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Freitag, 27. Mai 05

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TuS Koblenz feiert den Einzug in den DFB-Pokal

Auch auf Sasic wartet die Dusche

Ko­blenz - Der FC Bayern München kann kommen: Durch ein 2:0 gegen Rhein­land­ligist SG Roß­bach/Ver­scheid hat TuS Koblenz das Finale um den Oddset- Rhein­land­pokal gewon­nen und damit nach dem Klas­sen­ver­bleib in der Regio­nal­liga Süd die erfolg­rei­che Saison 2004/2005 abge­run­det. Zur Beloh­nung darf die Elf von Trainer Milan Sasic auf einen großen Gegner im DFB-Pokal hof­fen.

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Der Bier­fontäne konnte TuS-Trai­ner Milan Sasic nicht ent­kom­men. Kapitän Nihad Mujakic ist der Übel­täter.

Jetzt hat auch Milan Sasic seine Bier­dusche abbe­kom­men. Was mitt­ler­weile im Fußball zu den Sitten und Gebräu­chen gehört, macht selbst­ver­ständ­lich auch vor dem Fuß­ball-Regio­nal­ligis­ten TuS Koblenz nicht Halt - schließ­lich ist diese um sich grei­fende Form der Freude nach großen Erfol­gen fast schon wie ein Rit­ter­schlag für den Trai­ner. Ein großer Sieg war's zwar nicht, den die TuS mit dem 2:0 (1:0) am Mitt­wocha­bend gegen die zwei Klassen tiefer ange­sie­delte SG Roß­bach/Ver­scheid ein­fuhr, aber darauf kam es letzt­lich auch nicht an.

Traum­los

Nach zwei ver­lore­nen End­spie­len in den ver­gan­genen vier Jahren kann sich die TuS nun endlich den Rhein­land­pokal in die Vitrine stellen und hat sich zudem für die erste Runde im DFB-Pokal qua­lifi­ziert. Die Frage nach dem Traum­los war dabei allent­hal­ben schnell beant­wor­tet: FC Bayern Mün­chen.

"Meine Wünsche sind hier nicht ent­schei­den­d", ließ sich Trainer Sasic dagegen seine Prä­feren­zen nicht ent­locken, "wir wollen einfach den Fans eine Fete bieten, denn des­wegen spielen wir ja Fuß­ball." Das Ganze erzählte er nicht nur mit dem flugs über­gestreif­ten und klit­schnas­sen Pokal-Sie­ger-T-Shirt, sondern auch mit ange­grif­fener Stimme. Die vor­ange­gan­genen 90 Minuten hatten auch ihn dann doch mehr Anstren­gung gekos­tet, als sich das die große Mehr­zahl unter den 2450 Zuschau­ern in Wirges vor­gestellt hat­te.

"Am Ende zählte nur das Ergeb­nis"

Die TuS hatte zwar über weite Stre­cken der Partie alles im Griff, machte sich aber das Leben selbst schwer. "Nach der langen Saison mit all unseren Pro­ble­men war klar, dass wir keine Gala-Prä­sen­tation ablie­fern konn­ten, am Ende zählte nur das Ergeb­nis", resü­mierte der Koblen­zer Trai­ner. Dabei traf es sich eigent­lich gut, dass Johan­nes Rahn nach hand­gestopp­ten 100 Sekun­den bereits das 1:0 mar­kie­ren konnte. Der junge TuS- Stürmer wusste am Straf­rau­meck nicht so recht, wohin mit dem Ball und wählte die nächst­lie­gende Vari­ante: aufs Tor damit. SG-Kee­per Guido Graf rutschte aus, der halt­bare Schuss schlug im Kasten ein.

"Es war sicher nicht unser Plan, in der zweiten Minute in Rück­stand zu gera­ten", sagte Roß­bachs Trainer Stefan Krämer, "ei­gent­lich wollten wir mög­lichst lange die Null hal­ten". So aber zeigten sich seine Kicker zunächst als inter­essierte Zuschauer am Treiben der TuS, die das Bäll­chen hübsch zir­kulie­ren ließ. "Wir haben es ver­passt, das zweite Tor zu machen", ärgerte sich im Gegen­zug der TuS-Trai­ner, der mit­anse­hen musste, wie sich Roßbach nach der Pause stei­gerte und im Rahmen seiner Mög­lich­kei­ten Druck auf­baute. Die Koblen­zer hin­gegen ver­such­ten, das Ergeb­nis zu ver­wal­ten und hätten sich nicht beschwe­ren dürfen, wenn nach Schüs­sen von Martin Köhns (64.) und einem Frei­stoß von Ralf Jau­ernick (76.), den TuS-Tor­wart Michael Gurski gerade noch auf die Latte lenken konnte, der Aus­gleich gefal­len wäre.

Roß­bach ris­kierte trotz Unter­zahl am Ende alles, ehe Anel Dzaka kurz vor dem Abpfiff einen TuS-Kon­ter zum 2:0-End­stand abschloss. Spätes­tens als er und seine Kol­legen im Mit­tel­kreis umher­hüpf­ten und den Trainer über­gos­sen, inter­essierte es keinen mehr, dass die TuS schon glor­rei­chere Auf­tritte abge­lie­fert hatte.

Sven Sabock - Foto: Jörg Nie­ber­gall


http://rhein-zeitung.de/on/05/05/27/sport/r/tus.html
Freitag, 27. Mai 2005, 10:39 © RZ-Online GmbH (aj)
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