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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
Ford bringt Ethanol-Antrieb Örnsköldsvik - Ford bringt den Focus und den C-Max Mitte August auch mit Ethanol-Antrieb nach Deutschland.
Das teilte der Kölner Autohersteller im schwedischen Örnsköldsvik mit. Danach wird es die Schräghecklimousine und den Kompaktvan dann mit einem 92 kW/125 PS starken 1,8-Liter-Motor geben, der sowohl mit Superbenzin als auch mit Bio-Ethanol in nahezu allen Mischungsverhältnissen betrieben werden kann. Die Preise für den Focus beginnen laut Ford bei 17 975 Euro; der C-Max wird mindestens 19 525 Euro kosten, was einem Aufpreis von jeweils 300 Euro entspricht. Nach Angaben des Unternehmens wird Bio-Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Derzeit sind das vor allem Zuckerrohr und Getreide, künftig aber auch Holzreste und sogar organische Abfälle des Hausmülls. Damit komme der Alkohol in einer ganzheitlichen Betrachtung auf einen CO2-Ausstoß, der bis zu 80 Prozent unter einem entsprechenden Benzinmotor liege. Zudem mindere Bio-Ethanol die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und werde überdies steuerlich gefördert. Deshalb können Autofahrer mit diesem Kraftstoff laut Ford-Sprecher Isfried Hennen bis zu 20 Prozent Betriebskosten sparen. Bislang jedoch ist Ethanol in Deutschland nur vereinzelt verfügbar. Deshalb will Ford parallel zur Markteinführung nach Angaben von Umwelt- Vorstand Wolfgang Schneider auch auf den schnellen Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur hinarbeiten. Dabei baut Ford laut Schneider auf Erfahrungen aus einem Pilotprojekt in Schweden, das dem deutschen Markt nach Einschätzung örtlicher Wissenschaftler noch weitere Ethanol-Fahrzeuge bringen könnte. Denn neben dem Focus und dem C-Max gibt es in Schweden nach Angaben von Saab-Sprecher Olaf Meidt jetzt auch einen 9-5 BioPower und zum Jahreswechsel entsprechende Varianten des 9-3. Außerdem bereitet Volvo nach Angaben der Konzernmutter Ford den Start von Ethanol-Versionen des V50 und des S40 in Schweden vor. „Zwar sind diese Autos zunächst nur für den Heimatmarkt bestimmt”, sagt Saab-Sprecher Meidt. „Doch wenn in Deutschland eine Infrastruktur wächst und eine entsprechende Nachfrage entsteht, können wir die BioPower-Modelle natürlich auch in Frankfurt oder Hamburg verkaufen.” Ford-Manager Schneider erwartet für diesen Fall noch mehr Wettbewerber. Weil in Brasilien schon seit Jahren Autos mit Ethanol- Antrieb verkauft würden und der Benzin-Ersatz dort mittlerweile einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent habe, verfügten fast alle dort vertretenen Hersteller über entsprechende Fahrzeuge. „Wenn Ethanol in Deutschland zum Thema wird, dann stehen diese Autos ganz schnell auch bei uns im Showroom.” dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/service/auto/t/rzo164779.html |
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