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Samstag, 04. Juni 05

UnentschiedenHamburg - Grie­chen­land hat seine Chance auf die Teil­nahme an der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 2006 in Deutsch­land ver­bes­sert. Die von Otto Reh­hagel trai­nierte Auswahl des Euro­pameis­ters erkämpfte in der...

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Preston - Der Einsatz von Spiel­füh­rerin Birgit Prinz im EM-Auf­takt­spiel der deut­schen Frauen-Natio­nal­mann­schaft am 6. Juni gegen Nor­wegen ist noch immer unsi­cher. „Wir müssen abwar­ten.

Hol­stein Kiel - VfL Osna­brück 0:1 (0:1) Chem­nit­zer FC - VfB Lübeck 0:1 (0:1) Werder Bremen (A) - Fortuna Düs­sel­dorf 1:1 (1:0) Preußen Münster - Borus­sia Dort­mund (A) 5:5 (1:2) Eintr.

Wolfs­burg - Matt­hias Sammer ist in den Kreis der Trai­ner-Kan­dida­ten beim VfL Wolfs­burg gerückt. Nach Sammers Beur­lau­bung beim Fuß­ball-Bun­des­ligis­ten VfB Stutt­gart hat sich für den Liga-Riva­len in Wolfs­burg eine...

Stutt­gart - Der VfB Stutt­gart will nach der Tren­nung von Matt­hias Sammer einen Trainer großen Kali­bers ver­pflich­ten und kann bis zum 13. Juni mit einer Ent­schei­dung im Fall Kevin Kuranyi rech­nen.

Sammer nicht mehr Trainer in Stuttgart

Stuttgart - Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart hat mit einem Paukenschlag auf die verpasste Teilnahme an der Champions League reagiert.

Gefeuert

Matthias Sammer schaut nachdenklich drein.

Mit der Beurlaubung von Trainer Matthias Sammer zogen die Schwaben die Konsequenz aus den zuletzt schwachen Leistungen der Mannschaft.

Den Tiefpunkt erlebte Sammers Team beim 1:3 gegen Meister Bayern München am letzten Bundesliga-Spieltag und dem Sturz auf Platz fünf. „Wir haben heute Morgen in beiderseitigem Einvernehmen beschlossen, künftig getrennte Wege zu gehen”, sagte VfB-Präsident Erwin Staudt der dpa. „Wir wollen nun einen glaubwürdigen Neustart mit einem neuen Trainer hinkriegen.” Ein Nachfolger Sammers stehe aber noch nicht fest.

Sammer gab sich nach der Beurlaubung gefasst. „Wir haben zwar unser sportliches Ziel erreicht. Aber ich habe gemerkt, dass die Leute unzufrieden sind”, sagte der 37-Jährige der „Bild”-Zeitung. „Und bei Gesprächen mit dem Verein über die Zukunft habe ich gespürt, dass unsere Vorstellungen etwas auseinandergehen. Deshalb ist es besser, einen Schlussstrich zu ziehen.” Es sei ein tolles Arbeiten mit der Mannschaft gewesen, betonte er. Ein neuer Club sei noch nicht im Gespräch.

„Die ganze Art und Weise, wie wir uns zuletzt präsentiert haben, war nicht gut”, sagte Staudt. „Die Schnitte im Tischtuch ergaben ein Flickwerk. Das Risiko, so in die nächste Saison zu gehen, wollten wir nicht eingehen”, begründete er die Trennung von Sammer, der die Schwaben trotz Vertrags bis 2007 nach nur einem Jahr wieder verlässt.

Die Nationalspieler des VfB reagierten bei der Ankunft in Belfast, als sie die Nachricht auf ihrem Handy erreichte, überrascht. „Es ist schade, dass Sammer keine zweite Chance bekommen hat”, sagte Stürmer Kevin Kuranyi, der sich bei ihm zuletzt noch über fehlende Rückendeckung beschwert hatte. „Schockiert” und „total überrascht” zeigte sich Torwart Timo Hildebrand. „Obwohl wir die letzten Spiele nicht gut gespielt haben, war es trotzdem ein gutes Jahr mit Matthias Sammer.” Andreas Hinkel: „Das hat sich überhaupt nicht abgezeichnet, sonst hätte sich der Trainer ja noch von uns verabschiedet.” Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff meinte: „Es tut uns Leid, dass man so auseinander gegangen ist. Auf der anderen Seite kennen wir nicht die Beweggründe.”

Sammer war im Sommer 2004 als Nachfolger von Felix Magath zu den Schwaben gekommen. Nach einem starken Start trat die Mannschaft in der letzten Saisonphase aber zunehmend verkrampft auf. Die Pleite gegen den FC Bayern ließ nicht nur die Kritik der Fans an Sammers Defensivtaktik immer lauter werden. Zudem wurde dem Rotschopf ein gestörtes Verhältnis zu Kuranyi und Spielmacher Alexander Hleb sowie zu weiteren Führungsspielern nachgesagt.

Während Staudt sich zunächst noch hinter den Cheftrainer gestellt hatte, gilt vor allem VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt als treibende Kraft hinter der Trennung. Der Arbeitgeberpräsident hatte Sammer kürzlich in einem Zeitungsinterview in Zweifel gezogen.

„Wir haben mit Matthias Sammer das Gespräch gesucht. Ich habe nicht den Eindruck gehabt, dass er sehr überrascht war”, sagte Staudt. Zu den als Nachfolger ins Spiel gebrachten Walter Schachner (Grazer AK) und Morten Olsen (Nationaltrainer von Dänemark) erklärte der 57-Jährige: „Sie stehen immer auf meiner Liste wie auch viele andere Namen.” Die angeblich wechselwilligen Hleb und Kuranyi sollen in jedem Fall bleiben: „Ich gehe davon aus, dass jeder Trainer der Welt darauf besteht, solche Fachkräfte zu halten.”

Für Sammer geht mit der Trennung die Rückkehr zu seiner alten Liebe VfB unglücklich zu Ende. Die Stuttgarter holten den Mittelfeldspieler 1990 nach der Wende in der DDR von Dynamo Dresden in den Westen. Mit dem VfB wurde er 1992 unter Coach Christoph Daum erstmals deutscher Meister. Auch seine Frau Karin hat er bei den Schwaben kennen gelernt.

Mit Borussia Dortmund feierte „Europas Fußballer des Jahres 1996” in den Jahren 1995 und 1996 zwei deutsche Meisterschaften, 1997 gewann er mit dem BVB Champions League und Weltpokal. 1996 wurde der 51fache Nationalspieler zudem Europameister und damit zu einem der erfolgreichsten deutschen Fußballer. Nach dem Ende seiner Profi-Karriere wegen einer Knieverletzung setzten sich die Erfolge zunächst auch als Trainer fort: Mit der Borussia holte er 2002 mit nur 34 Jahren erneut den Titel und galt als kommender Star der Trainergilde.

Einen ersten Knick erhielt die Karriere des Heißsporns durch die verpasste UEFA-Cup-Qualifikation mit Dortmund im vorigen Sommer. Mit der Trennung vom VfB, der neunten insgesamt in der abgelaufenen Bundesliga-Saison, erreicht sie nun einen vorläufigen Tiefpunkt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/06/04/sport/fussball/t/rzo156141.html
Freitag, 03. Juni 2005, 17:43 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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