, denn Stress, belastende Situationen oder psychosomatische Ursachen spielen bei der Erkrankung eine wichtige Rolle”, sagt Jörg Zeeh, Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie aus Stuttgart.

Die Diagnose kann bei Fibromyalgie nach Aussage von Thomas Weiss manchmal Jahre dauern. In dieser Zeit durchlaufen Patienten oft eine Odyssee von Arzt zu Arzt mit unterschiedlichen Therapieversuchen. „Es gibt kaum einen Patienten mit Fibromyalgie, bei dem nicht das komplette Arsenal physikalisch-therapeutischer und orthopädischer Behandlungstechniken erfolglos ausprobiert wurde”, sagt Weiss.

Wegen der unbefriedigenden Behandlungserfolge werden heute neue interdisziplinäre Wege gegangen. So plädiert Lothar M. Kirsch, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und physikalische Therapie aus Meerbusch, für eine Therapie unter Einbeziehung eines Teams aus Rheumatologen, Psychologen und Physiotherapeuten.

„Man muss den Betroffenen beibringen , wie sie auf den Schmerz reagieren können”, sagt Kirsch. Neben dem Erlernen von Entspannungstechniken, der Anwendung von „sanften” physio- und ergotherapeutischen Verfahren wie etwa Streichmassagen sowie einer entsprechenden, vorwiegend vollwertig-vegetarischen Ernährung sei eine verhaltenstherapeutische Mitbetreuung wichtig.

Auch der Einsatz von antidepressiv wirkenden Psychopharmaka kann zur Therapie gehören. „Jede lang andauernde Erkrankung beeinträchtigt das seelische Wohlbefinden, und ein beeinträchtigtes Wohlbefinden wiederum hat Auswirkungen auf die Erkrankung”, sagt Weiss. Deshalb seien Antidepressiva oft wertvoll, auch wenn keine Depression vorliegt. „Sie können die Schlafqualität verbessern, die Müdigkeit verringern und haben eine schmerzdistanzierende Wirkung, das heißt, sie verändern das Erleben der Schmerzen im positiven Sinn.”

Information: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband (Tel.: 0228/76 60 60, Fax: 0228/766 06 20), Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung (Tel.: 06292/92 87 58, Fax: 06292/92 87 61).

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband: www.rheuma-liga.de

Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung: www.fibromyalgie-fms.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/gesundheit/t/rzo146610.html
Donnerstag, 28. April 2005, 16:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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