|
|
|
||||||||||||||||||
| Kino Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop |
Archiviert am
Samstag, 04. Juni 05 |
||
|
Zehntausende bei Rockfestivals „im Park” und „am Ring” Nürburg/Nürnberg - Wenn es in der Eifel oder über dem Nürnberger Zeppelinfeld knallt, wummert, grollt und blitzt, muss es nicht immer ein Gewitter sein.
Einmal im Jahr wird die Mischung aus Lichtausbrüchen und Lauten, die durch Kopf und Bauch gehen, künstlich und kultartig erzeugt: bei den Open-Air-Festivals „Rock am Ring” und „Rock im Park”. Am Wochenende kamen nach den Angaben der Veranstalter erneut mehr als 100 000 Menschen zu diesem einmal im Jahr am Ring und im Park erzeugten Spektakel. Anders als beim Ausbruch ungezügelter Naturgewalten antworten zumeist kollektive Freudenschreie aus zehntausenden Kehlen auf die Sinnenreize. Meister der Sound-Messen unter freiem Himmel waren erneut Rock- Musiker aus aller Welt, mit virtuos eingesetzten Instrumenten und Stimmen - und mit starken Verstärkern und Lichteffekten. Mehr als 90 Teams wollten bis Montagnacht der Fangemeinde aus ganz Deutschland und aus Nachbarländern einheizen. Auch Petrus mischte bereits am Freitag mit: am Tag drohte er mit Sonnenbrand - am Abend forderte er Pullover und Regenjacke.
Den Start auf der größten der drei Bühnen am Nürburgring legten am Freitag teilweise umjubelt Mando Diao, Maroon 5, Incubus, Green Day und R.E.M. hin. In Nürnberg begann das Rockfest mit unterschiedlich starkem Beifall unter anderem für Billy Idol, HIM Velvet Revolver und Wir Sind Helden. Zusammen mit zahlreichen anderen Oldies und Neulingen aller Rock-Spielarten weckten sie Appetit auf die Höhepunkte am Samstag und Sonntag: Mit Slayer, Mötley Crüe, dem schrillen Marilyn Manson und der Metal-Legende Iron Maiden. Eine ausgeklügelte Logistik sorgt dabei in jedem Jahr dafür, dass an beiden Spielorten zeitversetzt etwa gleiche Programme über jeweils drei Bühnen gehen. Zu einem nicht austauschbaren Gesamt-Erlebnis wird „Rock am Ring” in jedem Jahr für die meisten Besucher allerdings erst mit der Art zu wohnen: Mehr als neun von zehn Fans schlugen auch in diesem Jahr ihr Quartier auf einem der improvisierten Zeltplätze auf den Wiesen rings um den Ring auf. Dort wird gegrillt, gekocht, am Lagerfeuer gefachsimpelt und gelegentlich auch geschlafen. Und wer für sein Nickerchen einen Nachschlag Rock braucht, legt den Kopfhörer an. Getrunken wird auch. Manchmal deutlich zu viel, wie die Berichte der Rettungsleitstellen zeigen: Von 360 Einsätzen bis Samstag galten am Nürburgring die meisten Alkoholopfern. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/06/04/magazin/musik/t/rzo156420.html |
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
|
|||||||||||||||||