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Mittwoch, 11. Dez. 19

-Coimbra - Tou­ris­ten, die beschau­liche Ruhe suchen, sollten in Coimbra nur kurz ver­wei­len. Stu­den­tisches Leben prägt die por­tugie­sische Uni­ver­sitäts­stadt knapp 200 Kilo­meter nörd­lich von Lissa­bon.

-Hep­pen­heim - Manche Dinge schafft die Natur, um Kindern eine Freude zu machen. Begeis­tert kraxeln Fre­derik und Gabriele über die Gra­nit­bro­cken des Fel­sen­meers bei Rei­chen­bach im Oden­wald.

Vilnius - Die Straße schlän­gelt sich durch dichten Laub­wald. Doch statt Wild­tie­ren ragen plötz­lich bei­der­seits des Weges riesige abstrakte Skulp­turen aus dem Grün. Ins­gesamt 100 Kunst­werke gibt es in den...

Wal­chen­see - Schnit­zel in allen Varia­tio­nen sowie die Spe­zia­lität „Wal­chen­see-Ren­ke”, ein Fisch aus dem gleich­nami­gen Gewäs­ser. Ser­viert wird er „unten” in den Gasthö­fen am Wal­chen­see in Ober­bay­ern...

Mül­heim/Ruhr - Wulf-Jür­gen Franke tritt kräftig in die Peda­len, doch die „Es­car­got” kommt nur langsam in Fahrt. Wie in Zeit­lupe gleitet das Haus­boot über die Ruhr.

Halifax - Links führt die schmale Asphalt­straße nach West Berlin, rechts geht es nach East Berlin, von Wie­der­ver­eini­gung keine Spur. Seit mehr als 100 Jahren liegen sich die beiden Berlins an der Ost­küs­te...

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Der Odenwald als Familien-Wanderrevier

Heppenheim - Manche Dinge schafft die Natur, um Kindern eine Freude zu machen.

Wanderung

Der Odenwald bietet Jung und Alt viel. (Bild: Odenwald Tourismus/dpa/gms)

Begeistert kraxeln Frederik und Gabriele über die Granitbrocken des Felsenmeers bei Reichenbach im Odenwald.

Wie ein versteinerter Fluss zieht sich die Geröllhalde durch lichten Buchenwald den Hang des 515 Meter hohen Felsbergs hinab. Schon die Römer kannten das durch Verwitterung entstandene Naturdenkmal und brachen hier Steine.

Das Felsenmeer ist ein guter Einstieg für mehrtägige Familienwanderungen im Odenwald. Das Mittelgebirge zwischen Bergstraße, Neckar und Main - ein klassisches Wanderrevier mit vielen markierten Routen - eignet sich auch für Touren mit Kindern. In der Landschaft locken weite Ausblicke, Streuobstwiesen und Beeren am Wegrand. Es gibt Burgen, Wildparks und viel zu erzählen: Schließlich jagten im Odenwald die sagenhaften Nibelungen.

„Kilometerfressen” mit Kindern ist im Odenwald gar nicht notwendig. Man muss nur die vom Wanderführer vorgeschlagenen Erwachsenen-Etappen für Kinderbeine verkürzen. Auch mit gemütlichen acht bis zwölf Kilometern am Tag kommen Wanderer über alle Berge und Höhenwege, von Ort zu Ort, von Freibad zu Freibad.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Wandertag ist die Neunkirchener Höhe, mit 605 Metern die höchste Erhebung im Naturpark Bergstraße-Odenwald. Vom Kaiserturm geht der Blick ins Land. Frankfurt ist zu sehen mit dem Flughafen, das Rheintal mit dem Atomkraftwerk Biblis. Die Zivilisation liegt in Sichtweite, der Weg führt aber durch die grüne Natur, hinein in stille und lichtdurchflutete Buchenwälder. Der zehnjährige Frederik misst die Wanderstrecke auf seine Art: Er zählt Marienkäfer am Wegrand, was seinen Schritt nicht gerade beflügelt.

Auch im Odenwald scheint nicht immer die Sonne. In Regen und Nebel gehüllt wirkt der Tannenwald auf dem Höhenzug Stutz düster. Unheimliche Wegmarken gilt es zu passieren, darunter der bemooste Steintisch, an dem die Grafen von Erbach bei ihren Jagden tafelten. Am Waldboden wachsen Blaubeeren dicht an dicht. Früher wurden sie aus dem abgeschiedenen Odenwald bis nach London und Paris geliefert.

Übernachten können Touristen in Wanderheimen, Jugendherbergen oder rustikalen Pensionen. Eine Vorplanung ist wichtig, da gerade im Sommer viele Pensionen geschlossen sind. „Im Juli und August ist weniger los, dann sind viele Familien weg”, erklärt eine Wirtin. Dann haben haben Wanderer die Gegend fast für sich allein. Der Herbst ist die Hauptwanderzeit im Odenwald.

Die 577 Meter hohe Tromm bietet sich zur Beobachtung von Rehen an - ein besonderes Erlebnis für Stadtkinder wie Frederik und Gabriele. Zunächst schwirren nur dicke, ungeschickte Junikäfer direkt über die Köpfe, und Fledermäuse jagen in der Dämmerung. Doch dann, als das Stillsitzen schon schwer fällt, wird das Warten belohnt. Ein Reh tritt aus dem Wald und äst friedlich, bis es im Nachtdunkel nicht mehr vom Grün der Wiese zu unterscheiden ist.

Informationen: Odenwaldklub, Prinzenbau im Staatspark Fürstenlager, 64625 Bensheim (Tel.: 06251/85 58 56, Fax: 06251/85 58 58)

Odenwaldklub: www.odenwaldklub.de , www.odenwald-tourismus.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/reise/reisetipp/t/rzo150707.html
Freitag, 13. Mai 2005, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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