Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Freitag, 10. Feb. 12
RZ-Akademie

Berlin - Für pro­minente Schul­ver­sager wie Bis­marck, Churchill oder auch Ein­stein bedeu­tete Sit­zen­blei­ben keinen Bein­bruch für die spätere Kar­riere. Nun rüstet das schwarz-rot-regierte Schles­wig-Hol­stein für einen...

Köln - An der Fach­hoch­schule Köln wird zum Win­ter­semes­ter 2005/06 der neue Bache­lor-Stu­dien­gang Soziale Arbeit ein­gerich­tet.

Wien/Lu­xem­burg - Jahr­zehnte lang herrsch­ten für junge Öster­rei­cher beim Uni­ver­sitäts­zugang fast para­die­sische Zustände. Schü­ler, die das Matura (Abi­tur) bestan­den, konnten stu­die­ren, was immer sie woll­ten.

Berlin - Stu­den­ten müssen bei Feri­enjobs nicht grundsätz­lich Sozi­alver­siche­rungs­bei­träge zahlen. Darauf macht die Bun­des­ver­siche­rungs­anstalt für Ange­stellte in Berlin auf­merk­sam.

Tübin­gen - In Tübin­gen gibt es einen neuen Bache­lor-Stu­dien­gang. Vom kom­men­den Win­ter­semes­ter an kann dort das Fach „Sport­wis­sen­schaft mit Schwer­punkt Sport­publi­zis­tik” mit dem Abschluss Bache­lor stu­dier­t...

Hil­des­heim - In Hil­des­heim ermög­licht ein bina­tio­naler Stu­dien­gang künftig einen deutsch-rus­sischen Dop­pel­abschluss in Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten. Das Angebot sei an deut­schen Hoch­schu­len bislang ein­malig...

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Österreich will „Ansturm” deutscher Numerus-clausus-Opfer bremsen

Wien/Luxemburg - Jahrzehnte lang herrschten für junge Österreicher beim Universitätszugang fast paradiesische Zustände.

Schüler, die das Matura (Abitur) bestanden, konnten studieren, was immer sie wollten.

Aufnahmeprüfungen für kritische Fächer gab es ebenso wenig wie einen Numerus clausus. Der Zustrom ausländischer Studenten, vor allem aus Deutschland, wurde dagegen abgeblockt. Doch das wird sich nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGh) gründlich ändern.

Nach dem Spruch der Luxemburger Richter hat die österreichische Zulassungsordnung Studenten aus der EU eindeutig diskriminiert. Sie wurden nämlich nur zugelassen, wenn sie auch die Qualifikation für einen entsprechenden Studienplatz in ihrem Herkunftsland nachweisen konnten. So blieb allein in Deutschland mehr als 60 000 Numerus- clausus-„Opfern” der Zugang zu den Unis im Nachbarland verwehrt.

Doch die Chancen deutscher Studenten auf einen freien Studienplatz in Wien, Innsbruck, Graz oder Linz sind auch nach dem Urteil des EUGh nicht allzu groß. Denn bereits in den nächsten Tagen dürften die betroffenen Universitäten Maßnahmen beschließen, die ein Chaos in den besonders begehrten Fächern verhindern sollen. Insgesamt stehen in Österreich nur rund 8400 Plätze für Studienanfänger in den Fächern Medizin, Veterinärmedizin, Psychologie, Zahnmedizin, Biologie und Pharmazie zur Verfügung. Bisher genügte dies, um die Studienwünsche der Einheimischen zu befriedigen.

Nach dem Luxemburger Urteil aber droht - zumindest theoretisch - der Zustrom von etwa 63 000 in Deutschland abgewiesenen Bewerber für diese Fächer. Sollte sich, so warnten Experten, auch nur ein Drittel von ihnen an österreichischen Universitäten anmelden, würde dies zum vollständigen Zusammenbruch des Lehrbetriebs führen. Schon heute sind vor allem in den Fächern Medizin und Pharmazie die Seminare und Labors wegen des freien Zugangs fast hoffnungslos überfüllt. Dennoch lehnt die Regierung die Einführung eines österreichischen Numerus clausus auch nach dem Urteil von Luxemburg weiter ab.

Um dies zu verhindern, soll das Parlament in Wien schon an diesem Freitag eine Reihe von Notmaßnahmen beschließen. Dabei dürfte den Universitäten freigestellt werden, wie sie den Zugang zu den jeweiligen Fächern steuern wollen. So sollen Aufnahmeprüfungen ebenso möglich sein, wie Einstiegssemester für die sieben Fächer, an deren Ende dann mit Hilfe von Tests „ausgesiebt” wird. Die Zahl der Studienanfänger soll in jedem Fall auf die Durchschnittszahl der vergangenen drei Jahre begrenzt werden.

Dem Urteil der europäischen Richter wäre damit in jedem Fall genüge getan, denn künftig wären von diesen Beschränkungen sowohl Ausländer, als auch Österreichs Studienanfänger betroffen. Und auch ein deutscher Numerus-clausus-Student hätte seine Chance. Dass die Deutschen nun in Scharen in Wien, Innsbruck, Graz oder Linz ihr Glück versuchen werden, bezweifeln Experten. Immerhin hatten sich allerdings schon vor dem Urteil vom Donnerstag allein an der veterinär-medizinischen Fakultät in Wien 1000 deutsche Interessenten für einen Studienplatz vormerken lassen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/service/berufbildung/t/rzo165185.html
Donnerstag, 07. Juli 2005, 15:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
 
Druckversion