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Freitag, 6. Dez. 19

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Studie ermittelt Gesundheitszustand von Deutschlands Kindern

Berlin - Deutschlands Kinder, so das verbreitete Bild, werden bewegungsfauler und dicker.

Kinder im Watt

Kinder in Deutschland: Unterm Strich hat sich ihr Gesundheitszustand verbessert.

Aber wie mollig sind sie wirklich, und warum? Und was für Auswirkungen hat das Übergewicht? Das Robert Koch-Institut in Berlin hat nun eine bundesweite Studie ausgearbeitet.

Denn bislang fallen präzise Antworten fallen schwer, denn bundesweit repräsentatives Datenmaterial gibt es dazu nicht. „Wir haben bislang nur Studien, die regional begrenzt sind oder nur eine bestimmte Altersgruppe umfassen - etwa die Schulanfänger”, berichtet Hildtraud Knopf vom Robert Koch-Institut. Dort wurde deshalb im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die umfangreiche Gesundheitsstudie ausgearbeitet, die binnen drei Jahren erstmals bundesweit vergleichbare Daten von 18 000 Kindern und Jugendlichen sammeln soll. Erste Ergebnisse werden 2006 erwartet.

An 167 Orten in ganz Deutschland machen die Studienteams seit 2003 Station: Nach dem Zufallsprinzip werden die Probanden zwischen 0 und 17 Jahren ausgewählt und - mit Einwilligung der Eltern - eingehend untersucht. „Dabei werden die Kinder aber nicht nur gemessen, gewogen und körperlich untersucht. In einzelnen Modulen wird auch ihre Motorik getestet, ihre psychische Gesundheit und ihr soziales Lebensumfeld abgesteckt”, erläutert Knopf.

Gerade letzteres sei wichtig , um die Gründe für gesundheitliche Beschwerden auszumachen: „Wir fragen auch nach der Schulbildung und dem Einkommen der Eltern - natürlich anonymisiert.” Geschwisterzahlen und Wohnbedingungen finden ebenso Berücksichtigung.

Auch Migrantenkinder werden in den KiGGS genannten Kinder- und Jugendsurvey aufgenommen, aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern. „So können wir sehen, welche medizinischen Angebote, wie etwa Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen, überhaupt angenommen werden”, sagt Knopf. Vor allem über die neuen Zivilisationskrankheiten Allergien, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Adipositas (Fettleibigkeit) oder der damit eng verbundene Typ-2-Diabetes - früher „Altersdiabetes” genannt, aber zunehmend junge Menschen betreffend - soll KiGGS aufklären, denn bislang konnten bundesweite Trends oft mehr behauptet denn belegt werden.

„Ein Beispiel dafür sind atopische Krankheiten wie Neurodermitis”, beschreibt Bärbel-Maria Kurth, RKI-Studienleiterin, das Problem. Die in Deutschland durch Einzelstudien ermittelten Häufigkeiten für Neurodermitis schwankten zwischen 0,2 Prozent (1985, Quedlinburg) und rund 20 Prozent (1999/2000, München) - das entspricht fast dem Faktor Hundert. Auch der tatsächlichen Häufigkeit des Zappelphilipp- Phänomens ADHS (Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätssyndrom) inklusive der von den Eltern favorisierten Therapien wollen die Forscher mit KiGGS auf die Spur kommen.

Prävention, so sind sich die Experten einig, braucht ein maßgeschneidertes Angebot, das die am stärksten betroffenen Gruppen auch erreicht. „Wir werden am Ende genauer wissen, wo man wirklich Prävention machen muss”, resümierte Kurth. Und auch eines dürfe angesichts der Gesundheitsprobleme der jungen Generation nicht völlig vergessen werden: Unter dem Strich gehe es im historischen und internationalen Vergleich den Kindern und Jugendlichen in Deutschland gesundheitlich so gut wie nie zuvor. „Bereits im späten Kleinkind- und frühen Schulalter sind Kinder gleichen Alters und Geschlechts heute etwa 20 Zentimeter größer als vor 100 Jahren.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/gesundheit/t/rzo153709.html
Mittwoch, 25. Mai 2005, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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