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Freitag, 10. Feb. 12
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Beruf & Bildung
Praktika in Medien und Werbung Berlin/Mainz - Werbe- und Medienbranche wirken auf viele Jugendliche faszinierend. Dort zu arbeiten, ist oft ein Traumziel.
Doch die Wege zu einem gesicherten Job sind hier so vielfältig wie die möglichen Tätigkeiten. Ein Meilenstein ist das Praktikum. Für eine langfristige Perspektive im Journalismus oder in der Werbung ist es fast unverzichtbar: „In den klassischen Medienberufen ist das Praktikum wichtiger als sonst irgendwo”, sagt Thomas Rübel, Geschäftsführer des Büros für Berufsstrategie Hesse/Schrader in Berlin. In beiden Bereichen sind die Berufswege von der Ausbildung in den Job nicht fest definiert. „Es gibt keinen Königsweg in die Medien”, sagt Stefan Rippler, Mitherausgeber des Ratgebers „Praktikumsknigge”. Umso wichtiger sei das praktische Engagement, so der 20-jährige Student der Fächer Medien und Kommunikation an der Uni Augsburg. „Das Praktikum ist keine Garantie für einen beruflichen Einstieg”, warnt Volker Nickel vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft in Berlin. Es diene aber dazu herauszufinden, ob man für den Aufgabenbereich geeignet ist und um für sich selbst zu werben. „Was man studiert, ist weniger wichtig als der Einsatz und die Interessenvielfalt des angehenden Journalisten”, sagt Thomas Hartmann vom journalistischen Seminar der Universität Mainz. Der Masterstudiengang Journalismus dort setzt deshalb auf einen hohen Anteil an Praxis: Etwa zwei Drittel des Studiums entfallen auf die praktische Arbeit, erläutert Hartmann. Es lohnt sich, mit der Auswahl der Praktika die verschiedenen Medienformen abzudecken. „Das zeugt von Flexibilität”, sagt Stefan Rippler. Vor allem sollte ein roter Faden in den Praktika erkennbar sein. „Sechs Praktika, wovon drei beim Bäcker und zwei in einer Redaktion stattfanden, sind wenig sinnvoll.” Bei allen Vorzügen von Praxiserfahrung sollten die Nachteile nicht verkannt werden: Zu viele Praktika können ein ebenso ungünstiges Licht auf den Nachwuchskandidaten werfen wie ein Praktikum nach abgeschlossenem Studium, so Rippler. In beiden Fällen ergebe sich leicht der Verdacht, der Praktikant sei nicht gut genug für feste Jobs. „Um nicht in die Praktikumsmühle zu geraten, sollte man sich nach Studienende lieber um eine befristete Stelle oder freie Mitarbeit bemühen.” Etwa drei bis fünf Praktika seien aber nicht verkehrt. Literatur: Praktikumsknigge - Leitfaden zum Berufseinstieg, Verlag clash jugendkommunikation, ISBN, 3-9809905-0-8, 9,90 Euro; Elke Ahlswede: Das Praktikum im Journalismus, UVK, ISBN 3-89669-272-0, 14,90 Euro. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/service/berufbildung/t/rzo162316.html |
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