Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Mittwoch, 19. Feb. 20
RZ-Akademie

Mün­chen  Schul­abgän­ger müssen sich bei der Bewer­bung auf eine Lehr­stelle mög­licher­weise von ihren Berufs­vor­stel­lun­gen lösen. Das sagte Ottmar Schader von der Agentur für Arbeit in Mün­chen.

Berlin - Deut­sche Gym­nasien sind nach Ein­schät­zung des Wirt­schafts­maga­zins „Ca­pital” besser als ihr Ruf. In einer Studie ließ das Magazin 575 der 3480 deut­schen Schulen mit gym­nasia­ler Ober­stufe auf ihre...

München - Zum Auf­fors­ten des Schutz­wal­des in den Alpen werden für den Sommer und Herbst noch Helfer aus dem gesam­ten Bun­des­gebiet gesucht. Das bestätigt der Deut­sche Alpen­ver­ein (DAV) in Mün­chen.

Hagen - Stu­dien­bewer­ber mit Fach­hoch­schul­reife können sich nur noch bis zum 15. Juli an der Fernu­niver­sität Hagen ein­schrei­ben. Nach Ablauf der Frist reicht die FH-Reife wegen einer Geset­zesän­derung nicht mehr...

Berlin - Auch Pri­vat­per­sonen, die Schwarz­arbei­ter beschäf­tigen, ris­kie­ren Geld- oder Frei­heits­stra­fen. Das erklärte Philipp Wendt, Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Anwalts­ver­eins in Berlin.

München - Stu­den­ten können vom kom­men­den Win­ter­semes­ter an in München einen neuen Bache­lor-Abschluss in Pfle­gepäd­ago­gik absol­vie­ren. Das teilt die Hoch­schule mit.

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Weibliche Seeleute steuern auf Erfolgskurs

Hamburg/Bremen - In der Schifffahrt gibt es zunehmend auch Frauen.

Seefrau ahoi

Kapitänin Jeanette Willes Nihlén war schon als Jugendliche per Boot unterwegs.

„Bei entsprechender Ausbildung steht weiblichen Seeleuten heute kein Hindernis mehr entgegen”, sagt Alexandra Pohl vom Verband Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg.

Alexandra Pohl ist selbst ausgebildete Kapitänin für die so genannte Große Fahrt in allen Seegebieten und außerdem Chief, das heißt Leiter der Maschinenanlage.

Die deutsche Seeschifffahrt sucht weitere Führungs- und Fachkräfte. „Besonders interessant ist die Laufbahn als Schiffsbetriebsoffizier”, sagt Pohl. „Allerdings müssen Bewerberinnen für diese Laufbahn technische und handwerkliche Qualifikationen mitbringen.” Einerseits seien die notwendigen Patente, Zertifikate und Erfahrung gefragt, sagt Norbert Aschmann, Personalchef der Reederei E.R.Schiffahrt in Hamburg. „Daneben sind aber auch Teamfähigkeit, Englischkenntnisse und Belastbarkeit wichtige Voraussetzungen.”

Nach einem alten Seemannsaberglauben bringen Frauen an Bord Unglück. Doch dieses Denken hat heute keinen Platz mehr. Schiffsoffizier ist nach Abgaben von Alexandra Pohl „ein hoch technisierter internationaler Beruf, der große Flexibilität verlangt”. Mehr als 4400 Führungskräfte sind heute auf deutschen Schiffen tätig. Eine aktuelle Übersicht über die Besatzungsmitglieder der Schiffe zeigt in den führenden Positionen 44 Frauen, 4 davon in Kapitänsposition. „Es gibt zwar heute mehr weibliche Seeleute als vor 10 oder 20 Jahren, der Anteil an der Gesamtzahl ist aber nach wie vor gering”, sagt Aschmann. „Wir sehen gute Chancen für Frauen.”

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Ausbildungsverträge zum Schiffsmechaniker um 41 Prozent auf 235. „80 Reedereien mit etwa 430 Schiffen bieten Ausbildungsplätze an”, sagt Dieter Hildebrand von der Berufsbildungsstelle Seeschiffahrt (BBS) in Bremen - sowohl für Männer als auch für Frauen.

„Für Frauen gibt es an Bord keinerlei Sonderbehandlung, sie müssen ihre Arbeit wie jeder andere auf dem Schiff machen”, sagt Alexandra Pohl. „Und im Beruf die Bereitschaft zu einem Leben auf See zeigen, denn die Fahrten dauern bis zu vier Monate.”

Eine nautische und technische Schifffahrtskarriere endet nicht an Bord, auch an Land werden qualifiziere Kräfte gesucht. „Hafenbetriebe, Reedereien, Wasserschutzpolizei, Versicherungen, Stauereien - kurzum alles, was mit Schifffahrt zu tun hat”, erklärt Alexandra Pohl. Denn für viele Frauen stellt sich eines Tages eventuell die Frage der Familienplanung - mit Kindern lässt sich die Seefahrt schwer vereinbaren. Wer an Land leben und dennoch der Seefahrt verbunden bleiben will, kann sich als Lotse bewerben.

Ein Heuervertrag für die deutsche Seeschifffahrt, ausgehandelt zwischen dem Reederverband und der Dienstleistungsgesellschaft ver.di, legt die Vergütungen sowie die Zuschläge für Sonntags-, Feiertags-, Nachtarbeit und Überstunden fest. Ein Kapitän kann mit mehr als 5000 Euro pro Monat rechnen, ein Chief mit 4000 Euro aufwärts. Schiffsoffiziere verdienen je nach Berufserfahrung und Einsatz zwischen 3000 und 4000 Euro, Facharbeiter um die 3000 Euro.

www.reederverband.de

www.berufsbildung-see.de

www.bundeslotsenkammer.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/06/08/service/berufbildung/t/rzo156723.html
Montag, 06. Juni 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
 
Druckversion