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Freitag, 3. Apr. 20
RZ-Akademie

Wei­mar  Stu­den­ten an der Bau­haus-Uni­ver­sität in Wei­mar können vom kom­men­den Win­ter­semes­ter an einen deutsch-chi­nesi­schen Dop­pel­abschluss in Medien­gestal­tung absol­vie­ren.

Rostock - Mit dem Umwelt­schutz beschäf­tigt sich ein neuer Mas­ter-Stu­dien­gang an der Uni­ver­sität Rostock: Das zwei Jahre dau­ernde Fern­stu­dium kann ab dem kom­men­den Win­ter­semes­ter belegt wer­den...

Düs­sel­dorf - Große Wei­ter­bil­dungs­insti­tute klären ihre Kunden im Inter­net nur unzu­rei­chend über das Recht zum Wider­ruf auf. Das hat die Ver­brau­cher­zen­trale Nord­rhein-West­falen bei einem Test von 14 führen­den...

Neu-Isen­burg - Arzt­hel­ferin­nen können sich in einer neuen Fort­bil­dung zur „Be­triebs­wir­tin für Mana­gement im Gesund­heits­wesen” wei­ter­bil­den. Das berich­tet die „Ärzte Zei­tung”. In rund 800 Stunden werden dabei...

Bremen - Vom Win­ter­semes­ter 2005/06 an gibt es an der Hoch­schule Bremen im Fach Maschi­nen­bau den neuen Mas­ter­stu­dien­gang Com­puter Based Mecha­nical Engi­nee­ring.

Hil­des­heim - Auf Führungs­posi­tio­nen im Bereich "So­ziale Dienst­leis­tun­gen" soll der neue Mas­ter­stu­dien­gang Orga­nisa­tions­päd­ago­gik an der Uni­ver­sität Hil­des­heim vor­berei­ten.

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Manager-Seminar im Weinberg

Wiesenbronn - Weinberg statt Büro, Rebschere anstelle von Telefon und Stift: Bei einem Manager-Seminar der besonderen Art im unterfränkischen Wiesenbronn sollen Führungskräfte beim Rebschnitt am Weinstock lernen, Entscheidungen im Betrieb effizienter zu fällen.

„Man kann schon gewisse Gemeinsamkeiten ableiten”, meint Seminarteilnehmer Thomas Große, der in der Personalabteilung eines diakonischen Unternehmens arbeitet. „Ich bin eher der zögerliche Typ und möchte das ändern, das heißt sicherer werden im anwendbaren Wissen und Entscheidungen treffen”, sagt der 32-Jährige.

Im beruflichen Alltag entscheidet Große über Abmahnungen von Mitarbeitern, im Weinberg über Abschneiden der Reben. Die Führungskompetenz soll an der frischen Luft reifen. Doch noch steht Große in Gummistiefeln, blauer Jacke und Lederhandschuhen etwas unschlüssig neben seinen Kollegen vor seinem Rebstock und weiß: Er muss sich jetzt zügig entscheiden, welche Verästelung er als Tragrebe und welche er als den so genannten Zapfen - die Tragrebe für das nächste Jahr - stehen lässt. Der Rest wird abgeschnitten.

„Hier lernt man, Entscheidungen zu treffen, die unwiderrufbar sind”, betont Öko-Winzer Gerhard Roth. „Uns geht es um ein seriöses Transferdenken”, sagt der renommierte Rotwein-Spezialist, der einen seiner Weinberge für das ungewöhnliche Projekt zur Verfügung stellt. „Beim Rebenschneiden muss man für die nächsten drei Jahre mitdenken”, erklärt der Winzer. Gefragt sei nachhaltiges Wirtschaften. Bei einer falschen Entscheidung bleibe der Rebstock im schlimmsten Fall ohne Ertrag. Mit dieser Verantwortung haben nach seiner Erfahrung auch gestandene Manager Probleme. „Da gibt es Leute, die halten mit jedem Rebstock noch mal ausführlich Zwiegespräch”, meint der 55-Jährige mit einem Schmunzeln.

Auch bei dieser Entscheidungsschwäche setze das Training unter dem Titel „in vino veritas” an, sagt Seminarleiterin und Diplom-Pädagogin Barbara Becker. „Die größte Erkenntnis und zugleich die größte Schwierigkeit ist, dass ich beim Rebschnitt zuerst entscheiden muss, was ich will, und nicht erst das aussortiere, was ich alles nicht will”, sagt die 36-Jährige. Für die Kopfarbeit setze die Arbeit im Weinberg Energien und Emotionen frei, so die Unternehmensberaterin.

Der Transfer in den beruflichen Alltag habe sicher seine Grenzen, räumt sie ein. „Aber die Stärke des Konzeptes liegt darin, dass vieles übertragbar ist”, betont Becker. So müssten die Interims- Winzer etwa erkennen, welche Rebe schwach sei und Schonung brauche, damit sie neue Kraft schöpfen kann - ähnlich sei es mit Mitarbeitern.

Während bei Manager-Coachings im Hochseilgarten oder reißenden Wildbächen das Abenteuer im Vordergrund stehe, sei es hier das anwendbare Wissen, sagt die Workshop-Leiterin. „Die Frage ist, ob Emotionen so kanalisiert werden können, dass sie wirksam werden.” Theoretische Vor- und Nachbereitung sowie Erfahrungsaustausch ergänzen das Seminar. Ihren Teilnehmern gibt Becker neben einem Übungs-Weinstock und Tipps auch Hausaufgaben mit auf den Weg. In einigen Wochen fasst sie mit ihrem Team dann nach, wo es Fortschritte gibt oder wo es noch hakt.

Seminarteilnehmer und Personalchef Kurt Füglein von den „Rummelsberger Diensten für Menschen” zieht nach drei Tagen zwischen Seminarraum und Weinberg ein positives Fazit: „Gerade in der Personalabteilung ist auch Teamarbeit wichtig - aber im Alltag ist es schwierig, das einzuüben”, meint er. „Außerdem macht die Arbeit an der frischen Luft Spaß. Und abends gönnen sich alle ohne schlechtes Gewissen ein Gläschen Wein.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/06/08/service/berufbildung/weiterbildung/t/rzo136414.html
Freitag, 18. März 2005, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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