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Dienstag, 20. Aug. 19

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Eisen­erz - Durch eine der ältes­ten europäi­schen Indus­trie­regio­nen führt heute eine tou­ris­tisch erschlos­sene Stre­cke: die öster­rei­chi­sche Eisen­straße in den Bun­des­län­dern Nie­derös­ter­reich...

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Das „Land der Schwarzen Grafen”

Eisenerz - Durch eine der ältesten europäischen Industrieregionen führt heute eine touristisch erschlossene Strecke: die österreichische Eisenstraße in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark.

«Land der Schwarzen Grafen»

Lieferung seit dem 16. Jahrhundert. (Bild: Verein steirische Eisenstr./dpa/gms)

Ihr Ausgangspunkt ist der 1466 Meter hohe Erzberg, der im 16. Jahrhundert etwa 25 Prozent des europäischen Eisenbedarfs deckte. Auch heute liefert dieses gigantische Vorkommen noch täglich bis zu 20 000 Tonnen Erz mit einem Eisengehalt bis zu 40 Prozent. 860 PS starke Schwerlastkraftwagen mit einer Ladekapazität von 77 Tonnen transportieren den Rohstoff ab. Interessierte können den Betrieb aus nächster Nähe beobachten. „Wir setzen zwei dieser Giganten als "Ausflugsbusse" ein”, sagt Monika Ladstätter von der Besucherinformation.

Von der historischen Bergbaustadt Eisenerz in einem Talkessel im Herzen der Steiermark aus kann man den Erzberg auch mit der Bahn erkunden. „Die Erzbergbahn ist die steilste Normalspurbahn Österreichs mit einer Steigung von 71 Promille”, erläutert René P. Thaller. Als Museumsbahn ist der einstige Dauerbetrieb stark eingeschränkt. „Jeden Sonntag vom 3. Juli bis 9. Oktober verkehrt der Schienenbus zweimal täglich und braucht für die 20 Kilometer von Eisenerz nach Vordernberg etwa eine Stunde”, sagt Thaller.

Schon im frühen 16. Jahrhundert ließen sich in den an Wasser und Wäldern reichen Voralpentälern der Flüsse Enns, Ybbs und Erlauf zahlreiche Schmiede nieder, die mit primitiven Methoden aus dem Erz Eisen gewannen. Die Besitzer dieser Betriebe, die selbst mitarbeiteten, waren bald als „schwarze Grafen” bekannt.

Das im 19. Jahrhundert wirtschaftlich bedeutende Gebiet nördlich des Erzbergs heißt Eisenwurzen; es war ein europäisches Zentrum der Kleinindustrie mit Dutzenden Betrieben. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts lebten die Menschen hier vom Eisen. Die Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts brachte das Aus.

Mittlerweile werden die montanhistorischen Relikte gepflegt. „Sie sind heute ein beliebtes Ausflugsziel”, sagt Gudrun Streicher, Geschäftsführerin des Kulturparks Eisenstraße-Ötscherland im Zentrum von Eisenwurzen. Wanderer kommen hier auf 14 Themenwegen auf ihre Kosten; beispielsweise im Mendlingtal, in dem abgesicherte Hangstege und Holzbrücken 2,5 Kilometer durch die Wildnis führen. Man sieht die Klause, in der das Wasser gestaut wurde, um die Rutschbahn für die Holzversorgung der Köhler zu füllen. Diesen Brennstoff brauchten die Schmiede für die Erzöfen.

Nicht nur über den Erzberg, auch durch das Herz von Eisenwurzen führt eine Museumsbahn. Auf Schmalspur reist man auf langen Trassen über Brücken und Viadukte von Kienberg-Gaming nach Lunz. Die ersten Dampfzüge verkehrten hier regelmäßig schon 1898. Heute schleppen die älteste betriebsfähige Schmalspur-Dampflok und andere Oldtimer der Schiene die Züge mit maximal 25 Stundenkilometern meist nur am Wochenende über Viadukte und Brücken.

Informationen: Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland, Markt 24, A-3341 Ybbsitz (Tel. von Deutschland: 0043/7443/866 00, E-Mail: info@eisenstrasse.info).

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/service/reise/t/rzo154265.html
Freitag, 27. Mai 2005, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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