NachrichtenMagazinMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Archiviert am
Freitag, 27. Mai 05

Bayern München (A) - Darm­stadt 98 1:1 (0:0) Jahn Regens­burg - VfR Aalen -:- SV Elvers­berg - SC Pful­len­dorf -:- FC Nöt­tin­gen - FC Augs­burg -:- Stutt­gar­ter Kickers - SV Wehen -:- 1. SC Feucht - TuS Koblenz -:- Kicker­s...

Freundschaftlicher AuftaktBerlin - Die Zuver­sicht der Fina­lis­ten Bayern München und FC Schalke 04 vor dem 62. DFB-Pokalend­spiel vor 74 349 im aus­ver­kauf­ten Ber­liner Olym­pia­sta­dion ist ebenso groß wie der gegen­sei­tige Respekt und die...

London - In Liver­pool haben mehr als eine Million Fans dem Cham­pions-League-Sie­ger einen begeis­tern­den Empfang berei­tet. In der Bea­tles-Stadt herrschte Aus­nah­mezu­stan­d: Den Pubs ging das Bier aus...

Bremen - Werder Bremen will seinen abwan­derungs­wil­ligen Abwehr­chef Vale­rien Ismael nicht ohne wei­teres zum Bun­des­liga-Riva­len Bayern München ziehen lassen. „Wir haben das Angebot regis­triert und werden es sacken...

München - Mitt­wochs Cham­pions League gegen Real Madrid oder AC Mai­land, Sonn­tags Zweit­liga-Fuß­ball gegen Energie Cottbus oder Wacker Bur­ghau­sen: Der FC Bayern und der TSV 1860 München ziehen als unglei­che Her­ren...

Stutt­gart - Das größte Sporter­eig­nis Deutsch­lands wird zu einer Hoch­sicher­heits-Ver­anstal­tung. Bei der Fuß­ball-WM 2006 soll mit dem in Natio­nalen Sicher­heits­kon­zept der schwie­rige Spagat zwi­schen der not­wen­digen...

Sicherheitskonzept eine „gigantische Aufgabe”

Stuttgart - Das größte Sportereignis Deutschlands wird zu einer Hochsicherheits-Veranstaltung.

Neue Kleider

Otto Schily hält in Stuttgart ein Trikot mit seinem Namen in den Händen.

Bei der Fußball-WM 2006 soll mit dem in Nationalen Sicherheitskonzept der schwierige Spagat zwischen der notwendigen Gefahrenabwehr und dem WM-Motto „Zu Gast bei Freunden” trotzdem gelingen.

„Das ist eine gigantische Aufgabe”, sagte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD). Befürchtungen, die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnten die erhoffte positive Stimmung beeinträchtigen, versuchte er zu zerstreuen: „Wir werden das so gestalten, dass kein Besucher den Eindruck hat, er lebe in einem Polizeistaat. Wir werden dafür sorgen, dass es bei einer fröhlichen Atmosphäre bleibt.”

Das von den Innenministern des Bundes und der Länder verabschiedete Programm umfasst ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Die Videoüberwachung öffentlicher Plätze soll ausgeweitet und die Zusammenarbeit in- und ausländischen Sicherheitsbehörden intensiviert werden. Über die Aussetzung des Schengener Abkommens und damit die befristete Wiedereinführung umfassender Grenzkontrollen sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte Schily. Dies werde je nach Lage und Gefährdungspotenzial einzelner Partien entschieden.

Für die Polizei wird während der WM vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 eine Urlaubssperre gelten. Allein beim Bundesgrenzschutz seien 35 000 Beamte betroffen, sagte Schily. Angesichts einer mangelhaften Ausstattung mit Digitalfunk warnte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) vor Sicherheitslücken. Die Gefahr, dass sich die Polizei bei der äußerst angespannten Sicherheitslage während der WM wegen veralteter und instabiler Funktechnik nicht optimal verständigen könne, sei nicht zu unterschätzen, sagte der Bundesvorsitzende Wolfgang Speck in Berlin.

Aktuelle Hinweise etwa auf terroristische Anschläge während des Sportereignisses mit rund drei Millionen Besuchern gebe es nicht, fuhr Schily fort. Rechtzeitig zur WM will der Bund ein Nationales Informations-und Kooperationszentrum (NICC) einrichten, das täglich ein nationales Lagebild zur Sicherheit erstellen soll.

Die Videoüberwachung soll auch bei den Fan-Partys eingesetzt werden, wo Zehntausende die Spiele auf Großbildleinwänden verfolgen werden. Wie dicht das Netz der Kameraüberwachung werden soll, müsse jeder einzelne der zwölf Austragungsorte entscheiden, erklärte Schily.

Der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) sprach von der WM als größter Herausforderung seit 30 Jahren an die Sicherheit in Deutschland. Gegen gewalttätige Fans kündigte er Meldeauflagen bei der Polizei und Passentzug an. Zudem sollen polizeibekannte Gewalttäter zeitweise in Gewahrsam genommen werden können. In der Datei „Gewalttäter Sport” sind 6200 Personen gespeichert. Das Potenzial gewaltbereiter Fans in Deutschland beläuft sich auf etwa 10 000 Personen.

Das Erheben von biometrischen Daten wie beispielsweise die Abgleichung von Fingerabdrücken vor Ort, wie es die „Berliner Zeitung” gemeldet hatte, sei nicht Bestandteil des WM-Sicherheitskonzeptes, sagte der Vorsitzende der Innenminister- Konferenz, Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU).

Das Organisationskomitee der WM sieht in den verabschiedeten Schutzmaßnahmen die Garantie für eine sichere Großveranstaltung. „Wir können alle ruhigen Gewissens sagen, dass alles Mögliche für die Sicherheit getan wird”, sagte OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach.

Unklar ist, wie die Kosten von erwarteten mehreren hundert Millionen Euro unter Bund und Ländern aufgeteilt werden. Schätzungen seien unseriös, sagte Schily. „Jeder trägt für den Einsatz die Kosten, für die er verantwortlich ist. Aber der gigantische Gewinn für unser Land wiegt die Kosten auf.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/sport/fussball/t/rzo154098.html
Donnerstag, 26. Mai 2005, 14:54 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion