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Freitag, 6. Dez. 19

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Ein Wald voller Kunst in Litauen

Vilnius - Die Straße schlängelt sich durch dichten Laubwald.

«Doppel-Negativ-Pyramide»

Die Oberfläche des Sees wird widergespiegelt. (Bild: Europa-Park/dpa/gms)

Doch statt Wildtieren ragen plötzlich beiderseits des Weges riesige abstrakte Skulpturen aus dem Grün.

Insgesamt 100 Kunstwerke gibt es in den Wäldern und auf den Wiesen des Europa-Parks, eines Freilichtmuseums in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius. Auf 55 leicht verwildertem Hektar Waldgelände hat hier der Künstler Gintaras Karosas seinen Lebenstraum verwirklicht: „Ich hatte schon 1987 - da war ich 19 Jahre alt - die Idee, einen Skulpturenpark zu gründen”, erzählt er. Doch es dauerte einige Jahre, bis er nach den politischen Umstürzen in Osteuropa und der Unabhängigkeit Litauens 1991 mit der Arbeit an dem Projekt beginnen konnte. „Inzwischen kommen etwa 60 000 Besucher jedes Jahr hierher, darunter auch immer mehr Menschen aus dem Ausland”, erzählt Karosas.

Folgende Idee steht hinter dem Park: Durch Kunstwerke soll das geographische Zentrum Europas gewürdigt werden, das nach Angaben des Nationalen Geographischen Instituts Frankreichs am Rande von Vilnius liegt - wie von vielen Litauern immer wieder stolz erwähnt wird.

Auf Rundgängen oder Wanderungen durch den Park treffen Besucher nicht nur auf Werke litauischer Künstler. Die Skulpturen stammen von Bildhauern aus 30 Ländern, von Armenien über Deutschland, Israel und Zypern bis Indien und Venezuela. Jedes Jahr verbringen einige Künstler mehrere Wochen in einem im Park gelegenen Haus, das neben einem Café und Souvenirgeschäft auch mehrere Ateliers beherbergt.

Das Besondere an den Skulpturen des Parks ist neben den meist riesigen Ausmaßen, dass sie nicht nur zum Ansehen da sind, sondern Anfassen und manchmal auch Betreten erwünscht ist. So bekommt das Kunsterlebnis für viele Besucher eine ganz neue Dimension.

Ein Beispiel dafür ist die „Chamber of light” des tschechischen Künstlers Ales Vesely. Durch schmale Öffnungen geht es in das Innere des Bauwerks, das wie eine Kapelle aus Metall wirkt. Unter den Schritten der Besucher beginnt sich dort plötzlich der Boden zu bewegen, schwankt hin und her. „Das Kunstwerk soll die Seele des Menschen symbolisieren: Was von außen wie ein fester Panzer aussieht, kann innen ganz schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden”, erklärt Lila Jureviciene, die regelmäßig Besuchern den Park zeigt.

Auf Zwergengröße geschrumpft fühlen sich Besucher im „Space of Unknown Growth”. Hier hat die Polin Magdalena Abakanowicz 22 aus Beton geformte „Findlinge” in eine Senke gestellt. Im Lauf der Jahre hat die Natur die steinernen Riesen mit einer Patina aus Moos überzogen - ein fantastischer Spielplatz für Kinder, der aber gleichzeitig bei Erwachsenen Beklemmungen hervorrufen kann.

Eine wichtige Rolle spielt bei den meisten Kunstwerken, dass sie nicht einfach in der Landschaft stehen, sondern einen Bezug zu ihr haben. Die „Doppel Negativ Pyramide” des US-Amerikaners Sol LeWitt etwa verdoppelt sich erst durch den kleinen See, an dessen Ufer sie steht: Die ruhige Oberfläche des Wassers reflektiert die grafischen Formen der Pyramide perfekt. Die im wahrsten Sinne des Wortes größte Attraktion des Parks hat Gründer Gintaras Karosas jedoch für sich reserviert: Zwischen den Bäumen hat er Hunderte von ausgedienten Fernsehgeräten zur größten Skulptur der Welt aufgestapelt - und es damit auch in das „Guinness Buch der Rekorde” geschafft.

www.europosparkas.lt

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/reise/reisetipp/t/rzo148877.html
Freitag, 06. Mai 2005, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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