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Freitag, 10. Feb. 12
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Beruf & Bildung
Mit ein paar Klicks zur Lehrstelle Paderborn/Heidelberg - Ausbildungsmessen, auf denen sich Firmen und Schulabgänger treffen, gibt es schon lange.
Seit einigen Jahren können sich Jugendliche auch im Internet eine Lehrstelle suchen. Online-Ausbildungsbörsen überzeugen durch ihr großes Informationsangebot und schnellen Kontakt zu Ausbildungsfirmen. Eine individuelle Beratung können sie trotzdem nicht völlig ersetzen. „Ein Online-Auftritt kann nicht die gleiche Bedeutung und Qualität haben wie ein Gespräch mit jemandem, der sich wirklich auskennt”, sagt Holger Bäuerle. Er ist Projektleiter Internet bei „azubitage.de” in Heidelberg, einem Veranstalter von Ausbildungsmessen. Als Ergänzung hätten Internet-Angebote aber eine Berechtigung: „Online-Auftritte bieten eine breite Palette an Informationen.” Dem stimmt auch Angelika Müller von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg zu. Eine persönliche Beratung empfehle sich dann, wenn Leute unsicher sind, was sie machen wollen. Online-Börsen seien für Leute geeignet, „die wissen, was sie wollen und keine Beratung und Hilfestellung benötigen.” Die BA bietet zwei Datenbanken für junge Menschen auf Ausbildungsplatzsuche an. „BERUFEnet.de” ist eine Plattform mit Informationen zu Berufsbildern, Ausbildungsinhalten und Zugangsvoraussetzungen. Außerdem gibt es Links zu 20 000 Veranstaltern von Aus- und Weiterbildungsangeboten. Das Angebot ist umfassend. „Dort sind alle Ausbildungsberufe gelistet”, sagt Müller. Konkrete Ausbildungsplatzangebote enthält die BA-Jobbörse „KURS” - momentan sind es rund 110 000. Damit biete die BA eine Plattform, auf der sich Ausbildungsbetriebe und Ausbildungswillige treffen können, sagt die BA-Sprecherin. Der Zugang ist für beide Seiten kostenlos. Das Prinzip ist auch bei kommerziellen Anbietern gleich: Firmen mit Ausbildungsplätzen können diese präsentieren, Ausbildungsplatzsuchende können die Angebote sichten. Je nach Anbieter, Laufzeit und Umfang sind jedoch pro Anzeige für die Firmen 100 bis 200 Euro fällig. Außerdem gibt es Unterschiede bei den Suchmöglichkeiten, der Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze und bei Zusatzinformationen, etwa zu Ausbildungswegen oder Berufen. Der Vorteil kommerzieller Angebote ist , „dass die Unternehmen viele Informationen preisgeben - schließlich bezahlen sie für die Anzeige”, sagt Simon Blanke-Bohne von „aubi-plus.de” in Hüllhorst (Nordrhein-Westfalen). Mit mehr als 51 000 Stellen ist AUBI-plus eine der größten Börsen. „Die Angebote gehen quer durch alle Branchen.” Bei „azubitage.de” gibt es rund 4500 Ausbildungsplätze - „vor allem bei Banken und Versicherungen”, sagt Holger Bäuerle. Aber auch der medizinische Bereich sowie Industrie und Handel seien vertreten. Allerdings finden Suchende nicht alle Ausbildungsberufe auf der Homepage. Vertreten sind nur die, für die es freie Stellen gibt. Andere Anbieter setzen auf Exklusivität, etwa „azubi-topline.de”. Die Angebote - momentan etwa 100 - kommen nach Angaben des Portals aus Paderborn vor allem aus dem technischen und kaufmännischen Bereich. Wie effektiv die Börsen sind , lässt sich nur schwer beurteilen. Da die Portale wenig oder gar keine Rückmeldungen erhalten, „kann man nicht sagen, was aus dem Kontakt wird”, sagt Holger Bäuerle. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/service/berufbildung/t/rzo156718.html |
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