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Freitag, 10. Feb. 12
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Beruf & Bildung
Endspurt für Ferienjobs - Nur wenige Stellen auf den letzten Drücker Hamburg/Nürnberg - Während Berufstätige im Urlaub eher Geld ausgeben, nutzen Schüler und Studenten die Ferien oft dazu, ihre Kasse aufzubessern. Ferienjobs sind vor allem im Sommer heiß begehrt. Obwohl die großen Ferien in manchen Bundesländern bereits begonnen haben, ist es für die Suche nach einem Job nicht unbedingt zu spät. Allerdings ist dabei viel Eigeninitiative nötig. Bei den Arbeitsagenturen werden Schüler kaum fündig. „Ferienjobs werden der Agentur für Arbeit selten gemeldet”, heißt es unisono bei den örtlichen Agenturen. Interessierte Schüler sollten stattdessen initiativ bei Arbeitgebern in der Region nachfragen, rät Knut Börnsen von der Arbeitsagentur Hamburg. „Man kann ja direkt Kontakt aufnehmen, etwa mit dem Supermarkt um die Ecke.” Wer sich jetzt auf die Suche begibt, hat aber nicht mehr die große Auswahl, schränkt auch Ines Hennig vom Internet-Jobvermittler Monster in Bad Homburg ein. „Man kann's versuchen, aber da bleibt dann vielleicht nur noch der Eisverkäufer am See.” Börnsen rät, bei der Auswahl der Ferienjobs bereits den Berufswunsch im Auge zu haben: „Man kann solche Gelegenheiten früh nutzen, wenn man zum Beispiel später mal ins Handwerk will”, sagt der Experte. „Auch in der Gastronomie gibt es gute Gelegenheiten, über einen Ferienjob einen Eindruck zu bekommen.” Bei späteren Bewerbungen mache es sich gut, bereits auf Tätigkeiten in der gewünschten Branche verweisen zu können. Bisweilen stelle sich bei einem Ferienjob allerdings auch heraus, dass manche Berufe einem nicht liegen. Generell haben Studenten es laut Hennig mittlerweile wesentlich leichter als Schüler, einen Job zu finden. „Früher war das üblich, dass Firmen vor allem im Sommer Schüler reingeholt haben, wenn die Mitarbeiter im Urlaub waren”, so die Expertin. Inzwischen gingen aber viele Unternehmen dazu über, nur noch mehrmonatige Praktika anzubieten. So sparten sie sich die häufigen Anlernphasen. Gegenwärtig gibt es laut Hennig etwa einen Bedarf bei IT-Firmen, zum Beispiel beim so genannten User-Support, wo die Jobber Hilfestellung am Telefon leisten. Auch im Ingenieurwesen und im Marketing bieten Firmen vergleichsweise viele Nebenjobs an. Wer einen Job gefunden hat, sollte einige rechtliche Dinge beachten. Laut Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen Schüler ab 13 Jahren nur bis zu zwei Stunden am Tag arbeiten. Dabei dürfen sie nur leichte Arbeiten verrichten: Babysitten, Nachhilfe geben, Zeitungen austragen oder Botengänge erledigen. Auch müssen die Erziehungsberechtigten zustimmen. Nur in landwirtschaftlichen Familienbetrieben beträgt die Höchstarbeitszeit drei Stunden pro Tag. Im Alter ab 15 Jahren dürfen Schüler laut Gesetz bis zu vier Wochen in den Ferien arbeiten, allerdings in der Regel nicht am Wochenende - das ist nur in Gaststätten oder Krankenhäusern und auch dort nur an zwei Wochenenden im Monat erlaubt. Nur wenn sie ihre Vollzeitschulpflicht - also je nach Bundesland neun oder zehn Jahre Schulbesuch - absolviert haben, dürfen sie länger arbeiten. Empfehlenswert ist es für Schüler und Studenten auch, auf den Verdienst zu achten. Der Nebenjob sollte höchstens zwei Monate oder nicht mehr als 50 Arbeitstage lang ausgeübt werden - sonst werden Sozialabgaben fällig. Auch dürfen Jugendliche nicht mehr als 7680 Euro netto im Jahr verdienen, „damit den Eltern nicht das Kindergeld gestrichen wird”, erläutert Angelika Müller von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. In eine böse Falle können auch ausländische Schüler und Studenten tappen. „Nicht jeder, der hier studiert, darf arbeiten” erläutert Müller. Vor der Aufnahme einer Beschäftigung sollte vorsichtshalber die Ausländerbehörde kontaktiert werden. Auf der sicheren Seite sind die Nebenjobber dagegen bei der Unfallversicherung: Schüler und Studenten sind dort während eines Ferienjobs generell gesetzlich versichert, erläutert die Verwaltungs- Berufsgenossenschaft in Hamburg. Dies gilt außerdem sowohl auf dem Hinweg zur als auch auf dem Rückweg von der Arbeitsstelle. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/service/berufbildung/t/rzo161653.html |
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