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Dienstag, 10. Dez. 19

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Brustkrebs rechtzeitig erkennen

Heidelberg - Diagnose Brustkrebs - damit war jüngst die Popsängerin Kylie Minogue konfrontiert, zwei Jahre zuvor ihre Kollegin Anastacia.

Kylie Minogue

Prominente Brustkrebs-Patientin: Die australische Popsängerin Kylie Minogue.

Ihren offenen Umgang mit der Erkrankung begrüßt Manfred Steiner, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte in München.

„Durch ihre öffentlichen Bekenntnisse tragen solche Prominente dazu bei, dass sich auch hierzulande Frauen des großen Brustkrebsrisikos bewusst werden und verstärkt zur Früherkennung kommen.” Bundesweit rund 47 000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs, so die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 61 Jahren. Jüngere Frauen wie die 36-jährige Kylie Minogue sind eher selten betroffen. Jedoch werden Tumore bei ihnen durch das noch dichte Drüsengewebe meist erst spät erkannt und sind deshalb besonders gefährlich.

„Ab Mitte 40 steigt das Risiko deutlich an”, erläutert Andrea Gaisser, Ärztin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in hormonellen Vorgängen. „Je länger die Brust dem Einfluss von körpereigenen Hormonen ausgesetzt ist, umso größer ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken”, erklärt Prof. Christoph Thomssen, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie in Halle. „Heute setzt die erste Menstruation häufig schon mit 11 Jahren ein, die Menopause jedoch erst mit 55 Jahren.” Damit wirken die Hormone im Schnitt 44 Jahre - deutlich länger als früher - auf das Gewebe ein.

Dies kann die Frau wenig beeinflussen. Sie kann jedoch eine Verlängerung der Einwirkungszeit vermeiden. „Hormonersatztherapien mit Östrogen und erst recht kombinierte Behandlungen mit Gestagen erhöhen das Erkrankungsrisiko”, warnt Andrea Gaisser. Je früher und je mehr Kinder aber eine Frau zur Welt bringe und je länger sie diese stille, umso geringer sei das Brustkrebsrisiko.

Eine genetische Vorbelastung liegt bei bis zu zehn Prozent aller Krankheitsfälle vor. „Die Zahl der Erkrankungen in der Familie und das Alter zum Zeitpunkt der Erkrankung sind wichtige Hinweise hierauf”, erläutert Gaisser. Klinik-Direktor Thomssen empfiehlt, im Verdachtsfall eine tumorgenetische Beratungsstelle zu konsultieren. Weitere nachgewiesene Risikofaktoren sind Alkoholkonsum, Übergewicht und Gewichtszunahme - besonders bei Frauen nach der Menopause.

Insgesamt gibt es damit bei Brustkrebs kaum Präventionsmöglichkeiten. Umso wichtiger ist die Früherkennung. „Wenn ein Tumor einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter hat, dann liegen die Chancen für eine dauerhafte Heilung über 90 Prozent”, betont die Ärztin aus Heidelberg. Bei einer Größe zwischen zwei und drei Zentimetern liege sie nur noch bei 60 Prozent.

Die gesetzliche Früherkennung sieht eine jährliche Untersuchung beim Gynäkologen für alle Frauen ab dem Alter von 30 Jahren vor. Dabei werden Brüste und Achselhöhlen abgetastet und auf äußere Veränderungen untersucht sowie die Frau zur Selbstuntersuchung angeleitet. „Dies nutzen viel zu wenige Frauen”, bemängelt Verbandspräsident Steiner.

Mediziner empfehlen eine monatliche Selbstuntersuchung. „Sie sollte immer am gleichen Tag des Zyklus stattfinden, am besten eine Woche nach Beginn der Regelblutung. Dann ist das Gewebe besonders weich”, erläutert Medizinerin Gaisser. Im Liegen verteilt sich das Drüsengewebe flächig, so dass auch tiefere Gewebeschichten gut zu ertasten sind.

Mehr als zwei Drittel aller Tumore werden im oberen, äußeren Quadranten, also in dem Viertel der Brust, das durch Brustwarze und Achselhöhle begrenzt wird, gefunden. „Dieser Bereich sollte besonders sorgfältig abgetastet werden”, rät Frauenarzt Steiner. Beim Tasten kommt es nicht nur darauf an, Knoten überhaupt zu erfühlen und zu prüfen, dass sie sich gegen die Unterlage verschieben lassen. „Bei den beiden Brüsten einer Frau gibt es eine gewisse symmetrische Struktur. Es ist ganz wichtig zu vergleichen, ob diese Symmetrie stimmt.”

Äußere Erkennungszeichen werden am besten stehend vor dem Spiegel kontrolliert. Verändern sich Form oder Größe einer Brust, treten aus einer Brustwarze Absonderungen aus oder zieht sich die Haut ähnlich wie Orangenhaut zusammen, sollte der Arzt konsultiert werden.

Liegt ein Tastbefund vor, so muss dieser überprüft werden. „Bei jüngeren Frauen, bei denen das Brustgewebe sehr dicht ist, ist eine Ultraschalluntersuchung in ihrer Wertigkeit fast mit der Mammographie gleich zu setzen”, erläutert Frauenarzt Steiner. „Außerdem lassen sich pralle, harmlose Zysten durch Ultraschall besser erkennen als durch eine Mammographie.” Insgesamt ist jedoch die Mammographie die aussagekräftigste Diagnosemethode. Im Zweifelsfall werden beide Methoden kombiniert oder eine Kernspintomographie hinzu gezogen.

Künftig soll die Mammographie nicht nur im Verdachtsfall, sondern als regelmäßige Untersuchung (Screening) für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingesetzt werden. Die Frauen werden persönlich in bundesweit bis zu 100 Untersuchungszentren eingeladen. „In Pilotzentren haben sich weniger als ein Drittel aller Frauen daran beteiligt”, berichtet Steiner.

Mediziner raten zudem, sich - auf eigene Kosten - über das gesetzliche Maß hinaus untersuchen zu lassen: Frauen ohne Symptome sollten sich danach bereits ab dem Alter von 20 Jahren jährlich einer Tastkontrolle unterziehen. „Ideal wäre eine Basis-Mammographie zwischen 30 und 35 Jahren, ab 40 alle zwei Jahre und ab 50 jährlich eine Mammographie”, rät Thomssen.

www.dkfz.de

www.bvf.de

www.dggg.de

www.germanbreastgroup.de

www.senologie.org

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/gesundheit/t/rzo153679.html
Mittwoch, 25. Mai 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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