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Freitag, 6. Dez. 19

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Mül­heim/Ruhr - Wulf-Jür­gen Franke tritt kräftig in die Peda­len, doch die „Es­car­got” kommt nur langsam in Fahrt. Wie in Zeit­lupe gleitet das Haus­boot über die Ruhr.

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Im Schneckentempo mit dem Hausboot über die Ruhr

Mülheim/Ruhr - Wulf-Jürgen Franke tritt kräftig in die Pedalen, doch die „Escargot” kommt nur langsam in Fahrt.

Ruhr

Entdeckung der Langsamkeit: Mit dem Hausboot unterwegs. (Bild: Gr. Flo./dpa/gms)

Wie in Zeitlupe gleitet das Hausboot über die Ruhr. Erst ein Blick auf das am Bootsrand vorbeiströmende Wasser zeigt: Es geht vorwärts.

Wer mit dem per Muskelkraft betriebenen Gefährt eine Tour durch das Ruhrgebiet erleben will, muss sich seinem Schneckentempo anpassen. „Escargot” ist das französische Wort für Schnecke. Wulf-Jürgen Franke und Willi Hesse wählten diesen Namen mit Bedacht, als sie den nach eigenen Angaben einzigen Hausbootverleih an der Ruhr gründeten. Drei bis vier Kilometer pro Stunde beträgt die Reisegeschwindigkeit. Gemütlich und im Einklang mit der Natur sollen sich die Freizeitkapitäne fortbewegen. Das kleine, aber komfortable Haus zum Wohlfühlen, Kochen und Schlafen ist immer dabei. Der Vorteil dieser Geschwindigkeit: Die „Escargot” lässt sich ohne Führerschein fahren und ist nach einer kurzen Einweisung auch für Anfänger geeignet.

Ob Tagestrip oder mehrtägiger Ausflug: Die Touren auf der Ruhr starten an der Bootswerft Hesse im Mülheimer Hafen. Momentan liegen dort zwei Hausboote, zwei weitere sollen im Sommer gebaut werden. Sechs Meter lang und zwei Meter breit ist die „Escargot”. Hinten sind zwei gut gepolsterte Fahrradsättel angebracht. Lenker gibt es keine, gesteuert wird das Boot über ein Holzruder zwischen den Sätteln.

„Wer regelmäßig Fahrrad fährt , für den ist das hier ein Klacks”, sagt Franke. Treten zwei Erwachsene in die Pedalen, könne man das lange aushalten. Für einen allein sei es anstrengend wie bergauf zu fahren. Für alle Fälle steht ein von Solarzellen gespeister Motor bereit, der etwa bei starker Strömung die nötige Schubkraft verleiht.

Als die letzten Industriegebäude des Mülheimer Hafens verschwunden sind, kehrt Ruhe ein. Kanadagänse mit ihren langen, schwarzen Hälsen stehen am Ufer, ein Kormoran sitzt auf einem alten Baumgerippe. Grüne Wiesen breiten sich links und rechts aus, Häuser sind nur in der Ferne zu sehen. Wer Zeit mitbringt, kann von Mülheim über die Essener Vororte Kettwig, Werden und den Baldeney-See fahren bis Essen-Steele. Große Schiffe gibt es auf dieser Landeswasserstraße nicht, für ein wenig Adrenalinschub sorgen allenfalls vier Schleusen.

40 Kilometer am Tag können mit der „Escargot” zurückgelegt werden. Franke empfiehlt meist eine Drei-Tages-Tour: Zwei Tage die Ruhr hinauf fahren und sich am dritten Tag mit der Strömung zurücktreiben lassen. „Kilometer abzureißen” sei nicht der Sinn des Bootsabenteuers, sagt Franke. Wenn die Beine müde werden, wirft man einfach den Anker und gönnt sich an geeigneter Stelle eine Pause.

Durch eine Luke geht es in den überdachten Wohnbereich, in dem man zwar schlecht aufrecht stehen kann. Doch im Sitzen sieht alles gleich größer aus. Zugelassen ist die „Escargot” für sechs Erwachsene, an Bord schlafen können aber nur vier. Das Hausboot ist jedoch an vielen Campingplätzen an der Ruhr willkommen. Die Charterpreise beginnen bei 170 Euro für eine Tagestour. Dreitägige Fahrten kosten 230 Euro.

www.gruene-flotte.de

www.nrw-tourismus.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/reise/reisetipp/t/rzo143510.html
Freitag, 15. April 2005, 12:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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