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Samstag, 11. Jul. 20

Hagenbecks TierparkHamburg - Gesunde Ernährung ist bei den Hagen­becks Ele­fan­ten im Kommen: „Wir haben die Besu­cher gerade umer­zogen: Früher brach­ten sie vor allem Nudeln und Brot mit, heute sind es Obst und Gemü­se”...

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Elefanten sind bei Hagenbeck die Lieblinge

Hamburg - Gesunde Ernährung ist bei den Hagenbecks Elefanten im Kommen: „Wir haben die Besucher gerade umerzogen: Früher brachten sie vor allem Nudeln und Brot mit, heute sind es Obst und Gemüse”, sagt Stephan Hering-Hagenbeck, einer der beiden Zoodirektoren.

Hagenbecks Tierpark

Bei Hagenbecks Elefanten ist immer viel los. (Bild: Hagenb./dpa/gms)

Dass die Besucher die Elefanten füttern dürfen, erlauben längst nicht alle Zoos, doch in Hamburg ist das schon lange so - und es macht die grauen Dickhäuter zu den Publikumslieblingen. Daneben lohnt aber auch die Gestaltung der Anlage den Besuch: Die „Landschaftspanoramen”, in denen viele Tiere leben, waren bei der Eröffnung 1907 eine Sensation und gelten bis heute als vorbildlich.

„Das war und ist Hagenbecks Konzept: Tiere ohne Barrieren zeigen”, sagt Hering-Hagenbeck. Die nun bald 100 Jahre alte „Löwenschlucht” sei einst die erste offene Raubtieranlage der Welt gewesen. An diese Tradition knüpfte der privat betriebene Zoo zuletzt mit dem 2004 in Betrieb genommenen neuen Affenhaus an. Unter einer großen Glaskuppel leben 14 Sumatra-Orang-Utans – eine Art, die in der freien Wildbahn fast ausgestorben ist. Sie teilen sich ihr Gehege ohne Gitter mit asiatischen Kurzkrallenottern und turnen von einem Baum zu anderen. Der Clou dabei: Die Kuppel lässt sich zu einem Drittel öffnen. „In wenigen Minuten wird das Innen- damit zum Außengehege. Und die Tiere bekommen regelmäßig neben Sonne und Licht auch etwas Regen.”

Vom Orang-Utan-Haus reicht der Blick weit über den so genannten Birma-Teich. Andere Tiere sind kaum zu sehen, der Zoo wirkt – nicht nur hier – wie ein Landschaftspark. „Auch das gehörte zum Konzept von Carl Hagenbeck 1907: dass nicht eine Attraktion neben der nächsten zu finden ist, sondern das Auge immer wieder auch Ruhepausen bekommt”, erklärt der Direktor. Insgesamt leben auf dem Gelände etwa 2500 Tiere aus knapp 360 Arten. Darunter ist auch die weltweit größte Gruppe von Grünflügel-Aras, eine in ihrer Heimat Brasilien stark bedrohte Papageienart. Die 18 Vögel kommen auch bei Freiflugvorführungen zum Einsatz. „Wir haben dabei noch nie einen Vogel verloren”, freut sich Stephan Hering-Hagenbeck. Das zeige, dass sich die Tiere wohl fühlen.

Zunehmend versucht Hagenbeck , mehrere Arten in gemeinsamen Gehegen zu halten, so wie es auch die modernen „Erlebniszoos” - zum Beispiel in Hannover – praktizieren. So leben die Giraffen zusammen mit den Kudus, den Impalas und Hornraben. Hier gibt es auch den bislang einzigen Giraffen-Fütterungsstand Deutschlands: In 3,50 Metern Höhe stehen die Besucher Auge in Auge mit den langhalsigen Tieren.

Bei den Elefanten trennt dagegen ein Graben die Besucher von den insgesamt zwölf Dickhäutern. Und auch die Tiere sind nicht alle in einem Gehege. Zuchtbulle „Hussein” hat einen Bereich für sich, der durch ein „Schmusegitter” von den Kühen und Jungtieren getrennt ist. Dort kann der aus Indien stammende, gut 30 Jahre alte ehemalige Tempel- und Arbeitselefant mit den weiblichen Tieren Kontakt aufnehmen. Regelmäßig darf eine Kuh zu „Hussein” hinüber – und das hat Folgen. Jüngster Spross ist der im November 2004 geborene „Thai”.

Ziel bei Hagenbeck ist es , eine richtige, intakte Elefantenherde aufzubauen. „Das ist eine langwierige Sache. Die Hierarchien in der Herde müssen wachsen. Wir können die Tiere keine Rangordnungskämpfe führen lassen”, sagt Hering-Hagenbeck, der stolz darauf verweist, dass es in Hamburg nicht nur Deutschlands erste „Herdengeburt” bei Elefanten gegeben hat, sondern schon drei davon. Die werdende Mutter ist dabei nicht allein und angekettet, sondern mitten zwischen den anderen Kühen. Damit die Elefanten auch bei schlechtem Wetter und im Winter als Herde – und nicht mehr in einzelnen Boxen – leben, soll im Jahr 2006 eine neue große Elefantenhalle in Betrieb genommen werden.

„Thai” und die anderen Elefanten freuen sich über die Melonen, Möhren und Äpfel, die die Besucher ihnen vor die Rüssel halten. Das alles ist natürlich nur Naschwerk für die Tiere, die als schlechte Futterverwerter gelten, 100 Liter Wasser am Tag trinken und vor allem Heu fressen. Für die Tiere verhindert das Füttern durch ihr Publikum auch, dass ihnen langweilig wird, „und die Besucher lieben es”.

INFO-KASTEN: Hagenbecks Tierpark in Hamburg

ANREISE: Mit der U-Bahn-Linie U2 in Richtung Niendorf (Haltestelle Hagenbecks Tierpark). Mit dem Auto über die Autobahn A7 bis Ausfahrt Stellingen, dann stadteinwärts der Beschilderung folgen.

ÖFFNUNGSZEITEN: Mitte März bis Oktober täglich von 9.00 bis mindestens 17.00 Uhr, bei gutem Wetter bis maximal 19.00 Uhr. Von November bis Mitte März täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr.

EINTRITT: Erwachsene 14,50 Euro, Kinder (4-16 Jahre) 8,50 Euro.

www.hagenbeck.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/06/04/service/reise/deutschland/t/rzo155367.html
Dienstag, 31. Mai 2005, 17:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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