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Samstag, 7. Dez. 19

-Coimbra - Tou­ris­ten, die beschau­liche Ruhe suchen, sollten in Coimbra nur kurz ver­wei­len. Stu­den­tisches Leben prägt die por­tugie­sische Uni­ver­sitäts­stadt knapp 200 Kilo­meter nörd­lich von Lissa­bon.

-Hep­pen­heim - Manche Dinge schafft die Natur, um Kindern eine Freude zu machen. Begeis­tert kraxeln Fre­derik und Gabriele über die Gra­nit­bro­cken des Fel­sen­meers bei Rei­chen­bach im Oden­wald.

Vilnius - Die Straße schlän­gelt sich durch dichten Laub­wald. Doch statt Wild­tie­ren ragen plötz­lich bei­der­seits des Weges riesige abstrakte Skulp­turen aus dem Grün. Ins­gesamt 100 Kunst­werke gibt es in den...

Wal­chen­see - Schnit­zel in allen Varia­tio­nen sowie die Spe­zia­lität „Wal­chen­see-Ren­ke”, ein Fisch aus dem gleich­nami­gen Gewäs­ser. Ser­viert wird er „unten” in den Gasthö­fen am Wal­chen­see in Ober­bay­ern...

Mül­heim/Ruhr - Wulf-Jür­gen Franke tritt kräftig in die Peda­len, doch die „Es­car­got” kommt nur langsam in Fahrt. Wie in Zeit­lupe gleitet das Haus­boot über die Ruhr.

Halifax - Links führt die schmale Asphalt­straße nach West Berlin, rechts geht es nach East Berlin, von Wie­der­ver­eini­gung keine Spur. Seit mehr als 100 Jahren liegen sich die beiden Berlins an der Ost­küs­te...

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Mit Zahnradhilfe aus dem Nebel: Per Bahn auf den Pilatus

Luzern - Gerne verschwindet der Vierwaldstätter See in der Zentralschweiz unter dichtem Nebel.

Blick vom Pilatus

Schöne Aussicht vom Pilatus. (Bild:ST/swiss-image.ch/Giegel/dpa/gms)

Doch obwohl es dann kalt und ungemütlich ist, fahren die weißen Ausflugsschiffe weiter über den 114 Quadratkilometer großen See.

Sie bringen Touristen von Luzern aus nach Hergiswil, St. Nikolausen oder Stansstad. Der wichtigste Halt für alle, die ein architektonisches Wunderwerk nutzen und auch einige Sonnenstrahlen erhaschen wollen, ist die letzte Station: Alpnachstad.

Seit dem Jahr 1889 führt auf den mehr als 2000 Meter hohen Gipfel des Pilatusberges die steilste Zahnradbahn der Welt. Erdacht hat dieses Verkehrsmittel der Schweizer Ingenieur Eduard Locher. Als er im 19. Jahrhundert seine Idee publik machte, wurde Locher zunächst zwar schlichtweg für verrückt erklärt. Doch zur Weltausstellung in Paris 1889 wurde die 4618 Meter lange Bahnstrecke eröffnet. Grundlage für ihr Funktionieren sind zwei sich horizontal drehende Zahnräder.

40 Minuten dauert die Fahrt mit der Bahn, die sich in Alpnachstad in Bewegung setzt. Gleich das erste Wegstück ist eines der beiden steilsten, an denen 48 Prozent Steigung zu überwinden sind. Fünf Tunnel werden passiert. Bei zähem Nebel kann es passieren, dass erst nach dem letzten, dem Fleimen-Tunnel, Sonnenstrahlen am Himmel zu sehen sind. Auf dem Pilatus gibt es dann fünf kurze Wanderwege, die die Gipfel erschließen: den 2118 Meter hohen Esel, das 2132 Meter hohe Tomlishorn und das 2106 Meter hohe Oberhaupt. Alle überwinden nur ein paar Höhenmeter, keine Wanderung dauert mehr als 30 Minuten.

Ausflüge auf den Pilatus gibt es in mehreren Variationen. Wer sich nur die Landschaft anschauen will, fährt nach der Schifffahrt auf dem Vierwaldstätter See mit der Zahnradbahn auf die Bergstation. Dort zeigt sich - sofern das Wetter mitspielt - ein Panorama aus 73 Alpengipfeln und noch mehr Seen. Wabert der Nebel im Tal, so sind trotzdem die Berge in der Ferne zu sehen.

Der bequemste Weg zurück ins Tal ist die Fahrt mit einer Luftseilbahn und einer Gondelbahn nach Kriens, von wo aus ein Bus nach Luzern fährt. Wer es den Steinböcken gleichtun und in den Bergen herumkraxeln möchte, findet viele Möglichkeiten zu alpinen Touren. Wanderer haben zudem die Auswahl zwischen verschiedenen Rundwegen, für die keine Bergausrüstung gebraucht wird und die mitunter sogar für Kinderwagen und Rollstühle geeignet sind. Am schnellsten kann ein 3,5 Kilometer langes Stück per Schlitten zurückgelegt werden: Von Fräkmüntegg führt die längste Sommerrodelbahn der Schweiz ins Tal.

Um die schroffen Felsen hoch über Luzern ranken sich seit Jahrhunderten Sagen und Mythen. Im Mittelalter glaubten die Menschen, ein Heil bringender Drache und Geister hausten in den kahlen Klüften. Ein kleiner, stilisierter Drache ist noch heute das Markenzeichen des Berges. Im früheren Pilatus-See, so erzählte man sich, habe die rastlose Seele des römischen Statthalters in Jerusalem, Pontius Pilatus, die letzte Ruhe gefunden. Lange war es sogar verboten, den Pilatusberg zu besteigen - um der Seele ihre Ruhe zu lassen. Das aber hinderte weder in den vergangenen 120 Jahren noch heute Tausende von Wanderern, sich von dem weiten Rundumblick beeindrucken zu lassen.

Informationen: Schweiz Tourismus , Postfach 16 07 54, 60070 Frankfurt (Kostenloses Tel.: 00800/10 02 00 30, Fax: 00800/10 02 00 31);

Schweiz Tourismus: www.myswitzerland.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/reise/reisetipp/t/rzo139765.html
Freitag, 01. April 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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